Kraniche im AK-Land
Schmaler, exklusiver Korridor

Grus grus lautet der wissenschaftliche Name des Kranichs, einem unübersehbaren Großvogel, dem schon der Nationaldichter Schiller in einer Ballade ein Denkmal gesetzt hat. 40 Prozent des Weltbestandes der Vögel benutzt den schmalen Korridor über Rheinland-Pfalz/Westfalen.
  • Grus grus lautet der wissenschaftliche Name des Kranichs, einem unübersehbaren Großvogel, dem schon der Nationaldichter Schiller in einer Ballade ein Denkmal gesetzt hat. 40 Prozent des Weltbestandes der Vögel benutzt den schmalen Korridor über Rheinland-Pfalz/Westfalen.
  • Foto: damo
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sz/goeb Kreis Altenkirchen.  Ein herrliches Naturschauspiel lässt sich in diesen Tagen und Wochen wieder am Himmel beobachten. Der ein oder andere hat sie bereits gesehen und gehört: Mehrere Tausend Kraniche, auch Vögel des Glücks genannt, ziehen aktuell über Rheinland-Pfalz und das südliche Westfalen

Begleitet von ihren charakteristischen, lautstarken Trompetenrufen nehmen die Vögel im Flug ihre typische „V“- oder Linienformation an. Normalerweise wird der Landkreis Altenkirchen von den Großvögeln nur überflogen, allerdings kommt es regelmäßig vor, dass Tiere „Zwischenlandungen“ vornehmen, besonders dann, wenn das Wetter umschlägt und das Weiterfliegen zu viel Energie frisst. So wurden in den letzten Jahren immer mal wieder größere Ansammlungen von Kranichen auf dem Stegskopf und auf dem Neunkhausener Plateau auf der Zwischenrast gesehen, ebenso im Wildenburger Land und bei Katzwinkel.

Gleiches gilt für den benachbarten Westerwaldkreis. Bei schlechtem Wetter rastet das majestätische und scheue Tier unter anderem gern am Dreifelder Weiher.

Dort wurde in Absprache mit dem Eigentürmer und lokalen Vogelbeobachtern ein Absenken des Wasserstandes veranlasst, um auf diese Weise ideale Rastbedingungen zu schaffen.

Insgesamt überfliegen jedes Jahr im Herbst bis zu 200 000 Vögel das Bundesland, so teilt die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord mit. Als Obere Naturschutzbehörde entwickelt und pflegt die SGD Nord gemeinsam mit Naturschutzmanagern viele Vogelschutzgebiete. Diese dienten auch dem Schutz der Kraniche, ist zu erfahren.

In Rheinland-Pfalz ist der Kranich Durchzügler. Bis zu 40 Prozent des Kranich-Weltbestandes nutzen den westlichen Zugkorridor, der über Rheinland-Pfalz führt.

Von Mitte Oktober bis Mitte November lassen sich an Tagen mit guten Zugbedingungen zehntausende Kraniche an einer Stelle zählen. Die meisten Tiere kommen aus Skandinavien, Mittel- und Osteuropa.

Auf dem Weg in ihre Winterquartiere, in den milden Regionen von Südfrankreich oder Spanien liegen ihre großen Rastgebiete in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Neben den Kranichen sind jetzt auch zahlreiche Rotmilane, Feldlerchen und Buchfinken auf dem Weg in den warmen Süden.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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