Resonanz auf Masterplan kräftig und schwach

Das Gelände zwischen P & R-Anlage und Rangierablaufberg ließe Platz für die Natur, selbst wenn die Bahnparallele käme, meint Bürgermeister Brato.  Foto: goeb
  • Das Gelände zwischen P & R-Anlage und Rangierablaufberg ließe Platz für die Natur, selbst wenn die Bahnparallele käme, meint Bürgermeister Brato. Foto: goeb
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goeb Betzdorf. Von Nachfragen aus ganz Deutschland als Resonanz auf den in Betzdorf ausgeschriebenen Ideenwettbewerb „Masterplan 2020“ berichtet Bürgermeister Bernd Brato. Unter den Interessenten seien Universitäten und Planungsbüros, zum Teil habe es mit den Bewerbern auch Stadtführungen gegeben. Betzdorf unterstütze die Bewerber auch mit Hintergrund-Informationen und Werbematerial, soweit sich dies einrichten lasse. Die Aktion werde im Übrigen ständig beworben. Einsendeschluss ist der 10. April.

Weniger Resonanz gab es bisher aus der Bürgerschaft, berichtete Brato auf Nachfrage. „Deshalb haben wir ja auch die verschiedenen Kategorien geschaffen, weil wir das ein Stück weit vorausgesehen haben.“ Die Beteiligung mit einzelnen Ideen auf Seiten der Bürger sei zwar da, sagte Brato, es fehle jedoch häufig an der schriftlichen Ausarbeitung in Form eines Konzepts.

Die in dem SZ-Artikel „Wieder einmal Beton-Pläne“ (vgl. Ausgabe von gestern) geäußerte Kritik der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen an der Organisation des Masterplans teilt Brato nicht.

Die Grünen hatten vor allem moniert, dass die Gestaltung eines wichtigen Teils der Innenstadt – ehemaliges Aka-City-Grundstück und Siegparkplatz – durch gestalterische Dominanz des vorgesehenen Hauptinvestors bzw. einer Investorengemeinschaft vom Ideenwettbewerb ausgeklammert werde. Hier würden durch Private bzw. durch das Bauamt der Stadt Fakten geschaffen. Alternative Konzepte von Bürgern kämen sowieso nicht zum Zuge, hieß es.

Bernd Brato sagte darauf, dass der Masterplan zum einen nicht auf bauliche Dinge beschränkt sei und zum anderen sich auf die gesamte Stadt beziehe. Gefragt seien zum Beispiel pfiffige Marketingkonzepte oder Ideen, die Betzdorf aus der Gemeinschaft der Städte ringsum heraushöben, so genannte „Alleinstellungsmerkmale“.Brato wörtlich: „Dass die Grünen das jetzt auf das Aka-Gelände beschränken, ist doch sachlich und fachlich vollkommen neben der Spur.“ Auch den Vorwurf, die Grünbereiche kämen zu kurz, wollte der Bürgermeister so nicht gelten lassen. Dafür seien Flächen vorgehalten. „Wenn man allerdings alles aus der Radfahrer-Perspektive sieht wie die Grünen, wird es nie reichen.“Brato zitierte in diesem Zusammenhang einen vielbeachteten Entwurf der Initiative „Familien in Betzdorf“, die vor einiger Zeit mit einem Grünkonzept zwischen Park-and-Ride-Anlage und dem jetzt von der Stadt gekauften Rangierablaufberg (einem ehemaligen Bahngrundstück) auf sich aufmerksam gemacht hätte. Selbst die Verwirklichung der Bahnparallele ließe ein Nebeneinander von Natur und Verkehrswegen noch zu, so Brato abschließend.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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