Uni Siegen buhlt um die AK-Studenten

Hochschule stellt sich mit allen Fachbereichen beim 1. Studienmarkt in Betzdorf vor

thor Betzdorf. Die Landesgrenze zwischen den Kreisen Altenkirchen und Siegen-Wittgenstein, die für viele Politikerhirne in Mainz und Düsseldorf noch immer eine echte Hürde darstellt, ist gerade für die junge Generation so wenig existent wie ein leibhaftiges Haselhuhn. Das beste Beispiel: Von den derzeit rund 12500 Studenten an der Uni Siegen kommen ca. 1800 (15 Prozent) aus Rheinland-Pfalz. Aus dem Kreis Altenkirchen pendeln davon aktuell 902 angehende Akademiker nach Weidenau ein.

Also: Der studentische Nachwuchs aus dem Nachbarland bzw. -kreis ist für die Uni ein echter Wirtschaftsfaktor, schließlich hat der allgemein schärfere Wettbewerb schon längst die Bildungs- und Lehranstalten erreicht. War es früher auch auf dem Haardter Berg an der Tagesordnung, dass man eher selbstgefällig auf Neuanmeldungen wartete, so sieht man immer mehr und immer häufiger Professoren und Doktoren, die sich außerhalb von Seminaren und Hörsälen um »Nachschub« bemühen.

So wundert es nicht, wenn demnächst – am 6. November – erstmals ein Studienmarkt der Uni Siegen in der Betzdorfer Stadthalle durchgeführt wird, wo sich alle zwölf Fachbereiche mit insgesamt 23 Studiengängen rund 900 Schülern der weiterführenden Schulen aus dem Kreis Altenkirchen vorstellen werden. So sollen den Jugendlichen und natürlich auch den Eltern in einem frühen Stadium Entscheidungshilfen angeboten werden.

Mit im Boot ist auch der Kreis Altenkirchen, schließlich ist es »eine sinnvolle Sache für beide«, wie es gestern im Rahmen eines Pressegesprächs Landrat Dr. Alfred Beth nannte. Während es für die Uni eine ideale Werbeplattform ist, hegt der Kreis großes Interesse an einem ortsnahen und dementsprechend »günstigen« Angebot für die heimischen Abiturienten.

»Die Bande werden noch enger geknüpft«, freute sich Uni-Rektorin Prof. Dr. Theodora Hantos und verwies auf die bereits bestehenden Kooperation, z.B. bei der neuen Technologie-Transferagentur in Niederfischbach. Man strebe zum einen eine »Steigerung der Quantität« an, zum anderen möchte man auch »die besonders Guten« aus dem AK-Kreis nach Siegen holen. Nach Angaben der Rektorin stehen in Weidenau die Chancen sehr gut, schon relativ früh als studentische Hilfskraft mitzuarbeiten bzw. in die Forschung einzusteigen. Hier gebe es besonders bei den Natur- und Ingenieurwissenschaften einen gewissen Mangel. Ein großer Vorteil von Siegen sei zudem der enge Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden, so Prof. Dr. Hantos: »Es nützt einem kein Name eines Superstars, wenn sich dieser nicht um seine Studenten kümmert.«

Beim 1. Studienmarkt werden auch die neu eingerichteten Studiengänge nach dem Bachelor-Master-System erklärt. Neben den Professoren und Mitarbeitern der Zentralen Studienberatung werden Vertreter des BAFöG- und das Arbeitsamts für Fragen rund ums Studium zur Verfügung stehen.

Neben den Gymnasiasten wurden auch die Berufsschüler eingeladen, die in Wissen oder auf dem Molzberg die Fachhochschulreife anstreben. Zwar gibt es bekanntlich mittlerweile keinen FH-Studiengang mehr in Siegen, dennoch steht jungen Menschen ohne die Qualifikation der allgemeinen Hochschulreife noch ein »Hintertürchen« auf, indem diese an der Universität selbst durch Kurse und Prüfungen an der Uni nachgeholt werden kann.

Parallel zu dem Studienmarkt veranstaltet das Ev. Jugendreferat Altenkirchen in Betzdorf eine so genannte »Freiwilligen-Messe«. Dabei soll all jenen Jugendlichen, die nach dem Abitur ein Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr anstreben, ein Überblick über die verschiedenen Organisationen und Angebote verschafft werden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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