Landtagswahl: Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain
Sichere Bank für Christdemokraten

Die Ergebnisse aus der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain.

goeb Betzdorf/Gebhardshain. Für die Christdemokraten ist die noch relativ junge Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain eine sichere (schwarze) Bank mit dem Potenzial, den Landestrend umzukehren, wenn es sein muss. So verwundert es nicht, dass die Christdemokraten in der großen und wirtschaftlich starken Verbandsgemeinde im Oberkreis den Ton angeben (41 Prozent Landesstimmen und 50,6 Wahlkreisstimmen). Hätte Baldauf überall eine solche Basis, er wäre wohl Ministerpräsident geworden.

Wäschenbach und Brenner machen guten Job

Dass dies vor allem die Ernte ist, die der omnipräsente Michael Wäschenbach einfährt, liegt auf der Hand. Der Wallmenrother hat nicht nur ein Gespür für die wichtigen Themen, er geht auf die Menschen zu. Mehr noch: Als das „Höhendorf“ und seine Trabanten im Zuge der reibungsarmen Fusion zum „Auenland“ stieß, „schwemmten“ die Gebhardshainer CDUler geschickt eine stattliche Anzahl erfahrener konservativer Kommunalpolitiker in den VG-Rat. Auch der Gebhardshainer Joachim Brenner, Beigeordneter der Verbandsgemeinde und zurzeit Vertreter des erkrankten Bürgermeisters Brato, macht einen guten Job. Der Christdemokrat, stellv. Kreisvorsitzender, lässt die Parteipolitik natürlich außen vor, ein konservatives Gepräge trägt die VG-Politik allemal.

Bätzing-Lichtenthäler hat es schwerer

Sabine Bätzing-Lichtenthäler kann als Ministerin mit großem Geschäftsbereich natürlich nicht so präsent vor Ort sein wie ihr Mitbewerber. Das Gesundheitsministerium ist in Corona-Zeiten auch kein Pfund, mit dem man wuchern kann. Und: Die Ärzte-Krise in der jüngeren Vergangenheit ist hier unvergessen geblieben. SBL konnte damit nicht punkten. Viel Porzellan ging darüber zu Bruch.

AfD rutscht ab

Die SPD (26,4) büßt 5 Punkte im Wahlkreis ein. Die CDU legt 2 zu. Desaströs ist das Ergebnis der AfD (7,8). Die Alternative für Deutschland rutscht in der VG bei den Landesstimmen um 4,9 Prozent ab. Dass sich die Grünen neu aufgestellt haben, ist dem Wahlvolk nicht verborgen geblieben. Mit 6,1 Prozent bei den Landesstimmen und 6,8 bei den Wahlkreisvoten haben die Grünen bis 3 Prozent zugelegt. Umweltthemen sind heute wichtiger als früher.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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