Wie zu Goodmans Zeiten

Das King of Swing Orchester aus Köln bot in der Betzdorfer Stadthalle eine gelungene American Night of Swing.  Foto: just
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just Betzdorf. Einen tollen und unterhaltsamen Abend hatte Michael Nassauer den zahlreichen Gästen der American Night of Swing versprochen; dank der mitreißenden und absolut authentischen Performance des King of Swing Orchesters aus Köln konnte dieses Versprechen in der laufenden Spielzeit der Musikgemeinde Betzdorf/Kirchen eingelöst werden.

Alle großen Meister des Swing und Jazz waren am Samstagabend in der Betzdorfer Stadthalle dabei: Goodman, Ellington, Basie und weitere Koryphäen der Jazzmusik lebten neu auf. Die rund 20 Musiker um Bandleader und Drummer Peter Fleischhauer verstanden es mit Leidenschaft und Humor, das Publikum derart einzubinden, dass Rhythmus und Swing sozusagen ins Blut gingen. „Don’t Be That Way“ von Goodman, dem sich das Orchester besonders verpflichtet fühlte, oder „In The Mood“ waren die musikalische Plattform für freie Improvisationen. In Goodmans „Meet The Band“ von 1962 in einem Arrangement von Bob Prince kam jeder Musiker als Solist zum Zuge. Kontrabass, E-Bass, Baritonsaxophon und Martin Sasse am Flügel sorgten für Stimmung.

Die Erkennungsmelodie des „Aktuellen Sportstudios“ war die Brücke zu Count Basie und Duke Ellington. Andreas Schickentanz an der Posaune überzeugte und unterstützt von einem wunderbaren Saxophonsatz erklang „Jumping At The Woodside“. Auch die szenischen Lichteffekte rundeten das Spektakel auf der Bühne ab.

Vorsitzender Michael Nassauer übte in diesem Punkt jedoch deutliche Kritik an Betzdorfs guter Stube. Kein ausreichendes Equipment und kaum noch technische Ausrüstung sei in der Stadthalle vorhanden, so dass man als Veranstalter alles leihen müsse, um den Profis auch eine professionelle Bühne zu bieten.

Die Profis allerdings nutzten trotz geliehener Ausrüstung alle ihre Möglichkeiten und sorgten für wahre Begeisterungsstürme im Publikum. Peter Fleischhauer am Schlagzeug legte ein minutenlanges Solo hin, das sicherlich nur der begnadete Klarinettist Engelbert Wrobel mit wahren Meisterleistungen an seinem Instrument überbieten konnte. Mit beeindruckender Leichtigkeit und Klarheit erklang das Holzblasinstrument melodiös und universell einsetzbar.Die bezaubernde Anna Larsen und Tony Daniels setzten dem Ganzen mit ihrem Gesang das i-Tüpfelchen auf. Der Klassiker „New York, New York“ übermittelte glamouröses Großstadt-Feeling in der Betzdorfer Stadthalle. „I’ve Got A Crush On You“ von Gershwin begeisterte ebenso wie die einfühlsame Ballade „Blue And Sentimental“. Der Siegener Trompeter Frank Dulisch spielte zum Solo auf, Gesang und Klarinette harmonierten bei „Goody Goody“.Mit diesem wunderbaren Konzert hat die Musikgemeinde Mut zu Neuem bewiesen und erstmals eine Big Band in ihr Programm aufgenommen. Das Experiment ist gelungen und hat exakt den Geschmack der vielen begeisterten Zuhörer jeden Alters getroffen. Für die nächste Saison stehen bereits jetzt Konzerte aus Barock, Klassik und das obligatorische Neujahrskonzert an, aber auch ein besonderes Projekt gemeinsam mit der Theatergemeinde und dem bekannten Synchronsprecher Christian Brückner.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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