Fieberambulanz AK zieht Zwischenbilanz
Testquote deutlich erhöht

Die Fieberambulanz in Altenkirchen schränkt ihre Öffnungszeiten ein – aber nicht, weil zu wenig Nachfrage besteht. Dort wird kaum noch ein Patient ohne Abstrich nach Hause geschickt.  Archivfoto: damo
  • Die Fieberambulanz in Altenkirchen schränkt ihre Öffnungszeiten ein – aber nicht, weil zu wenig Nachfrage besteht. Dort wird kaum noch ein Patient ohne Abstrich nach Hause geschickt. Archivfoto: damo
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

damo Altenkirchen. Die Fieberambulanz in Altenkirchen verkürzt ihre täglichen Öffnungszeiten: Ab Montag ist nur noch vormittags geöffnet, und zwar von 10 bis 12 Uhr. Auf den ersten Blick erstaunt diese Nachricht aus dem Krankenhaus – schließlich muss man davon ausgehen, dass die Zahl der Tests auf das Coronavirus weiter steigen wird. Aber das Krankenhaus hat gute Gründe, das Zeitfenster kleiner zu machen.

Denn in den ersten beiden Wochen hat sich in der Kreisstadt deutlich gezeigt, dass die bisherigen Öffnungszeiten nicht mit der Tagesplanung der Nutzer übereingestimmt haben: „Zu uns kommen täglich etwa 25 bis 30 Patienten, die getestet werden wollen. Und 23 davon kommen zwischen 10 und 12 Uhr“, erklärt Chefarzt Dirk Werner auf Nachfrage der SZ. „Also haben wir beschlossen, unsere Kapazitäten auf die Vormittage zu konzentrieren.“ Denn natürlich gilt auch im Altenkirchener Krankenhaus: Das medizinische Personal ist derzeit massiv gefordert, unnötiger Leerlauf ist das Letzte, was im Moment gebraucht wird.

Die verkürzten Öffnungszeiten in Altenkirchen sind aber kein Dogma – und sie stehen einem schnellen Test im Notfall auch nicht entgegen. Denn das Krankenhaus bietet in der Zeit von 7.30 Uhr bis 15 Uhr – also sogar über die bisherigen Betriebszeit der Fieberambulanz hinaus – eine telefonische Hotline an. „Auf jeden Fall steht in dieser Zeit ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt Werner. Und falls sich im Telefongespräch herausstellen sollte, dass ein Corona-Test nicht bis zum nächsten Tag warten kann, würde auch nachmittags ein Abstrich ermöglicht.

Im Gespräch mit der SZ machte der Altenkirchener Chefarzt auch deutlich, dass die Fieberambulanz nach seiner Einschätzung rund läuft – sowohl, was die internen Abläufe angeht, als auch, was die „Kundenkontakte“ betrifft.

Zur internen Organisation: „Wir bekommen viel Unterstützung aus den anderen Abteilungen in unserem Haus“, betonte Werner. Eine gute personelle Ausstattung der Fieberambulanz sei also jederzeit gewährleistet.

Zu den externen Kontakten: „Das läuft alles sehr diszipliniert und gut ab. Es hat noch nicht einen einzigen Zwischenfall gegeben.“ Die leisen Bedenken, die die Polizei anfangs geäußert habe, seien bisher unbegründet gewesen.

Das sei vor allem damit zu erklären, dass die Menschen, die mit dem Wunsch nach einem Test in die Fieberambulanz kommen, sehr gut informiert seien. Anfangs sei etwa ein Drittel derer, die zum Testen gekommen seien, ohne Abstrich nach Hause geschickt worden. Diese Quote sei mittlerweile aber verschwindend gering. Das erklärte der Mediziner zum einen damit, dass auch das Robert-Koch-Institut seine Kriterien gelockert habe, zum anderen aber sei deutlich, dass die Bevölkerung mittlerweile umfassend Bescheid wisse. „Es kommt praktisch keiner mehr, der einfach nur den Wunsch hat, getestet zu werden. Nahezu alle haben mittlerweile eine klare Indikation für einen Abstrich.“

Natürlich beschränkt sich das Altenkirchener Krankenhaus im Kampf gegen Corona nicht auf die Fieberambulanz: Auch für die stationäre Behandlung ist die DRK-Klinik gerüstet. Sechs Plätze mit Beatmungsgerät stehen aktuell zur Verfügung – kein einziger davon wird bislang von einem Covid-19-Patienten in Anspruch genommen.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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