Heimatverein Niederdresselndorf erhielt Förderbescheid
20 000 Euro für den Backes

Der Backes in Niederdresselndorf hat schon bessere Zeiten erlebt. Er soll restauriert und wieder ansehnlicher gemacht werden. Mit den Arbeiten soll im Herbst begonnen werden.  Fotos: sp
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  • Der Backes in Niederdresselndorf hat schon bessere Zeiten erlebt. Er soll restauriert und wieder ansehnlicher gemacht werden. Mit den Arbeiten soll im Herbst begonnen werden. Fotos: sp
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sp Niederdresselndorf. Das Mauerwerk bröckelt, ebenso wie die Farbe an den Balken: Der Backes im Fachwerkstil an der Straße „Zur Hirzgabel“ in Niederdresselndorf muss dringend renoviert werden. Keine einfache Aufgabe – und keine günstige. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist im Besitz des Heimatvereins Niederdresselndorf, und der sah dringenden Handlungsbedarf. Seit über einem Jahr ist der Verein mit dem Projekt beschäftigt.

Insgesamt kostet die Restaurierung 30 000 Euro

Das Burbacher Unternehmen „Ewald Sahm“ hatte ein Gutachten erstellt und eine Zahl für die Restauration genannt: 30 000 Euro. Eine Menge Geld, die erst einmal aufgebracht werden muss. Der Verein suchte nach Möglichkeiten zur Finanzierung und Förderung. Gestern dann die absolute Gewissheit: Der größte Teil der Kosten, 20 000 Euro, wird von der NRW Stiftung übernommen. Christiane Stötzel-Ditsche und Reimund Ditsche von der NRW Stiftung überreichten den Förderbescheid vor dem Backes.

Suche nach Fördermitteln 

Ein Grund zur Freude für den 1. Vorsitzenden des Heimatvereins Niederdresselndorf, Bernd Eckhardt. Zu diesem Anlass hatte den Landrat und Vorsitzenden des Heimatbundes Siegerland und Wittgenstein, Andreas Müller, Thomas Leyener von der Gemeinde Burbach, den Ortsvorsteher Rudi Georg, Pascal Sahm von der Firma Ewald Sahm sowie die Presse eingeladen. Eckhardt erklärte, er habe zuvor versucht, Mittel bei Leader zu bekommen, dass sei aber gescheitert, weil bei diesem Förderprogramm mehr nach Neuem, Innovativem gesucht werde.

Backes hat lange Geschichte

„Neu“ ist der Backes tatsächlich nicht. Der Vorsitzende des Heimatvereins stellte die Geschichte des Objekts der Förderung vor. Um 1700 wurde der erste Backes „Zur Hirzgabel“ gebaut. Zweimal allerdings brannte das Gebäude, in dem die Bewohner des Ortes ihr Brot backten, nieder. Das jetzige Gebäude stammt etwa aus dem Jahr 1860. 1975 wurde der Brauchtum des „Schanzenbrotbackens“ wiederbelebt. Seit 1984 nutzt die Backhausgruppe das Gebäude regelmäßig, sechs Jahre später musste der Ofen erneuert werden. Im Jahr 2000 erwarb der Heimatverein den Backes von der Gemeinde Burbach für einen symbolischen Kaufpreis von 1 Euro – dafür bedankte sich Eckhardt mit einem Handschlag noch einmal bei Leyener. Ebenfalls im Jahr 2000 wurde das kleine Fachwerkhaus in die Denkmalliste der Gemeinde eingetragen.

Sanierung soll im Herbst beginnen

Ein paar Jahre hat es schon auf dem Buckel, kein Wunder also, dass jetzt eine fachmännische Rundumpflege an der Reihe ist. Die wird voraussichtlich der Handwerksbetrieb Ewald Sahm ausführen. Pascal Sahm weiß, dass vor allem in den 80er-Jahren, bei den Sanierungen der Gebäude gespart wurde. Die Folge: Nur wenige Jahre später musste wieder ausgebessert werden. Heute wisse man, dass die Verwendung von originalen Materialien wie Lehmziegeln oder Leinöl für die Balken nachhaltiger und effektiver sei. „An sich sind da einige Dinge zu machen, aber sie sind auch machbar“, beurteilte Sahm den Zustand des Backes. Wenn keine Termine der Backhausgruppe mehr anstehen, dann kann mit den Arbeiten begonnen werden. Das werde im Herbst dieses Jahres sein, vermuteten die Verantwortlichen und hoffen, dass die Restaurierung im April 2020 abgeschlossen ist.

Heimatverein steuert Geld bei 

„Dass der Backes renoviert wird, ist wichtig für den Verein und den Ort“, hob Christiane Stötzel-Ditsche hervor. Woher die weiteren 10 000 Euro, die dafür benötigt werden, herkommen, steht auch schon fest. 7500 Euro steuert die Gemeinde Burbach bei, weitere 2500 Euro wird der Heimatverein selbst tragen. Das Geld „erwirtschaftet“ dieser hauptsächlich durch die regelmäßigen Mitgliederbeiträge sowie durch die Vermietung der Alten Schule und der Grillhütte.

Der Backes in Niederdresselndorf hat schon bessere Zeiten erlebt. Er soll restauriert und wieder ansehnlicher gemacht werden. Mit den Arbeiten soll im Herbst begonnen werden.  Fotos: sp
Christiane Stötzel-Ditsche (2. v. l.) und Reimund Ditsche (3. v. l.) von der NRW Stiftung überreichten Bernd Eckhardt, 1. Vorsitzender des Heimatvereins (l.), den Förderbescheid.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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