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Grimme-Preis-Träger Moritz Netenjakob im Heimhof-Theater
"Das Ufo parkt falsch"

Moritz Netenjakob begeisterte mit seinen teils grotesken, aber auch realen Texten und seinen Stimmimitationen das Publikum im Heimhof-Theater.
  • Moritz Netenjakob begeisterte mit seinen teils grotesken, aber auch realen Texten und seinen Stimmimitationen das Publikum im Heimhof-Theater.
  • Foto: Rolf Henrichs
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

roh Würgendorf. Was wäre das eine Schlagzeile, wenn das Ufo vom Kölner Grimme-Preis-Träger Moritz Netenjakob, der vergangenen Samstag im Heimhof-Theater Burbach auf der Wasserscheide gastierte, nicht in einer Anwohnerparkzone in Manderscheid in der Eifel, sondern mitten in Würgendorf runtergekommen wäre. Die Sensationsmeldung schlüge ein wie eine Bombe.In Netenjakobs Programm „Das Ufo parkt falsch“ hatte das unbekannte Flugobjekt schon so manches Gebäude in Deutschland in Schutt und Asche gelegt. Die Berliner Regierenden hielten sich aber mit Reaktionen zurück, weil der Innenminister keinesfalls die Bevölkerung beunruhigen wollte. Und außerdem müsse man Verständnis für die Außerirdischen aufbringen, die ja schließlich aus einem ganz anderen Kulturkreis kämen.

roh Würgendorf. Was wäre das eine Schlagzeile, wenn das Ufo vom Kölner Grimme-Preis-Träger Moritz Netenjakob, der vergangenen Samstag im Heimhof-Theater Burbach auf der Wasserscheide gastierte, nicht in einer Anwohnerparkzone in Manderscheid in der Eifel, sondern mitten in Würgendorf runtergekommen wäre. Die Sensationsmeldung schlüge ein wie eine Bombe.In Netenjakobs Programm „Das Ufo parkt falsch“ hatte das unbekannte Flugobjekt schon so manches Gebäude in Deutschland in Schutt und Asche gelegt. Die Berliner Regierenden hielten sich aber mit Reaktionen zurück, weil der Innenminister keinesfalls die Bevölkerung beunruhigen wollte. Und außerdem müsse man Verständnis für die Außerirdischen aufbringen, die ja schließlich aus einem ganz anderen Kulturkreis kämen. Kein Wunder, schaute Netenjakob in die Zukunft, dass die etablierten Parteien weiter an Bedeutung verlieren und unter 5 Prozent absacken werden. Stattdessen hätten dann Parteien wie die Fußball-Partei Deutschlands und die Top-Modell- und Transe-Partei mit ihren Vorsitzenden Lukas Podolski und Bruce Darnell die Mehrheit. So konnte er sich auch wie Wilfried Schmickler aufregen: „Da werden wir demnächst von einer Generation regiert, die 5 Euro ausgibt, um sich einen Furz aufs Handy zu laden!“

Lindenberg, Grönemeyer, Maffay

Seinen fiktionalen und nicht fiktionalen Texten gab er mit den Stimmen von Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Peter Maffay und vielen anderen den letzten Pfiff. Er beschrieb mit belebender komödiantischer Vitalität und einer großen Portion Ironie Begebenheiten, die das Leben schrieb oder so schreiben könnte. Da sorgte ein fußballbegeisterter Klassikfachmann in der Philharmonie bei Schostakowitsch mit Zwischenrufen wie „Ich will die Bläser hören“ oder „Ihr seid Geiger, asoziale Geiger“ für Unruhe.Herausragend die Gerd Rubenbauer’sche rotzfreche Fußballkommentatorversion des Märchens „Hänsel und Gretel“ mit einem Powerplay der Hexe, einem Entlastungsangriff von Gretel und dem glücklichen Ende: „Aus, aus, aus – das Märchen ist aus! Sieg für Hänsel und Gretel!“

Netenjakob las aus "Milchschaumschläger"

Zwischendurch las Netenjakob, dessen Frau Hülya Türkin ist, aus seinem Bestseller „Milchschaumschläger“ vor, in dem er Geschichten von den Erfahrungen mit seiner Verwandtschaft um Sprachverwechslungen und Kulturbesonderheiten niederschrieb, beispielsweise Ohrläppchenziehen mit Kussgeräusch als Erfolgsgarant der Deutschen beim Elfer-Schießen im Fußball-EM-Halbfinale 2016 gegen Italien.Das frenetisch applaudierende Publikum in Burbach wurde bestens unterhalten von Netenjakob, der Humor als Mittel beschreibt, um Angstblasen sofort platzen zu lassen. Übrigens, die Gefahr mit dem Ufo ist mittlerweile gebannt: Als es eine Burger-King-Filiale plattmachte, fühlte sich Donald Trump persönlich angegriffen und machte dem ganzen Spuk mit seinem Militär ein Ende.

Autor:

Rolf Henrichs (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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