Osterfeuer endete blutig

Wallau: Ungebetene Gäste teilten Schläge und Tritte aus

sz Wallau. Einen traurigen Höhepunkt fand am Samstag kurz vor Mitternacht das Osterfeuer auf dem Wallauer Festplatz »Am Erlenacker«. Innerhalb kurzer Zeit ereigneten sich aus nicht bekannten Motiven heraus zwei Schlägereien mit nach bisherigen Erkenntnissen drei Verletzten. Mitglieder einer Gruppe von fünf bis sechs jungen Männern östlicher Herkunft, die mit einem Auto mit LDK-Kennzeichen die Veranstaltung aufsuchten und dort im Laufe des Abends mehrfach im Festzelt unangenehm auffielen, waren in beiden Fällen irgendwie involviert.

Die Burschenschaft als Ausrichter des Osterfeuers hatte bereits mehrfach erfolglos versucht, auf die Truppe einzuwirken und diese auch zum Verlassen des Festes aufgefordert. Bevor die Männer das Fest verließen, geriet mindestens einer von ihnen mit einem 14-jährigen Schüler aus Biedenkopf nach einer Pöbelei und Schubserei in Streit. Der Jugendliche musste einen Faustschlag ins Gesicht einstecken und erlitt eine Schwellung der rechten Gesichtshälfte. Sein Begleiter, ein 23-jähriger Mann aus Biedenkopf, versuchte, den Streit zu schlichten. Er erhielt dabei ebenfalls einen Faustschlag, an den sich ein Gerangel anschloss.

Im Verlauf der Auseinandersetzung traf ihn ein Gegenstand am Hinterkopf, was zwei stark blutende Platzwunden nach sich zog. Die Ermittlungen nach dem Schlagführenden dauern noch an. Während die wegen der Körperverletzung und der auffälligen Gruppe benachrichtigten Beamten der Polizei Biedenkopf noch versuchten, die eine Schlägerei aufzuklären, ereignete sich in deren Rücken eine erneute Schlägerei. Ein 19-jähriger Mann aus Steffenberg und ein gleichaltriger Mann aus Biedenkopf wälzten sich am Boden. Die Beamten beschäftigten sich mit der Trennung der Streithähne.

Sie beobachteten dabei aus den Augenwinkeln einen auch wegen seines äußeren Erscheinungsbildes auffälligen Mann, wie er mehrfach auf die kämpfenden Männer, jedes Mal zwei Schritte Anlauf nehmend, eintrat. Die Beamten wehrten einen Fußtritt gerade noch ab und verhinderten weitere Tritte durch einen gezielten Stoß gegen die Brust des Tretenden. Der Zurückgestoßene gehörte der oben genannten Gruppe östlicher Herkunft an. Bei der Aktion verletzte sich augenscheinlich bzw. offensichtlich niemand sichtbar. Die Brille eines der Kontrahenten zerbrach allerdings.

Die Situation beruhigte sich schließlich und die zum Teil unter Alkoholeinfluss stehenden Beteiligten, insbesondere auch die ungebetenen Gäste, verließen die Veranstaltung. Die Polizei Biedenkopf befasst sich nun mit mehreren Anzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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