Vorbilder für die Jüngeren

Deutsche Postgewerkschaft (DPG) ehrte in der Bürgergesellschaft langjährige Mitglieder

Betzdorf. 32 Mitglieder der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) wurden jetzt für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaft im Rahmen einer Feierstunde in der Bürgergesellschaft in Betzdorf geehrt. „Für die Jüngeren unter uns seid ihr Vorbilder”, sagte Erwin Herrmann, Vorsitzender der DPG-Regionalverwaltung Westerwald-Rhein-Wied. Er begrüßte zu der Feierstunde unter anderem Frank Jesse, stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Hessen/Rheinland-Pfalz.

Standhaftigkeit bewiesen

Die Jubilare hätten „so manchen Arbeitskampf durchgeführt und Forderungen durchgesetzt”, auf die man heute stolz sei, sagte Herrmann. Über Jahrzehnte „der Gewerkschaftsbewegung die Treue zu halten, sich für andere einsetzen, Freizeit opfern, Solidarität und Standhaftigkeit beweisen”, dafür dankte Herrmann den Jubilaren. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, dass wir eine starke Gewerkschaft haben”, betonte Herrmann. Dank und Anerkennung für die Treue zur deutschen Gewerkschaftsbewegung sprach auch Jesse den Jubilaren aus. Unter denen war auch Peter Keller aus Hamm. Der heute 85-Jährige war als 15-Jähriger der DPG beigetreten. Jetzt wurde er für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Jesse Ehrennadel und Urkunde, ebenso an die weiteren Jubilare. Diese wurden für 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. In seiner Dankesrede forderte Jesse die Versammlung auf, sich aktiv gegen Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zur Wehr zu setzen. In diesem Zusammenhang verwies er zum Beispiel auf die gemeinsame Erklärung gegen Rechtsextremismus der DPG, der Deutschen Post World Net und des Konzernbetriebsrates. Der rechtsradikalen Gewalt und den rassistischen Ausschreitungen in Deutschland müsse endlich wirksam begegnet werden, so Jesse.

ver.di im März 2001

Er informierte darüber, dass es der DPG gelungen sei, tarifvertraglich einen Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei der Deutschen Post World Net beziehungsweise Deutschen Telekom bis Ende des Jahres 2004 zu erwirken. Die Gründung der ver.di soll im März 2001 erfolgen, berichtete er weiter. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass die Organisationseinheiten im Betrieb erhalten blieben. In diesem Bereich bestünden weiterhin Vorstände mit Antragsrechten und entsprechenden Finanzmitteln für die betriebliche Gewerkschaftsarbeit. Jesse schloss seine Rede mit dem Appell an die Kollegen, sich weiterhin in den Bildungsprozess einzubringen. Der Gewerkschaft ein halbes Jahrhundert verpflichtet sind Günther Radermacher (Heuzert), Josef Muhl (Herdorf), Heinz Grothgar (Roßbach), Helmut Molzberger (Birken-Honigsessen), Artur Lindlein (Berzhausen), Friedrich Hebel (Heckenhof), Marta Haag (Winkelbach), Werner Schupp (Elkenroth), Martin Burbach (Hachenburg) und Roland Müller (Wissen). Auf eine vierzigjährige Mitgliedschaft in der DPG blicken zurück: Helmut Öttgen (Rodenbach), Bernd Schumacher (Michelbach), Walter Gilg (Friedewald), Ludwig Hambürger (Kirchen), Edelbert Hammer (Wissen), Helmut Meier (Nistertal), Siegfried Ellert (Unnau), Günter Mockenhaupt (Niederfischbach), Johann Wiedemann (Betzdorf), Hans Feige (Hachenburg) und Hermann-Josef Kaiser (Altenkirchen). Für 25-jährige Treue zu der Vereinigung der Postbeschäftigten wurden Georg Peschel (Katzwinkel), Pauline Stoll (Kroppach), Günter Dörr (Höchstenbach), Karl-Horst Hähr (Walterschen), Lieselore Schumacher (Giesenhausen), Renate Wolf (Hattert), Jürgen Irlich (Kirchen), Maria Becker (Kirchen), Maritta Gerhardus (Rosenheim) und Luzia Theis (Wissen) ausgezeichnet. rai

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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