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Doppelhaushalt in Wallmenroth für 2021/22 verabschiedet
Sanierung der Turnhalle sticht bei den Investitionen heraus

Mit knapp 300 000 Euro ist die für 2022 geplante Sanierung der mit am Abstand größte Posten im Doppelhaushalt der Ortsgemeinde Wallmenroth.
  • Mit knapp 300 000 Euro ist die für 2022 geplante Sanierung der mit am Abstand größte Posten im Doppelhaushalt der Ortsgemeinde Wallmenroth.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Sarah Groos

thor Wallmenroth. Auch wenn es ein Haushalt im Doppelpack war, der da am Dienstag Abend vom Rat Wallmenroth einstimmig verabschiedet wurde: Schwere Kost sieht deutlich anders aus. Seit Jahren haben sich die Wallmenrother zwangsweise eine strenge Diät verordnet. Und auch in diesem und dem nächsten Jahr bleibt Schmalhans Küchenmeister. Nur einmal wird etwas opulenter aufgetischt: Die geplante Sanierung der Turnhalle schlägt 2022 mit knapp 300 000 Euro zu Buche. Das Projekt wird aber nur umgesetzt werden können, wenn ausreichend Mittel aus dem Investitionsstock des Landes fließen.
An dem Grundübel
können wir nichts ändern.

thor Wallmenroth. Auch wenn es ein Haushalt im Doppelpack war, der da am Dienstag Abend vom Rat Wallmenroth einstimmig verabschiedet wurde: Schwere Kost sieht deutlich anders aus. Seit Jahren haben sich die Wallmenrother zwangsweise eine strenge Diät verordnet. Und auch in diesem und dem nächsten Jahr bleibt Schmalhans Küchenmeister. Nur einmal wird etwas opulenter aufgetischt: Die geplante Sanierung der Turnhalle schlägt 2022 mit knapp 300 000 Euro zu Buche. Das Projekt wird aber nur umgesetzt werden können, wenn ausreichend Mittel aus dem Investitionsstock des Landes fließen.

An dem Grundübel
können wir nichts ändern.
Michael Wäschenbach
Ortsbürgermeister

Kauf einer Tempo-Messtafel

Neben dieser prägenden Investition wies Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach noch auf eine Reihe kleinerer Maßnahmen hin, „die hoffentlich nicht auch wieder verboten werden“. Dazu gehört für ihn beispielsweise der Kauf einer Tempo-Messtafel, bereite die Raserei auf der B 62 doch zunehmend Probleme. Wäschenbach blickte aber auch schon weiter voraus und sah als „dicke Brocken“ die Neubaugebiete und den Straßenausbau am Dasberg auf die Gemeinde zukommen. Wie berichtet, soll der Ausbau der Tiergartenstraße/Dasbergstraße erstmals mit wiederkehrenden Beiträgen finanziert werden.
Der Ortsbürgermeister wollte in dieser Sitzung nochmals deutlich machen, dass das Gros der Einnahmen direkt wieder für Umlagen verwendet werden muss. An den Kreis müssen in den beiden Jahren jeweils rund 480 000 Euro überwiesen werden, für die Verbandsgemeinde sind es um die 330 000 Euro. „Das muss man sich immer wieder vor Augen führen.“
Wäschenbach betonte auch, dass die Gewerbesteuer für Wallmenroth längst kein entscheidender Faktor mehr sei. Generiere man hier jährlich zwischen 100 000 und 150 000 Euro, sei es bei der Einkommensteuer rund eine halbe Million. Aber auch die Wallmenrother selbst können durch ihre Zahlungen nicht verhindern, dass die Ergebnishaushalte ihres Dorfes in den roten Bereich abdriften, ebenso wenig helfen die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 227 000 Euro. In diesem Jahr klafft eine Lücke von 118 000 Euro im Ergebnisetat, 2022 sind es dann minus 143 500 Euro. Nicht viel besser sieht es bei den Finanzplänen aus.

Wallmenroth ist weiterhin auf Kredite angewiesen

Bettina Neuhaus von der Finanzabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung nahm die Ortsgemeinde in Schutz: „Es ist nicht möglich, für Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen Geld anzusparen.“ Was bedeutet: Wallmenroth ist weiterhin auf Kredite angewiesen: Der Schuldenstand bei den Investitionskrediten hat sich inzwischen bei etwas über einer Million Euro eingependelt. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 922 Euro. Und längst schon übersteigen die Schulden das vorhandene Vermögen.
„An dem Grundübel können wir nichts ändern“, sagte Wäschenbach und meinte damit die mangelhafte finanzielle Ausstattung der Kommunen. Er jedenfalls sei gespannt, wie die Aufsicht diesen Haushalt bewerte. Im Rat selbst herrschte Einigkeit. Viele Positionen seien ohnehin nicht zu verändern, sagte Alexander Schmidt. Immerhin würden bei den Investitionen alle Generationen berücksichtigt.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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