Weg zum Ruhm führt über Betzdorf

Musical!Kultur Daaden führte »Fame« in der Stadthalle auf / Viermal ausverkauft

suk Betzdorf. Man soll vorsichtig sein mit Superlativen, denn es ist meist immer noch eine weitere Steigerung möglich. Nach der Premiere des Musicals »Fame« und insgesamt vier Aufführungen, präsentiert vom Verein Musical!Kultur Daaden, ist es schwierig sich vorzustellen, dass das Gezeigte von einer regionalen Gruppe noch zu toppen sein könnte.

Die Tatsache, das der Verein mit diesem Projekt die Betzdorfer Stadthalle an vier aufeinander folgenden Abenden mit jeweils rund 900 Menschen restlos ausverkauft hat, spricht hier für sich. Dagegen ist es sehr schwer, das in Worte zu fassen, was die rund 150 Mitwirkenden – übrigens durchweg Laien – vor und hinter den Kulissen und im Orchestergraben geleistet haben.

Mit der Aufführung von »Fame« hat sich Musical!Kultur Daaden ein Projekt ausgesucht, dass dem Verein auf den Leib geschrieben ist. Immerhin geht es um den mühevollen Weg zum Ruhm, der auf der »Highschool of Performing Arts« mit viel Schweiß, Tränen, zerplatzten Träumen, Liebe und schlechten Schulnoten einhergeht. Die unterschiedlichsten Charaktere treffen im ersten Semester aufeinander und lernen langsam, sich zu verstehen und zu unterstützen. Da trifft Joe, der Klassenclown (Sven Scheele), und selbst ernannte Frauenheld auf Nick (Frank Müller), der einen ernsthaften Einstieg in die Schauspielerei sucht und darum zunächst kaum Blicke für die schüchterne Serena (Rebecca Schmitz) hat.

Sie ist so ganz anders als die feurige Carmen (Anna Schunk), deren Ende an der Schule tragisch ist und die stets im Konkurrenzkampf mit Iris (Hanna Bräuer) steht. Das Mädchen aus gut betuchtem Hause verliebt sich in den begnadeten Tänzer Tyrone (Tobias Kohl), der jedoch von der Schule ansonsten wenig wissen will und darum stets mit der ehrgeizigen Lehrerin Mrs. Sherman (Kelly Becker) aneckt. Dann war da noch die lebensbejahende Mabel (Anne-Katrin Jung) und die Mitglieder der Studenten-Band Schlomo (Simon Ferres), Grace (Elisa Bräuer) und Goodman (Markus Kettner) sowie die übrige Lehrerschaft (Heike Morgenschweis, Krischan Schulte und Peter Rasche). Sie alle schafften es, mit schauspielerischen Glanzleistungen die speziellen Charaktere so hervorzuheben, dass der Zuschauer stets mitfühlen konnte. Ohnehin stand bei diesem Musical die schauspielerische Leistung der Darsteller sehr im Vordergrund. Dies war zweifellos eine neue Herausforderung für die Mitglieder, die sie jedoch mit Bravour meisterten. Hier war sicherlich die Arbeit mit dem Siegener Krischan Schulte, der das Ressort Schauspiel leitet, sehr fruchtbar. Hinzu kam natürlich bei den meisten Hauptdarstellern eine feine Gesangsleistung. Ihre ausdrucksvollen Sologesänge begeisterten stets aufs Neue. Glänzend fügten sich die Tanzensembles in das Geschehen ein, die mit den ausgefeilten Choreographien, von Tanzressortleiterin Anna Schunk selbst entwickelt, die Handlung bereicherten. Ob klassisches Ballett oder Modern-Dance – die Tänzerinnen und Tänzer machten stets eine gute Figur.

Während sie alle auf der Bühne im Rampenlicht standen, erbrachten im Orchestergraben die Musiker und der Chor ebenfalls Höchstleistungen. Denn natürlich waren auch die Musik und jeglicher Gesang live. Unter der musikalischen Leitung von Marcus Rink erklang die spannende Musik des Musicals in einer außergewöhnlichen Homogenität und wurde durch den erstklassigen Chor ergänzt. Und dann waren da noch die maßgeschneiderten Kostüme, eine gelungene Ton- und Lichttechnik sowie Bühnenkulissen, die durchaus mit einigen großen Musicalproduktionen im Lande mithalten konnten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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