Umzug statt Sanierung

Kath. Kindergarten an der Brunnenstraße zieht in Räume der Martin-Luther-Grundschule

damo Betzdorf. Die Kinder, die derzeit den kath. Kindergarten an der Betzdorfer Brunnenstraße besuchen, bekommen eine neue Vormittagsadresse: Sie ziehen aller Voraussicht nach in die Räume der benachbarten Martin-Luther-Grundschule um.

Hintergrund: Der mehr als 25 Jahre alte Kindergarten müsste von Grund auf saniert werden, berichtete Bürgermeister Michael Lieber. Weil aber die demographische Entwicklung dazu führen wird, dass in Kindergärten und Grundschulen in einigen Jahren viele Räume nicht mehr genutzt werden, reagieren die Betzdorfer mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Statt den Kindergarten aufwändig und kostenintensiv zu sanieren, werden die beiden Gruppen in leer stehenden Räumen der benachbarten Martin-Luther-Grundschule untergebracht.

»Neue pädagogische Konzepte«

Das erspart die teure Sanierung, hat aber nicht nur ökonomische Gründe, berichtete Lieber: »Damit werden auch neue pädagogische Konzepte umgesetzt. Kindergarten und Grundschule können noch enger kooperieren.« Genauere Informationen zum pädagogischen Konzept wird der Betzdorfer Bürgermeister im Rahmen eines Pressegesprächs in der kommenden Woche bekannt geben.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt sowie der Verwaltungsrat der kath. Kirchengemeinde haben bereits grünes Licht zum Umzug gegeben, sagte Lieber. Damit werden in der Martin-Luther-Grundschule auch einige Umbaumaßnahmen nötig: So müssen die Räume für den Kindergarten renoviert und umgestaltet werden. Ferner soll ein Außengelände für den Kindergarten geschaffen werden – einen gemeinsamen Pausenhof für Grundschüler und ihre Nachfolger in spe wird es nicht geben. Die Bauträgerschaft für die Umbaumaßnahmen übernimmt nach SZ-Informationen die Stadt.

Was aus dem Kindergarten-Gebäude wird, ist derzeit noch offen. Das erklärte Pfarrer Georg Koch auf Anfrage der SZ. Er berichtete ferner, dass noch die Genehmigung des Bistums für den Umzug ausstehe: »Wir haben heute ein Schreiben mit unseren Vorstellungen nach Trier geschickt«, sagte Koch. Er habe aber bereits mit Generalvikar Werner Rössel telefoniert, und Rössel habe seine Zustimmung signalisiert. Auch Koch selbst begrüßt den Umzug: »Damit ist eine viel engere Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule möglich. Die Leitungen beider Institutionen werden im viel engeren Dialog stehen, und so wird für die Kinder sicher ein fließenderer Übergang von Kindergarten zu Grundschule möglich sein.«

Nach den Sommerferien Hortplätze

Wenn aus Trier kein Veto kommt, wird der Umzug mutmaßlich schon nach den Sommerferien vollzogen. »Nach Angaben der Stadt sind dann die Baumaßnahmen abgeschlossen«, sagte Koch. Um trotz des Absinkens der Kinderzahlen die Arbeitsplätze der Erzieher sichern zu können, wird der Kindergarten ab dem Sommer auch Hortplätze anbieten, informierte Koch abschließend.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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