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Late Night Jazz Foundation bringt Heimhof-Theater zum Swingen
„Old Love Songs“ neu aufgelegt

Mario Mammone (Gesang & Gitarre), Sebastian Scobel (Piano), Stefan Rey (Kontrabass) und Marco Bussi (Drums) spielten und sangen von der Liebe – am Samstag im Stream beim Virtuellen Hut.
  • Mario Mammone (Gesang & Gitarre), Sebastian Scobel (Piano), Stefan Rey (Kontrabass) und Marco Bussi (Drums) spielten und sangen von der Liebe – am Samstag im Stream beim Virtuellen Hut.
  • Foto: Veranstalter
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

hel Würgendorf. Wunderbar, gefühlvoll und mitreißend zugleich war der Ausflug der Late Night Jazz Foundation, repräsentiert durch den Schlagzeuger Marco Bussi und das Mario Mammone Trio in der Besetzung Mario Mammone (Gesang & Gitarre), Sebastian Scobel (Piano) und Stefan Rey (Kontrabass), in die Frühzeit des Jazz. „Old Love Songs“ standen bei ihrem Auftritt im Stream des Virtuellen Huts am Samstagabend auf der Bühne des Heimhof-Theaters auf dem Spielplan, um mit eleganten Blue Notes die Seele des Streaming-Publikums zu streicheln.
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hel Würgendorf. Wunderbar, gefühlvoll und mitreißend zugleich war der Ausflug der Late Night Jazz Foundation, repräsentiert durch den Schlagzeuger Marco Bussi und das Mario Mammone Trio in der Besetzung Mario Mammone (Gesang & Gitarre), Sebastian Scobel (Piano) und Stefan Rey (Kontrabass), in die Frühzeit des Jazz. „Old Love Songs“ standen bei ihrem Auftritt im Stream des Virtuellen Huts am Samstagabend auf der Bühne des Heimhof-Theaters auf dem Spielplan, um mit eleganten Blue Notes die Seele des Streaming-Publikums zu streicheln.

Jazz, Swing, Blues, Latin und Liebe

Locker vom Hocker agierte Mario Mammone nicht nur als Gitarrist, sondern auch als veritabler Sänger, der den zehn vorgestellten Songs, in denen die verschiedenen Aspekte der Liebe thematisiert wurden, ein Flair von Zeitlosigkeit gab. Und das mit viel zeitgemäßem Jazz, Swing und etwas Blues und Latin. Beginnend mit Duke Ellingtons „Don’t Get Around Much Anymore“ und seinem „Ain’t Got Nothing But The Blues“, widmeten sich die vier Musiker 90 Minuten lang mit schmachtender Leidenschaft den Aspekten der Liebe, von „himmelhoch jauchzend“ bis „zu Tode betrübt“. Rhythmisch exzellent von Marco Bussi auf den Weg gebracht, stiegen Mario Mammone, Sebastian Scobel und Stefan Rey in die impressionistischen Klangfarben von Ellington ein, die sie mit komplexen Akkorden ausschmückten.

"Goldkehlchen" Mario Mammone 

„Goldkehlchen“ Mario Mammone, wie Kollege Marco Bussi seinen Gesang würdigte, verlieh den „old songs“, wie dem aus dem Jahr 1928 stammenden „Love Me Or Leave Me“ sowie dem 1938 entstandenen Titel „Comes Love“, die ihnen gebührende Leichtigkeit, die unabdingbar ist, um die Glückmomente des Lebens und der Liebe richtig genießen zu können.
Den Ohren schmeichelnd war der Spielfluss der Akteure, die sich mit unbekümmerter Improvisationslust relaxt daherkommenden Jazzklängen hingaben. Keine ausufernden Soli und keine harten Dissonanzen trübten den singenden Klang der Gitarre, den fein verästelten Sound des Pianos und den markanten Ton des Kontrabasses.

Glanzpolitur für Holiday und Fitzgerald

„Wenn die Liebe kommt, ist nichts zu machen“, erklärte Mario Mammone, der seine Liebe zu den großen Stimmen des Jazz wie Billie Holiday und Ella Fitzgerald in Liedern wie „Good Morning Heartache“ und „Why Not Take All Of Me“ im Heimhof-Theater auf den Weg brachte. Alle vorgetragenen Titel, aus dem Zeitraum zwischen 1923 und 1943 und fast alle aus heute beinahe vergessenen Broadway-Shows oder Musicals entlehnt, erhielten eine Glanzpolitur.

Alte Klassiker neu interpretiert

Das im Bossa-Rhythmus aufbereitete „Gee, Baby, Ain’t I Good To You“, Cole Porters „Love For Sale“ (die einzige Instrumentalnummer), George und Ira Gershwins „But Not For Me“ und Jerome Kerns und Johnny Mercers „I’m Old Fashioned” waren allesamt Belege für die Fähigkeit des Quartetts, alte Klassiker interaktiv neu zu interpretieren.

Autor:

Redaktion Kultur

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