AWo hofft auf Mittel für Sanierung

Gemeinde soll sich beteiligen / Burbacher Jugendzentrum droht sonst die Schließung

sz Burbach. Perspektiven und Entwicklungen der AWo-Arbeit vor Ort diskutierten Mitglieder und Vorstand des Ortsvereins Burbach angeregt im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier. Die besinnlichen Stunden im Saal der Begegnungsstätte nutzte die Versammlung aber auch, um Nicole Blauth als neue Mitarbeiterin in ihren Reihen willkommen zu heißen. Anfang November hat die junge Diplom-Sozialpädagogin als neue Leiterin der KOT (Kleine offene Tür) die Aufgaben von Thomas Langenbach übernommen.

»In fünf Dienstjahren hat sich Langenbach stets für eine Erweiterung der Jugendarbeit durch mehr offene Angebote eingesetzt«, betonte der stellv. AWo-Geschäftsführer Christian Max. Allerdings haben dazu bis jetzt die räumlichen Voraussetzungen gefehlt. Das Domizil in der Nassauischen Straße 45 ist stark renovierungsbedürftig. Trotz stetiger Instandhaltungsmaßnahmen, die der Kreisverband in Eigenregie durchführen ließ, lassen die räumlichen Verhältnisse offene Jugendangebote nicht mehr zu.

Vor zwei Jahren musste das letzte offene Angebot, die Jugenddisco, schließlich auch noch eingestellt werden. Thomas Langenbach erarbeitete Vorschläge, die in einen Umbau und die dringend notwendige Sanierung des Jugendtreffs einbezogen wurden. Dies war auch die Grundlage für das Konzept, mit dem der Wohlfahrtsverband die Gemeinde Burbach um finanzielle Unterstützung gebeten hat.

»Über unsere konzeptionellen Überlegungen ist auch der Kreis Siegen-Wittgenstein informiert, der das Vorhaben grundsätzlich begrüßt«, so Max. Angedacht sind beispielsweise verschiedenste erlebnispädagogische Angebote, Jugendkulturangebote, interkulturelle Veranstaltungen und Projekte gegen Rechtsradikalismus. Wie jedoch der Rat der Gemeinde entscheiden wird, ist noch ungewiss. Max machte aber deutlich: »Wenn wir die Arbeit im offenen Bereich nicht bald wieder aufnehmen können, sind die vom Kreis gezahlten Betriebskostenzuschüsse in Gefahr!«.

Folge: die AWo müsste den Standort aufgeben. Dies träfe die Burbacher Jugend hart, die dringend Angebote im Kernraum braucht. Der große Bedarf macht sich schon jetzt an »informellen Treffpunkten« deutlich, wo sich Jugendliche in Gruppen ohne geregelte Angebote treffen. Auch der Jugendtreff Holzhausen könne, weil zu weit abgelegen, dies nicht kompensieren. Daher wird Nicole Blauth zunächst die Arbeit ihres Vorgängers weiterführen. Viele Familien aus der Gemeinde Burbach wird es freuen, dass der »Kindertreff« als Betreuungsangebot für Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 13 Jahren in jedem Fall weiterhin montags, mittwochs und freitags von 14.45 bis 18.15 Uhr in der KOT stattfinden kann. »Derzeit kommen durchschnittlich 15 Kinder zu uns«, so Nicole Blauth. Eine Betreuung der Kids bei ihren Hausaufgaben gehört ebenso dazu wie Kreativangebote. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Kochkurs, den sie jeden Montag gemeinsam mit Angela Langenbach veranstaltet.

Die rund 100 Burbacher AWo-Mitglieder hoffen nun auf einen positiven Bescheid ihrer Heimatgemeinde, damit der Umbau bald beginnen und das lang ersehnte Jugend- und Begegnungszentrum für eine breitere Arbeit mit offenen Angeboten entstehen kann. »Es wird der sozialen Arbeit für Jugendliche, Migranten und Senioren neue Möglichkeiten eröffnen«, meint auch die Vorsitzende Conny Ströhmann, die sich mit der KOT-Leiterin auf die Herausforderungen freut.

An einem Aufbau der Jugendarbeit in der KOT will auch der Ortsverein mitwirken. Dass an einer Zusammenarbeit seitens der Ehrenamtlichen großes Interesse besteht, erklärte Conny Ströhmann: »Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass sich Jung und Alt mit geeigneten Angeboten in der Nassauischen Straße zu Hause fühlen können«.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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