SZ

Betzdorfer Hausbesitzer sollen etwas mehr Zeit bekommen
Stadt verzichtet auf „Vorausleistungen“

Dieser Teil der Gregor-Wolf-Straße ab Einmündung Jung-Stilling-Straße ist noch nicht erschlossen. Das will die Stadt zusammen mit dem 410 Meter langen Ausbaustück in Richtung Wilhelmstraße nun in Angriff nehmen.
  • Dieser Teil der Gregor-Wolf-Straße ab Einmündung Jung-Stilling-Straße ist noch nicht erschlossen. Das will die Stadt zusammen mit dem 410 Meter langen Ausbaustück in Richtung Wilhelmstraße nun in Angriff nehmen.
  • Foto: Rainer Schmitt
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

goeb Betzdorf. Die Lasdorfer Straße, die Marienstraße, der Helenenweg sowie die Gregor-Wolf-Straße zählen zum ersten halben Hundert an Straßen, die in Betzdorf zwar alt, aber nie erschlossen worden sind.Das nimmt die Stadt nun in Angriff. Sie muss es tun, da in den kommenden Jahren auf wiederkehrende Straßenausbaubeiträge (wkB) umgestellt wird.
Einen solchen Systemwechsel, wie vom Land Rheinland-Pfalz beabsichtigt, kann die Stadt nicht vollziehen, wenn sie über so viele unerschlossene Straßen verfügt. Weil es die Anwohner viel Geld kostet (90 Prozent der Kosten tragen sie bei einer klassischen Ersterschließung selbst), sind solche Projekte höchst unbeliebt.

goeb Betzdorf. Die Lasdorfer Straße, die Marienstraße, der Helenenweg sowie die Gregor-Wolf-Straße zählen zum ersten halben Hundert an Straßen, die in Betzdorf zwar alt, aber nie erschlossen worden sind.Das nimmt die Stadt nun in Angriff. Sie muss es tun, da in den kommenden Jahren auf wiederkehrende Straßenausbaubeiträge (wkB) umgestellt wird.
Einen solchen Systemwechsel, wie vom Land Rheinland-Pfalz beabsichtigt, kann die Stadt nicht vollziehen, wenn sie über so viele unerschlossene Straßen verfügt. Weil es die Anwohner viel Geld kostet (90 Prozent der Kosten tragen sie bei einer klassischen Ersterschließung selbst), sind solche Projekte höchst unbeliebt.

Proteste zahlreicher betroffener Anlieger

Das zeigte sich im Vorfeld und während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, als viele Bürger dieser Straßen protestierten. Ihnen war oft nicht deutlich, warum gerade sie in der ersten Marge der Straßen sein sollten, die ausgebaut werden (die SZ berichtete). Schonen konnte der Stadtrat sie indes nicht. Man müsse schließlich mal anfangen, hieß es. Dass irgendwann ausgebaut werde, das sei jedem klar gewesen. Gleichwohl sagten etliche Anwohner, dass sie das Geld für die Erschließung nicht oder nicht sofort hätten.

Härten sollen abgefedert werden

In der Stadtratssitzung am Donnerstag gab Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer bekannt, dass man die Härten nun etwas abfedern will. „Es gibt folgenden Vorschlag und Entgegenkommen meinerseits“, sagte Geldsetzer. „Die Stadt Betzdorf verzichtet bei den genannten Fällen auf die Erhebung von Vorausleistungen.“
Ein Beitragsanspruch der Stadt, der nach Eingang der letzten Rechnung der Bauunternehmer festgesetzt werde, ergebe sich dann Mitte 2022, wenn die Straße fertig erschlossen werde. Die Abrechnung und Veranlagung der betreffenden Bürger erfolge dann erst 2023. Diesem Vorgehen muss formal noch der Stadtrat zustimmen.

Straßenleuchten und Glasfaseranschluss

Auch um die Gregor-Wolf-Straße ging es vor Kurzem. Sie soll von der Wilhelmstraße bis zur Jung-Stilling-Straße auf 410 Metern Länge ausgebaut werden, der hintere Teil – ab Jung-Stilling-Straße bis Höhe Lidl (130 Meter) – muss noch erschlossen werden, wie André Krusche vom Betzdorfer Bauamt darlegte.
Baubeginn ist kommendes Frühjahr, im November 2021 will man fertig sein. Während der zu erschließende Teil den Charakter eines geteerten Feldwegs besitzt, ist auch der lange Ausbau-Abschnitt „sehr mangelhaft“, wie Krusche darlegte.
Ad acta gelegt wurde die teure Ausbauvariante, die Plateaus vorsieht, die schnelles Fahren verhindern. Man möchte einen 1,5 Meter breiten Gehweg bauen. Die Gregor-Wolf-Straße ist unterschiedlich breit, zwischen 3,7 und 5 Metern.
Die Stadt beabsichtigt, auch 15 neue Straßenleuchten aufzustellen, die Regionale Entwicklungsgesellschaft (REG) Betzdorf sorgt für Glasfaseranschluss zu den Häusern.
Wo die Gregor-Wolf-Straße in die Wilhelmstraße mündet (Steilstück), gibt es aktuell noch keinen Gehweg. Den wünschen sich aber viele Anwohner, weshalb man ihn auch dort vorsieht. Genügend Platz dafür sei da, hieß es.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Tablet-Aktion der Siegener Zeitung
SZ-Abo abschließen und Tablet sichern

Mit einem Abo der Siegener Zeitung kommen Sie jetzt gleichzeitig auch an ein Tablet Ihrer Wahl. Immer und überall informiert mit dem E-Paper... lesen, wo ich will; ... über die Suchfunktion schnell finden, was mich interessiert; ... gleicher Inhalt in praktischer Form; ... mit Zoomfunktion. Jetzt exklusiv: die Tablet-Bundle-Aktion  Beinahe geschenkt: Erhalten Sie kostengünstig ein Tablet Ihrer Wahl bei Abschluss eines Abos der Siegener Zeitung. Möchten Sie Ihr neues Tablet gleich zum Lesen...

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen