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Jördis Tielsch und Henning Neuser im Heimhof-Theater
„Spielen zu können, das tut gut“

Jördis Tielsch und Henning Neuser luden im Heimhof-Theater zur „Burbacher Acoustic Night“ ein.
  • Jördis Tielsch und Henning Neuser luden im Heimhof-Theater zur „Burbacher Acoustic Night“ ein.
  • Foto: Hans-Joachim Klappert
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

hajo Würgendorf. Ganz nach dem Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ fand am Sonntag dann doch noch die „Burbacher Acoustic Night“ mit den beiden Kölner Musikern Jördis Tielsch und Henning Neuser im Heimhof-Theater statt. Und darüber freuten sich nach dem langen Theater-Lockdown nicht nur die erwartungsfrohen Besucher, sondern auch die Heimhof-Organisatoren um Theodor Petera und die Künstler gleichermaßen „Endlich wieder mal vor einem Publikum zu stehen und spielen zu können, das tut gut. Schön, dass ihr da seid“, freute sich Jördis Tielsch, und Henning Neuser fügte an: „Es wird ein langer Abend“.
Gefühlvolle Solointerpretationen und DuetteWurde es mit weit über zwei Stunden dann auch, denn beide Künstler brannten nur darauf, endlich wieder vor Publikum auftreten zu können.

hajo Würgendorf. Ganz nach dem Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ fand am Sonntag dann doch noch die „Burbacher Acoustic Night“ mit den beiden Kölner Musikern Jördis Tielsch und Henning Neuser im Heimhof-Theater statt. Und darüber freuten sich nach dem langen Theater-Lockdown nicht nur die erwartungsfrohen Besucher, sondern auch die Heimhof-Organisatoren um Theodor Petera und die Künstler gleichermaßen „Endlich wieder mal vor einem Publikum zu stehen und spielen zu können, das tut gut. Schön, dass ihr da seid“, freute sich Jördis Tielsch, und Henning Neuser fügte an: „Es wird ein langer Abend“.

Gefühlvolle Solointerpretationen und Duette

Wurde es mit weit über zwei Stunden dann auch, denn beide Künstler brannten nur darauf, endlich wieder vor Publikum auftreten zu können. Zwar konnten coronabedingt nur die Hälfte der Sitzplätze besetzt werden, doch das tat, wie sich herausstellte, der guten Stimmung keinen Abbruch. „Ich habe dann eben für meinen nicht vorhandenen Nachbar mit applaudiert“, frohlockte ein Besucher.
Und Applaus gab es reichlich. Sowohl die sehr gefühlvollen Solointerpretationen als auch die Duette fanden beim Publikum sehr großen Anklang. Dabei standen in der Vergangenheit beide Musiker nur selten zusammen auf der Bühne. Letztere betrat Henning Neuser als erster Interpret des Abends. Jördis Tielsch hatte ihm wohl den Vortritt gelassen, genoss doch der aus Wilgersdorf stammende Singer, Songwriter, Vocalcoach und Produzent quasi Heimrecht. Viele Besucher, die ihn noch von den Auftritten im Wilgersdorfer Oldieclub kannten, waren gekommen.
Mit Songs wie „Das geht nicht vorbei“, „Halt die Zeit auf“, „Einer von den Guten“ und dem chilligen „Sofa“ im Duett, um nur einige zu nennen, beschrieb Henning Neuser das Leben zwischen Eindeutigkeit und Gefühlschaos, den Kleinigkeiten des Alltags sowie der ewigen Suche nach einem Sinn und der Sehnsucht nach Ruhe und Frieden in einer immer verrückter werdenden Welt. Dabei begleitete sich Henning Neuser lediglich auf der Gitarre und verzichtete mit Ausnahme einer Loopstation auf Begleitung.

Texte und Kompositionen aus eigener Feder

Auch Jördis Tielsch stand, weil wohl auch zu wenig Platz war, erstmals ohne Begleitung auf der Bühne. Gerne nahm sie dafür die technischen Auf- und Umbauarbeiten in Kauf, um sich an allen Instrumenten präsentieren zu können. Und so brauchte sie bei „Kopfüber“ auch auf ihr Geigenspiel zur eingespielten Klavierbegleitung nicht verzichten. „Das hat alles Henning perfekt verkabelt, ich habe von ihm viel gelernt“, freute sich Jördis Tielsch, die schon zahlreiche Musikwettbewerbe gewinnen konnte und bereits im jugendlichen Alter von 15 Jahren mit den Wise Guys auf deutschen Bühnen performte.
Mit Texten und Kompositionen aus eigener Feder, mal in Deutsch, mal in Englisch und Französisch, faszinierte die junge Sängerin der eher leisen und melancholischen Töne das Heimhof-Publikum auch an den unterschiedlichsten Instrumenten. Ob Gitarre, Keyboard, Klavier oder Violine, mit ihren Instrumenten unterstützte sie dezent ihre markante, kräftige und doch sehr warme, weiche Stimme. Dass sie eine Vorliebe für Irland hat, zeigte Jördis Tielsch bei „Catch Me If You Can“, dessen Text sie selbst geschrieben hat. Und dass sie auch den französischen Chanson liebt, wurde spätestens bei dem Stück „S‘il suffisait d‘aimer“ offenkundig.
Am Ende, nach knapp drei Stunden, verabschiedeten sich die beiden Künstler unter großem Applaus von ihrem Publikum. Henning Neuser auf Deutsch mit „Am Ende“ und Jördis Tielsch ganz britisch mit „Goodbye“.

Autor:

Hans-Joachim Klappert (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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