Wittgensteiner Schafe durften nicht mit nach Hessen reisen

Wallauer Ackerfest bot dennoch Einblick in die Landwirtschaft

tk Wallau. Zum achten Mal veranstaltete der Wallauer Heimatverein am Sonntag sein über die hessischen Grenzen hinaus beliebtes Ackerfest. Wie gewohnt machten sich auch einige Wittgensteiner auf den Weg in den nahe gelegenen Stadtteil Biedenkopfs. Das traditionsreiche Fest findet alle zwei Jahre auf dem Gelände »Am Autuch« statt. Ziel der Veranstaltung sei es, so der Vorsitzende des Heimatvereins, Dietrich Stark, zu zeigen, wie früher Landwirtschaft betrieben wurde. Folglich war das Angebot umfangreich.

Im Anschluss an den ökumenischen Feldgottesdienst am Morgen wurden beispielsweise alte Traktoren und Landmaschinen ausgestellt, verschiedene Handwerkstechniken aus vergangenen Zeiten vorgeführt und allerhand Waren zum Verkauf angeboten. Die jüngeren Festbesucher durften reiten oder im eigens eingerichteten Streichelzoo einen Esel aus der Nähe bestaunen. Auch für dem Rahmen entsprechende rustikale Köstlichkeiten, etwa auf dem Feuer zubereitete Kartoffeln und Würstchen, war bestens gesorgt.

Unter zahlreichen fliegenden Händlern und Ausstellern waren auch Wittgensteiner Anbieter vertreten. Die Schafs- und Hütefreunde Wittgenstein verkauften Wolle, Fleisch und Schafmilchprodukte. Gerne hätte die Interessengemeinschaft auch vorgeführt, wie Schafe eingetrieben werden. Leider dürfen Schafe derzeit aber nicht über die nordrheinwestfälische Landesgrenze überführt werden, um die weitere Ausbreitung der Blauzungenkrankheit zu vermeiden. Doch da Border Collie »Fipsi« auch mit anderem Tieren umzugehen weiß, führte sie ihre Qualitäten als Eintreiberin von Gänsen vor. Besitzer Bernhard Klein aus Feudingen durfte mehr als zufrieden sein.

Da die Schafs- und Hütefreunde aus den erwähnten rechtlichen Gründen keine eigenen Schafe mit nach Wallau bringen durften, aber dennoch ungern auf eine Schurvorführung verzichten wollten, stellte ein befreundeter Schäfer Tiere zur Verfügung. Thorsten Walczok verwendete bewusst eine alte Handschere, so dass die Zuschauer, unter ihnen vor allem Kinder, sehen konnten, wie vor 100 Jahren Schafe geschoren wurden. Somit benötigte er etwa 20 Minuten anstatt vier Minuten mit dem modernen elektrischen Gerät.

Der Vorsitzende des Wallauer Heimatvereins war mit dem Verlauf des achten Ackerfestes sehr zufrieden. Trotz des regnerischen Wetters kamen rund 1500 Besucher auf das Gelände »Am Autuch«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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