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Martin-Luther-Grundschule zieht im Sommer um
Schul-Baustelle liegt voll im Zeitplan

Baustellenbesuch mit Armin Brast, Jörg Pfeifer und Joachim Brenner (v.l.): Nach den Sommerferien werden die Rigipsplatten verschwunden sein, dann werden hier Grundschüler das Bild prägen.
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  • Baustellenbesuch mit Armin Brast, Jörg Pfeifer und Joachim Brenner (v.l.): Nach den Sommerferien werden die Rigipsplatten verschwunden sein, dann werden hier Grundschüler das Bild prägen.
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damo Betzdorf.  Liebe auf den ersten Blick hat das Kollegium der Martin-Luther-Grundschule für das neue Schulgebäude an der Schützenstraße sicher nicht empfunden. Zum einen, weil die alte Schule am Fuße des Molzbergs trotz aller Mängel vielen Schülern und Lehrern ans Herz gewachsen ist. Zum anderen aber auch, weil das neue Domizil noch nicht die Wohlfühl-Atmosphäre einer gewachsenen Grundschule bietet. Wohlgemerkt: noch. Denn die Chancen stehen gut, dass auch die Vernunftehe am Ende alle Beteiligten glücklich machen wird. Das jedenfalls ist der Eindruck, der sich jetzt bei einem Baustellenbesuch der SZ mit Schulleiter Jörg Pfeifer, dem Betzdorfer Beigeordneten Joachim Brenner und Armin Brast vom Bauamt eingestellt hat.

damo Betzdorf.  Liebe auf den ersten Blick hat das Kollegium der Martin-Luther-Grundschule für das neue Schulgebäude an der Schützenstraße sicher nicht empfunden. Zum einen, weil die alte Schule am Fuße des Molzbergs trotz aller Mängel vielen Schülern und Lehrern ans Herz gewachsen ist. Zum anderen aber auch, weil das neue Domizil noch nicht die Wohlfühl-Atmosphäre einer gewachsenen Grundschule bietet. Wohlgemerkt: noch. Denn die Chancen stehen gut, dass auch die Vernunftehe am Ende alle Beteiligten glücklich machen wird. Das jedenfalls ist der Eindruck, der sich jetzt bei einem Baustellenbesuch der SZ mit Schulleiter Jörg Pfeifer, dem Betzdorfer Beigeordneten Joachim Brenner und Armin Brast vom Bauamt eingestellt hat.

„Aus Sicht eines Schulleiters war das Gebäude an der Martin-Luther-Straße eine tolle Schule“, redet Pfeifer nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir trauern jetzt schon den warmen Tönen und dem Mehrzweckraum nach“, sagt er. Aber das ist in erster Linie das Bauchgefühl – Pfeifer weiß natürlich genau, dass das alte Schulgebäude in Sachen Brandschutz und Platzbedarf schlichtweg an seine Grenzen stößt.

Armin Brast, der Techniker, sieht all das noch rationaler: „In praktisch allen Etagen gibt es dort noch Holzbalkendecken“, erklärt er, „ein Feuer könnte sich dort innerhalb von Minuten bis ins Dachgeschoss durchfressen“. Um dieses Problem zu lösen, hätte das alte Gebäude praktisch entkernt werden müssen: „Die Kosten wären dreimal so hoch ausgefallen wie hier oben.“ Außerdem wäre es am alten Standort reichlich eng geworden. Denn die Martin-Luther-Grundschule ist ab Sommer nicht mehr nur Schwerpunktschule, sondern auch Ganztagsschule. „Die Schule muss barrierefrei sein, wir brauchen eine Mensa mit Küche und sanitären Anlagen, einen Ruheraum, einen Spieleraum: All das wäre nicht umsetzbar gewesen“, sagt Brenner – zumal im Sommer sogar vier erste Klassen eingeschult werden.

Also: Rational betrachtet spricht praktisch alles für den Umzug – aber gefühlt steht dort oben an der Schützenstraße eben (noch) keine Grundschule. Lange und dunkle Fluren mit deckenhohen Wandfliesen, naturwissenschaftliche Räume mit Gasleitungen und gefliesten Lehrerpulten, ein kleinerer Schulhof: Dass all diese Attribute im Grundschul-Kollegium eine gewisse Zurückhaltung ausgelöst haben, liegt auf der Hand. Aber: Genau diese Punkte werden abgearbeitet, besser: weggearbeitet.

Denn aktuell ist die frühere Bertha eine einzige große Baustelle. Hier legen ein paar Handwerker Fliesen, dort flitzt ein Elektriker durchs Treppenhaus, in der künftigen Mensa wummert der Abbruchhammer: „Hier wird überall gearbeitet“, sagt Brenner. Und damit übertreibt er nicht.

All diese Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Schule ausgeführt. Regelmäßig finden Baubesprechungen statt, der Draht zwischen Verwaltung und Schule ist kurz. Und so sind Stück für Stück viele Wünsche und Anliegen der Schulgemeinschaft umgesetzt worden, freut sich Jörg Pfeifer.
Wände sind versetzt worden, Decken werden in helleren Farben neu abgehängt. In den Fluren soll eine smarte LED-Steuerung soll dafür sorgen, dass es keine dunklen Ecken mehr gibt. Die naturwissenschaftlichen Fachräume sind in helle Klassenzimmer umgebaut worden, und viele Neben- und Funktionsräume ermöglichen eine individuelle pädagogische Nutzung. In allen Räumen liegen dank des Digitalpakts Glasfaserkabel. Und auf dem Schulhof wird nicht nur das bewährte Klettergerüst einen neuen Platz finden, sondern auch ein weiteres Spielgerät für den Innenhof dazukommen.

„Wir haben die Chance bekommen, die neue Schule mitzugestalten“, sagt Pfeifer. Und beim Rundgang wird deutlich, dass er und sein Kollegium diese Chance auch genutzt haben – auch wenn’s bisweilen ein ziemlicher Spagat zwischen pädagogischen, baurechtlichen und finanziellen Ansprüchen gewesen sein dürfte.

Gerade für die Bauabteilung der Betzdorfer Verwaltung war und ist die Baustelle anspruchsvoll. Zum einen, weil während der bereits laufenden Arbeiten neue Aufgaben dazukamen: einmal wegen des Entschlusses, ein Ganztagsangebot zu schaffen, ein zweites Mal, weil neue Fördertöpfe angezapft werden konnten. Zum anderen aber, weil natürlich die Zeit drängt: Nach den Sommerferien will die Martin-Luther-Grundschule in der Schützenstraße angekommen sein. „Der Umzug soll in den Sommerferien stattfinden“, sagt Armin Brast. Und er ergänzt: „Stand heute werden wir das auch hinkriegen.“

Baustellenbesuch mit Armin Brast, Jörg Pfeifer und Joachim Brenner (v.l.): Nach den Sommerferien werden die Rigipsplatten verschwunden sein, dann werden hier Grundschüler das Bild prägen.
Noch ist die künftige Mensa eine Baustelle.
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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