Sterben in Scheuerfeld wird teurer

Die Friedhofsgebühren gehen kräftig in die Höhe

ubau Scheuerfeld. Das Sterben in Scheuerfeld wird in den nächsten Jahren teu(r)er. Gestern Abend beschloss der Rat mit den Stimmen der CDU-Mehrheit eine kräftige Anhebung der Friedhofsgebühren. Gegen die neuen »Tarife« sprachen sich die SPD und die FWG aus. Zwar sahen auch sie es als unausweichlich an, die Gebühren zu erhöhen – jedoch in moderaterem Maße.

Die Scheuerfelder müssen demnächst bei einem Trauerfall tief in die Geldbörse greifen. So kostet eine Reihengrabstätte ab dem 1. Januar nächsten Jahres 226 Euro, zwei Jahre später sind immerhin schon 370 Euro fällig. Noch drastischer fällt die Anhebung bei Tiefengrabstätten aus. Sind 2004 noch 825 Euro zu berappen, so werden die Bürgerinnen und Bürger aus der Sieggemeinde in 2006 mit 1453 Euro zur Kasse gebeten. Die Benutzung der Leichenhalle geht richtig ans Portemonnaie 183 Euro kostet die Aufbewahrung einer Leiche im nächsten Jahr, 447 Euro dann ab dem 1. Januar 2006. »Ein Tag in der Leichenhalle wird demnächst teurer als ein Aufenthalt in einem Luxushotel«, kommentierte Olaf Paulsen (SPD) süffisant.

Bis die Anhebung der Friedhofsgebühren in oben geschildertem Umfang in trockenen Tüchern war, verging gestern jedoch einige Zeit. SPD und FWG wollten sich partout nicht mit dem ausgearbeiteten Vorschlag der Verwaltung anfreunden. »Die Belastung, die auf die Bürger zukommt, ist dramatisch«, monierte FWG-Fraktionssprecher Günther Klein. »Aus meiner Sicht ist noch nicht abschließend geklärt, ob eine Erhöhung in diesem Maße zwingend notwendig und rechtlich in Ordnung ist«, fuhr Klein fort. Auch sei es sinnvoll, zunächst einmal Fachleute zu diesem Punkt zu hören – beispielsweise die Aufsichtsbehörde des Gemeinde- und Städtetages. Für Reiner Hollmann (SPD) fiel die Gebührenerhöhung »völlig aus dem Rahmen«. Eine Anhebung sei sinnvoll, »aber nicht in diesem Maße«, sagte der Sozialdemokrat. Seine Fraktion und die FWG beantragten daher die Rücküberweisung des Tagesordnungspunktes in den Haupt- und Finanzausschuss.

Diesen Antrag »schmetterte« die christdemokratische Mehrheit jedoch ab. Damit das Abstimmungsergebnis dann auch noch für die Nachwelt festgehalten wird, plädierte SPD-Sprecher Olaf Paulsen für eine namentliche Abstimmung. Dagegen hatte auch die CDU-Fraktion nichts – und so wurden am Ende die Namen der acht CDU-Befürworter genauso festgehalten wie die der sechs Ratsmitglieder, die gegen die Anhebung der Friedhofsgebühren votierten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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