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Eltern übergaben Petition an ZWS
Alle Schüler müssen mitgenommen werden

ZWS-Geschäftsführer Günter Padt (l.) nahm von Elternsprecher Dirk Eickhoff die Liste und Anliegen der über 500 Unterstützer der Petition entgegen.
  • ZWS-Geschäftsführer Günter Padt (l.) nahm von Elternsprecher Dirk Eickhoff die Liste und Anliegen der über 500 Unterstützer der Petition entgegen.
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tile Neunkirchen/Burbach. Eigentlich wären noch zwei Wochen Zeit gewesen. Aber das Ende der Online-Petition zur Sicherstellung der Busversorgung der Schulkinder im Siegerland und angrenzenden Gemeinden (die SZ berichtete) wollte Initiator Dirk Eickhoff nicht mehr abwarten. Denn Eltern aus Neunkirchen, Burbach, Herdorf sowie aus Eiserfeld und Eisern drängen auf eine schnelle Verbesserung des Bustransports ihrer Kinder. Das Petitionsziel von 500 ist außerdem längst erreicht. Warum also Zeit verlieren, dachte sich Eickhoff, der in den Schulpflegschaften beider Standorte der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen sitzt. Er übergab am Montag die Unterstützerliste an Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS).

tile Neunkirchen/Burbach. Eigentlich wären noch zwei Wochen Zeit gewesen. Aber das Ende der Online-Petition zur Sicherstellung der Busversorgung der Schulkinder im Siegerland und angrenzenden Gemeinden (die SZ berichtete) wollte Initiator Dirk Eickhoff nicht mehr abwarten. Denn Eltern aus Neunkirchen, Burbach, Herdorf sowie aus Eiserfeld und Eisern drängen auf eine schnelle Verbesserung des Bustransports ihrer Kinder. Das Petitionsziel von 500 ist außerdem längst erreicht. Warum also Zeit verlieren, dachte sich Eickhoff, der in den Schulpflegschaften beider Standorte der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen sitzt. Er übergab am Montag die Unterstützerliste an Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS). Die „Nachzügler“, die sich noch in den verbleibenden 14 Tagen registrieren, sollen nachgereicht werden.

Er sei mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch gegangen, sagte der zweifache Familienvater. Padt habe zugesagt, die Forderungen der Eltern zu prüfen. Diese wollen vor allem, dass mehr und größere Busse eingesetzt werden. Auch die eingerichteten Linien sollen überdacht werden.

Qualitätstester sollen eingesetzt werden

Der ZWS-Geschäftsführer erklärte im Gespräch mit der SZ, dass „die Engpässe in der dargestellten Form nicht bekannt“ gewesen seien. Er habe bereits veranlasst, die Qualitätstester nun in diesem Bereich einzusetzen, um die Situation zu beobachten. Sollte sich dabei bestätigen, dass Schüler teilweise stehen gelassen würden, werde man sofort handeln. Alle Schüler müssten mitgenommen werden. Diese Vorgabe müsse der beauftragte Dienstleister, die VWS bzw. Wern Group, erfüllen.

Im Nahverkehrsplan sei geregelt, dass die Bus-Kapazitäten (Sitz- und Stehplätze) im Schulbetrieb den tatsächlichen Bedarf abdecken. Wobei der ZWS festgelegt habe, dass die Maximalkapazität eines Busses deutlich unter der gesetzlichen Vorgabe liegen soll, so Padt. Heißt: Die Busse sollen nicht so voll sein, wie der Gesetzgeber es zulässt. Im Zweifel müssten also größere oder mehr Busse eingesetzt werden, um alle Schüler nach den Vorgaben des gültigen Nahverkehrsplans zu befördern.

Linien-Änderung denkbar aber komplex

Eine Erhöhung der Kapazitäten im Schulbetrieb durch eine Veränderung einzelner Linien ist grundsätzlich zwar denkbar, aber gestaltet sich deutlich komplexer. Hierbei müsse man die „Dimensionen abwägen“, sagte der ZWS-Geschäftsführer. Es helfe ja nicht, die Situation der Schüler zu verbessern, aber dafür den ÖPNV an anderer Stelle zu verschlechtern. Außerdem müsse bei einer Linienänderung ein politischer Beschluss eingeholt werden.

Die Fahrplanplanung anderer Verbände liege im Übrigen nicht in der Hand des ZWS, so Padt mit Blick auf den Schülertransport über Ländergrenzen hinweg. Bedeutet: Der hiesige Zweckverband kann zunächst nur Lösungen im eigenen Gebiet schaffen.

Eltern der Grundschule Eiserfeld schließen sich an

Ursprünglich hatten sich die Schulpflegschaften der Gemeinschaftlichen Sekundarschule zusammengeschlossen, um auf eine Verbesserung des Schulbustransports hinzuwirken. Inzwischen haben sich auch laut Eickhoff die Eltern der Grundschule Eiserfeld (mit Teilstandort Eisern) der Initiative angeschlossen.

Enttäuscht zeigte sich der Sprecher der Eltern von den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd. Weder sei ein Vertreter der VWS der Einladung zu dem gemeinsamen Austausch erschienen, noch habe es überhaupt irgendeine Reaktion gegeben. „Es gab keine Rückmeldung“, so Eickhoff, der ankündigte, man werde „an die nächsten Instanzen gehen, wenn von den VWS ein unbefriedigendes Ergebnis kommt“.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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