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Betzdorfer Herztag im Zeichen der Prävention
Wenn der Tod ohne Vorwarnung kommt

Sie stellten gestern das Programm des Herztags vor: Günter Nöll von der Herzstiftung, Betzdorfs Beigeordnete Marita Ganser, Kardiologe Fabian Quirmbach, Michael Wörster und Dr. Christian Stoffers (Marien-Gesellschaft) sowie Dr. Axel Bittersohl (v. l.).  Foto: damo
  • Sie stellten gestern das Programm des Herztags vor: Günter Nöll von der Herzstiftung, Betzdorfs Beigeordnete Marita Ganser, Kardiologe Fabian Quirmbach, Michael Wörster und Dr. Christian Stoffers (Marien-Gesellschaft) sowie Dr. Axel Bittersohl (v. l.). Foto: damo
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damo Betzdorf. Viel unbarmherziger kann der Tod kaum sein: Jährlich sterben in Deutschland mindestens 65 000 Menschen am Plötzlichen Herztod; andere Statistiken kommen gar auf 200 000 Todesfälle. Und der Großteil davon kommt Knall auf Fall: „Ein unerwarteter Tod“, erklärt der Betzdorfer Kardiologe Fabian Quirmbach: „Es kann sein, dass der Patient 24 Stunden vorher noch völlig gesund gewirkt hat.“

Allerdings: Dass ein Herz von einer Sekunde auf die andere zu schlagen aufhört, hat sehr wohl seine Ursachen. Manchmal wird das Herz nicht richtig durchblutet und es kommt zum Infarkt; manchmal lähmt Kammerflimmern die Versorgung des Körpers mit Blut.

damo Betzdorf. Viel unbarmherziger kann der Tod kaum sein: Jährlich sterben in Deutschland mindestens 65 000 Menschen am Plötzlichen Herztod; andere Statistiken kommen gar auf 200 000 Todesfälle. Und der Großteil davon kommt Knall auf Fall: „Ein unerwarteter Tod“, erklärt der Betzdorfer Kardiologe Fabian Quirmbach: „Es kann sein, dass der Patient 24 Stunden vorher noch völlig gesund gewirkt hat.“

Allerdings: Dass ein Herz von einer Sekunde auf die andere zu schlagen aufhört, hat sehr wohl seine Ursachen. Manchmal wird das Herz nicht richtig durchblutet und es kommt zum Infarkt; manchmal lähmt Kammerflimmern die Versorgung des Körpers mit Blut. Und speziell bei jüngeren Menschen ist oft eine angeborene Erkrankung die Ursache dafür, dass ein vermeintlich gesundes Herz urplötzlich seinen Dienst einstellt.

In solchen Fällen ist Eile das Gebot der Stunde: Ohne Gegenmaßnahmen sinkt die Überlebenschance mit jedem Augenblick. Und auch wer keine lehrbuchreife Herzdruckmassage ausführen kann, sollte helfen: „Das Schlimmste ist, wenn man nichts macht“, sagt Günter Nöll, ehrenamtlicher Beauftragter der Herzstiftung für das südliche Westfalen.

Dass Nöll gestern in Betzdorf zu Besuch war, ist einer Tradition geschuldet: Schon seit vielen Jahren findet alljährlich im Herbst der Betzdorfer Herztag statt. Und das bleibt auch so, auch wenn mit dem Kardiologen Dr. Axel Bittersohl einer der Motoren der Info-Veranstaltung das Heft des Handels in jüngere Hände gelegt hat. Jetzt ist es an Quirmbach, gemeinsam mit der Marien-Gesellschaft Siegen den Herztag zu organisieren.

Überlegen musste er nicht, ob er dieses Erbe Bittersohls antritt, stellte Quirmbach gestern beim Pressegespräch klar: „Wir wollen die Patienten maximal informieren und maximal gut behandeln.“ Und dazu biete sich der Herztag an – schließlich seien in den Vorjahren immer gut 200 bis 300 Menschen der Einladung in die Stadthalle gefolgt. Und man darf davon ausgehen, dass es in diesem Jahr am Samstag, 16. November, ab 9.30 Uhr eher mehr als weniger werden.

Dr. Christian Stoffers, Pressesprecher der Marien-Gesellschaft, geht jedenfalls davon aus, dass das Thema „Plötzlicher Herztod“ die Halle füllen wird. Und das deckt sich auch mit den Erfahrungen, die Günter Nöll in den vergangenen Wochen bei ähnlich gelagerten Veranstaltungen jenseits der Landesgrenze gemacht hat.

Dass es sich auch in Betzdorf lohnen wird, den Herztag zu besuchen, wurde beim Pressegespräch mehr als deutlich: Einmal mehr ist es den Organisatoren gelungen, ein informatives Programm auf die Beine zu stellen. Kern des Patientenseminars sind die drei Referate:

• Fabian Quirmbach führt ins Thema ein und stellt das Krankheitsbild vor;

• „Wie hilft der implantierbare Cardioverter-Defibrillator?“: Diesen Titel trägt das Referat von Volker Bärsch, dem Oberarzt der Kardiologie des St.-Marien-Krankenhauses Siegen;

• Dr. Almut Diefenbach, Fachärztin am St.-Martinus-Hospital in Olpe, wird sich eines Themas annehmen, das eher selten besprochen wird: Unter der Überschrift „Krankes Herz – kranke Seele?!“ will sie die psychologische Komponente einer Herzerkrankung ansprechen;

• Direktor Dr. Till Walter vom Marien-Präventionszentrum rückt die Prävention in den Fokus. Sein Vortrag trägt den Titel „Rhythmus-Störungen vorbeugen – was kann ich selbst tun?“.

Im Rahmenprogramm wird es nicht nur eine Bewegungspause geben (schließlich ist stundenlanges Herumsitzen für Herzpatienten alles andere als optimal), sondern auch einige Informationsstände. Nicht nur die Herzstiftung wird präsent sein, sondern auch zwei Betzdorfer Apotheken mit einigen Dienstleistungen wie Blutdruck- oder Blutzuckermessung. Es wird eine Schrittmacher- und Defibrillator-Ausstellung geben. Und ein Highlight wird sicher ein begehbares Herzmodell sein.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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