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Betzdorfer Lateinschüler für Projekt geehrt
Sütterlin statt TikTok

Zwölf Sechstklässler aus den Lateinklassen nahmen erfolgreich am Europäischen Wettbewerb teil, der betreuende Lehrer Jens Wöllner (hinten l.) und Schulleiter Joachim Langhauser zeigten sich mächtig beeindruckt.
  • Zwölf Sechstklässler aus den Lateinklassen nahmen erfolgreich am Europäischen Wettbewerb teil, der betreuende Lehrer Jens Wöllner (hinten l.) und Schulleiter Joachim Langhauser zeigten sich mächtig beeindruckt.
  • Foto: Thorsten Stahl
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

thor Betzdorf. Mag sich Europa in Brüssel oder Straßburg gelegentlich desaströs präsentieren – es gibt auch Ebenen, wo das Miteinander, das Zuhören, die gemeinsame Idee und das Lernen voneinander noch funktionieren. Dazu gehören viele, viele Schulen – und mittendrin das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen. Am Struthof ist Europa mehr als ein Versprechen. Wie sich dieser Tage einmal mehr zeigte.

Mit zwölf Lateinschülern aus der Jahrgangsstufe 6 hatte sich die Schule am 68. Europäischen Wettbewerb beteiligt und wurde als einzige in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Dabei war nicht nur das eigentliche Projekt bemerkenswert, sondern auch die Tatsache, dass sich die Schüler noch neben dem Online-Unterricht freiwillig Mehrarbeit aufgeladen hatten.
Konversation nur mit Emojis?

thor Betzdorf. Mag sich Europa in Brüssel oder Straßburg gelegentlich desaströs präsentieren – es gibt auch Ebenen, wo das Miteinander, das Zuhören, die gemeinsame Idee und das Lernen voneinander noch funktionieren. Dazu gehören viele, viele Schulen – und mittendrin das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen. Am Struthof ist Europa mehr als ein Versprechen. Wie sich dieser Tage einmal mehr zeigte.

Mit zwölf Lateinschülern aus der Jahrgangsstufe 6 hatte sich die Schule am 68. Europäischen Wettbewerb beteiligt und wurde als einzige in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Dabei war nicht nur das eigentliche Projekt bemerkenswert, sondern auch die Tatsache, dass sich die Schüler noch neben dem Online-Unterricht freiwillig Mehrarbeit aufgeladen hatten.

Konversation nur mit Emojis?

Zunächst hatten sich die Kinder im Unterricht unter dem Motto „Littera scripta manet!“ mit der Geschichte der Schrift und Kommunikation beschäftigt. Die Idee stammte von einer Schule aus Slowenien. Mit dabei waren noch eine weitere Schule aus Bissingen sowie eine aus Österreich. Selbstständig – durch Recherchen im Internet – verschafften sich die jungen Gymnasiasten u. a. einen Zugang zum Sütterlin und gingen der Frage nach, ob eine komplette Konversation mit Emojis geführt werden kann. Diese Eigenständigkeit hob auch der betreuende Lehrer Jens Wöllner hervor, mittlerweile eine Art „Mr. Europa“ des Gymnasiums.

"Die internationale Ausrichtung der Schule ist noch ein bisschen gestärkt worden."
Joachim Langhauser
Schulleiter

„Ich habe gemerkt, wie interessant das ist mit den verschiedenen Schriften und Sprachen“, meinte Chiara. „Und ich fand es cool, dass wir mit Schulen aus anderen Ländern gearbeitet haben“, schloss sich Johanna an. Als Bonus gab es noch 100 Euro für einen Workshop in Rheinbrohl zum Thema „Papyrus, Pergament und Co. - eine römische Schreibstube“. Auch Schulleiter Joachim Langhauser zeigte sich beeindruckt von dem, was da auf die Beine gestellt wurde. „Die internationale Ausrichtung der Schule ist noch ein bisschen gestärkt worden.“

Fördermittel für mehr Projekte

Und sie wird noch stärker. Wie Wöllner berichtete, hat sich das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium bis 2027 für das Programm Eramus+ akkreditiert. Mit jährlichen Fördermitteln können so weitere Projekte quer durch alle Jahrgänge und der Austausch auf den Weg gebracht werden. Dazu musste die Schule verschiedene Ziele definieren. Die lauten: Ausbau der internationalen Kontakte, Förderung der Digitalisierung, ökologische Nachhaltigkeit, Stärkung von MINT-Fächern, Demokratiebildung, Förderung der Gesundheit und der Persönlichkeitsentwicklung sowie Beschäftigung mit verschiedenen Facetten der Kommunikation.

„Wichtig ist, dass wir immer eine europäische Partnerschule aus dem Ausland haben“, sagte Wöllner. Schüler können dann mehrwöchige Praktika machen, Lehrer an den jeweiligen Schulen hospitieren und unterrichten. Besonders die Zusammenarbeit mit osteuropäischen Schulen funktioniere hervorragend, berichtete Wöllner. Mancher direkte Nachbar sei eher „gesättigt“. Von diesem „Bauchgefühl“ kann in Sachen Europa in Betzdorf noch keine Rede sein.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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