Tolle Motive aus 15000 Dominosteinen

Jugendrotkreuzler ließen Steine zweimal fallen/Komplette Stadthalle war belegt

rai Betzdorf. Eine Gaudi der Extraklasse gab es am Samstag in der Stadthalle Betzdorf zu sehen: 150 Jugendrotkreuzler hatten 15000 Dominosteine anlässlich des 1. JRK-Dominodays aufgebaut und zum Fallen gebracht – insgesamt sogar zweimal.

Samstagmorgen, 10 Uhr: 20 Bananenkisten, voll mit den Riesendominosteinen mit den Abmaßen 11 mal 5 mal 1,5 Zentimeter und bunt bemalt, standen bereit, um die in Hunderten von Gruppenstunden ausgetüftelten Motive aufzubauen. Jede der zehn Gruppen hatte ein eigenes Motiv entworfen. Die gesamte Fläche des großen Saals in der Stadthalle war erforderlich, um alle Bilder darzustellen. Eine echte Fleißarbeit. Vor allem bei den Motiven, wo die umgefallenen Steinen ein bestimmtes Bild zeigen sollten. So z.B. beim JRK Daaden, das die JRK-Kampagne »Bleib cool ohne Gewalt« aufgebaut hatte, oder beim JRK Niederfischbach. Bei dessen Motiv wurde nach dem Umfallen das JRK-Logo, die Weltkugel, sichtbar – da musste jeder der nummerierten Dominosteine exakt platziert werden.

Viel Fingerspitzengefühl

Daneben war aber auch viel Fingerspitzengefühl erforderlich, um zu vermeiden, dass ein einziger Stein die bereits geleistete Arbeit wieder buchstäblich zu Fall brachte. »Es gab beim Aufbauen der Dominosteine schon mehrere Unfälle«, berichtete JRK-Sachbearbeiterin Andrea Schneider. Nach zweieinhalb Stunden war es dann geschafft. Alle Holzklötzchen standen und die Verbindungslinien waren geschlossen. Gemeinsam zählten die Jugendrotkreuzler bei der Spaß-Aktion den Countdown für den Start der Generalprobe herunter. »Wir wollten testen, ob es irgendwo noch hakt und etwas an Übergängen und Radien korrigiert werden muss«, berichtete JRK-Kreisleiter Patric Frisch.

Nach etwa zehn Minuten waren fast alle Steine von selbst gefallen. Die »Achillesferse« der Motive waren die 180-Grad-Richtungswender, für die übrigens jede Gruppe ein eigenes Prinzip entworfen hatte. Nach der Generalprobe hieß es wieder: »Aufbauen!« Stein für Stein wurde der Regenbogen des JRK aufgebaut, ebenso wie das Segelschiff »Reif für die Insel« der Herdorfer, der Herzschlag der Birken-Honigsessener oder der in Blau und Rot gehaltene Blutkreislauf der Wehbacher. Deren Motiv führte schnurstracks in den Flusslauf der Sieg. An den Ufern hatte das JRK Brachbach Ortsnamen angebracht, die erst beim Fallen der Steine sichtbar wurden. Die Sieg mündete in das kunterbunte Fußballstadion mit auslaufender Mannschaft, ein Werk des JRK Hamm.

Gegen 16 Uhr standen wieder alle 15000 Dominosteine. Von dem Gesamtbild zeigte sich auch JRK-Landesleiter Udo Eller, der eigens aus Mainz für den Dominoday angereist war, sichtlich beeindruckt und stellte fest: »Vom JRK-Kreisverband Altenkirchen ist man nichts anderes gewohnt.« Dann lief erneut der Countdown, und Eller »stupste« am Motiv des JRK Altenkirchen, das ein Portrait des DRK-Gründers Henry Dunant aufgebaut hatte, den ersten Stein an. Nach etwa zehn Minuten waren alle Steine erneut gefallen und das Publikum honorierte die Gemeinschaftsleistung der 150 Jugendrotkreuzler mit viel Beifall.

Respekt vor den Profis

Im Vorfeld habe es viele tolle Ideen gegeben, beispielsweise für einen Rettungswagen, erzählte Kreisleiter Patric Frisch. Aber im Laufe der weiteren Planung habe man feststellen müssen, dass bestimmte Motive nicht so einfach zu realisieren seien. »Daran erkennt man, welche Profis bei Domino-Weltrekordversuchen am Werk sind«, zollte Frisch den »Kollegen« Respekt. Für den JRK-Dominoday war auch auf eine so genannte Lebenslinie verzichtet worden. Dafür wären weitere 15000 Steine notwendig gewesen. Aber: »Bei der Größe unserer Steine passen nicht viel mehr Steine in die Halle«, berichtete der Kreisleiter.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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