Auftrag für Anlage in Wallmenroth vergeben
Verbrennungsanlage könnte 2023 starten

Millionenprojekt auf den Weg gebracht: Die Gesellschafter der KKV AK GmbH haben jetzt den Auftrag für die Klärschlamm-Verbrennungsanlage in der Muhlau in Wallmenroth vergeben.
  • Millionenprojekt auf den Weg gebracht: Die Gesellschafter der KKV AK GmbH haben jetzt den Auftrag für die Klärschlamm-Verbrennungsanlage in der Muhlau in Wallmenroth vergeben.
  • Foto: KKV
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Wallmenroth. Die Anlage für Klärschlamm-Verbrennung in der Muhlau könnte im Jahr 2023 den Betrieb aufnehmen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gesellschaftversammlung hervor.
Bereits mehrfach hat die SZ über das Projekt in Wallmenroth berichtet. Aufgrund der Änderungen der Klärschlamm- und der Düngeverordnung im Jahr 2017 wurde die bis dahin überwiegend landwirtschaftliche Verwertung des anfallenden Klärschlamms massiv erschwert. Daneben soll bis zum Jahr 2032 eine Phosphorrückgewinnung aus den Klärschlämmen erfolgen. Ein massiver Anstieg der bisherigen Entsorgungskosten war damals zu befürchten und hat sich in der Folge auch bewahrheitet, heißt es in der Mitteilung.

"Wettbewerblicher Dialog" erfolgreich abgeschlossen

Die Verbandsgemeinden des Landkreises Altenkirchen und der Abwasserverband Hellertal wollten früh auf die sich abzeichnenden Entwicklung reagieren und begannen im selben Jahr mit der Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten. Unter den Prämissen Entsorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sei, auf der Grundlage einer sogenannten Machbarkeitsstudie im Jahr 2018, nur noch die thermische Klärschlammverwertung unter eigener Regie auf dem Betriebsgelände der Kläranlage Muhlau infrage gekommen.
Zur Verwirklichung dieses Projekts im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit wurde von den beteiligten Körperschaften im Mai 2019 die „Kommunale Klärschlammverwertung Region Altenkirchen GmbH“ gegründet. Nach entsprechenden Vorplanungen und Abstimmungen erfolgte im Jahr 2020 die Ausschreibung in Form eines „wettbewerblichen Dialogs“, der im November erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

12,5 Millionen Euro werden investiert

Bei dem angebotenen Verfahren handelt es sich um eine Klärschlammtrocknung mit Paddeltrocknern und nachgeschalteten Drehrohrkesseln zur thermischen Behandlung. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 12,5 Millionen Euro.
Die Auftragsvergabe erfolgte durch die Gesellschafter der KKV AK GmbH am Donnerstag im Ratssaal des Rathauses in Altenkirchen. Vorbehaltlich der notwendigen Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz soll die Anlage dann im Jahr 2023 den Betrieb aufnehmen.
Die Aktivitäten innerhalb des Landkreises Altenkirchen blieben auch den Nachbarkommunen nicht verborgen, die von der gleichen Problematik betroffen sind. Der Lösungsansatz aus dem AK-Land habe bei den Nachbarn Anklang gefunden. Es kam zu entsprechenden Kontakten und intensiven Gesprächen, die letztendlich in der Aufnahme weiterer Partnerkommunen in die KKV AK GmbH mündeten. Die Verbandsgemeinden Hachenburg und Selters aus dem Westerwaldkreis sowie die Gemeinde Windeck aus Nordrhein-Westfalen vervollständigen die Zweckgemeinschaft. Die offizielle Aufnahme wurde in der Gesellschafterversammlung notariell vollzogen.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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