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IT-Support an Schulen
Verbandsgemeinden schaffen gemeinsame Stelle

Andreas Hundhausen, Joachim Brenner und Wolfgang Schneider (v. l.), unterzeichneten gemeinsam die Zweckvereinbarung. Mit dabei: die Büroleiter Michael Dützer und Christoph Weber sowie Kämmerer Michael Runkel.
  • Andreas Hundhausen, Joachim Brenner und Wolfgang Schneider (v. l.), unterzeichneten gemeinsam die Zweckvereinbarung. Mit dabei: die Büroleiter Michael Dützer und Christoph Weber sowie Kämmerer Michael Runkel.
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Michael Sauer

nb Betzdorf. Der Server tut seinen Dienst nicht? Die neue Lernsoftware läuft nicht rund? Bei solchen und anderen Problemen wird es zukünftig für 15 Grundschulen aus den Verbandsgemeinden Kirchen, Betzdorf-Gebhardshain und Daaden-Herdorf einen gemeinsamen festen Ansprechpartner geben.
Die drei Verbandsgemeinden haben sich nämlich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Aufgabe IT-Support (also die Bereitstellung, Fehlerbehebung und Wartung bei allem rund um die Informationstechnik) an den Schulen zu stemmen. Am Freitag haben die Bürgermeister Andreas Hundhausen (Kirchen), Wolfgang Schneider (Daaden-Herdorf) und der
1. Beigeordnete der VG Betzdorf-Gebhardshain, Joachim Brenner, im Betzdorfer Rathaus eine entsprechende Zweckvereinbarung unterzeichnet.

nb Betzdorf. Der Server tut seinen Dienst nicht? Die neue Lernsoftware läuft nicht rund? Bei solchen und anderen Problemen wird es zukünftig für 15 Grundschulen aus den Verbandsgemeinden Kirchen, Betzdorf-Gebhardshain und Daaden-Herdorf einen gemeinsamen festen Ansprechpartner geben.
Die drei Verbandsgemeinden haben sich nämlich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Aufgabe IT-Support (also die Bereitstellung, Fehlerbehebung und Wartung bei allem rund um die Informationstechnik) an den Schulen zu stemmen. Am Freitag haben die Bürgermeister Andreas Hundhausen (Kirchen), Wolfgang Schneider (Daaden-Herdorf) und der
1. Beigeordnete der VG Betzdorf-Gebhardshain, Joachim Brenner, im Betzdorfer Rathaus eine entsprechende Zweckvereinbarung unterzeichnet.

Zum Hintergrund: Seit dem Beginn des Schuljahres 2021/22 sind die Schulträger verantwortlich für die Lehr- und Lernmittelinfrastruktur. Heißt also, den Trägern obliegt die laufende Administration und der technische Support der Systeme.

IT-Support an Schulen: Bedeutung steigt

Dies sei eine „nicht zu unterschätzende Aufgabe“ – und zwar was sowohl die Quantität als auch die Qualität angehe, betonte Joachim Brenner am Freitag. Büroleiter Christoph Weber sei deshalb auf die Idee gekommen, die Nachbarverbandsgemeinden Kirchen und Daaden-Herdorf mit ins IT-Boot zu holen. Und die Zahl der Beteiligten könnte noch wachsen, enthält die Zweckvereinbarung doch eine Klausel, dass sich auch Grundschulen, die in Trägerschaft einer Ortsgemeinde sind, anschließen können. Weitefeld hat in der jüngsten Ratssitzung diesen Entschluss bereits gefasst, in Scheuerfeld beispielsweise steht er noch aus. Für die neue Aufgabe wurde eine neue Stelle geschaffen, die ein, laut Brenner, „hochqualifizierter Mitarbeiter“ aus der Betzdorfer Verwaltung bekleiden wird. Los gehen wird es am 1. Januar, die Kostenverteilung erfolgt je nach Einsatz.

„Es ist sicherlich nicht alltäglich, dass sich drei Nachbarn zusammenschließen“, so Brenner vor Unterzeichnung der Vereinbarung. Andreas Hundhausen bekundete Dankbarkeit für diesen Schritt, schließlich sei der IT-Support ein nicht unbedingt „einfaches Thema“, das nicht jeder vorhalten müsse.
Michael Runkel, Kämmerer der VG Daaden-Herdorf, an dessen Fachbereich das Thema Informationstechnologie eingebunden ist, wies auf die gestiegene und noch steigende Bedeutung der IT an Schulen hin – was nicht zuletzt durch die Pandemie offenkundig geworden ist. „Jeder Schüler, jeder Lehrer wird künftig ein Tablet vor sich haben“, zeigte sich Runkel überzeugt.

Jeder Schüler, jeder Lehrer wird künftig ein Tablet vor sich haben.
Michael Runkel
Kämmerer der VG Daaden-Herdorf

Bisher lief der IT-Support über Freistellung von Lehrern oder Werkverträge mit externen Dienstleistern. Nun also sind die Schulträger verantwortlich für Lehr- und Lerninfrastruktur und müssen auch die Kosten stemmen. Vom Land gibt es einen Zuschuss: elf Euro pro Schüler und Schuljahr.
Zu wenig für Wolfgang Schneider, der „Richtung Land“ die Botschaft schickte: „Das Ganze ist ja nicht spottbillig.“ Man sehe jetzt schon, „dass es eine finanzielle Schieflage gibt“.
Von „erheblichen zusätzlichen Kosten“ für die Kommunen sprach auch Christoph Weber. Auch sei Fachkräftegewinnung im IT-Bereich alles andere als einfach.

IT-Support an Schulen: Zweckvereinbarung läuft 36 Monate 

Rund ist es demnach aber zwischen den drei Partnern gelaufen, so Weber. Zügig sei auf die Zweckvereinbarung hingearbeitet worden: „Das war von Anfang an eine Partnerschaft.“
36 Monate wird das „Experiment“ Zweckvereinbarung nun erst einmal laufen, regelmäßig sollen Abstimmungen zwischen den Partnern erfolgen.

Im Blick werden dann auch die Bedarfe der Schulen stehen. Eingerichtet werden soll ein Bereitschaftsdienst mit sogenanntem Ticketsystem: Dabei läuft die Meldung eines Ratsuchenden in der Verwaltung in digitaler Form auf, der IT-ler kann dann entscheiden, ob er „ausrücken“ muss oder das Problem so lösen kann. Zudem sollen bestimmte Reaktionszeiten angelegt werden.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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