Baulücken: Gemeinde befragt Eigentümer

dibi Burbach. Mut zur Lücke – den erhofft sich die Gemeinde Burbach jetzt in Sachen Baugrundstücke. Und zwar von den Besitzern noch unbebauter Areale. Deren rund 1500 erhalten in diesen Tagen Post aus dem Rathaus. Die hohe Zahl von Anschreiben resultiert aus der Tatsache, dass aus rechtlichen Gründen beispielsweise beide Ehepartner oder mehrere Personen einer Erbengemeinschaft befragt werden müssen.

Wie berichtet, haben sich Rat und Verwaltung im Zuge der Diskussion über die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans auch neue Ziele gesetzt. Galt bislang das Motto, in jedem Dorf Neubaugebiete anbieten zu können, verlagert sich der Schwerpunkt nun zusehends Richtung Ortskerne. Angesichts der rückläufigen Einwohnerzahlen sollen keine großflächigen Areale mehr neu erschlossen werden. Stattdessen forciert man im Rathaus die Stärkung der gewachsenen Ortszentren.

Ausgewiesene Siedlungsschwerpunkte sind Burbach und Holzhausen. Im Hickengrund verfügt die Kommune noch über ein Baugrundstück, in Burbach sind es „An der Burg“ fünf und in Lippe „Vor den Haßeln“ zehn. Wer in anderen Ortsteilen ein neues Haus errichten möchte, kann sich in der Regel nur noch bei privaten Eigentümern um den Kauf eines Grundstücks bemühen. Welche hier überhaupt aktivierbar sind, dies soll die Befragung ebenfalls klären.

Laut den vor Ort erhobenen Daten des Fachbüros „plan lokal“ aus Dortmund schlummert hier noch ein großes Potenzial. „Es sind annähernd 1000 Baulücken“, erklärten Bürgermeister Christoph Ewers und Bauamtsleiter Hartmut Tielmann gestern im Gespräch mit der SZ. Wobei sich allerdings nicht alle sofort oder problemlos bebauen lassen.

In drei Kategorien stuften die Fachleute die in Frage kommenden Bereiche ein. Übrig blieben 767 Grundstücke. Die Besitzer der Typen A (sofort bebaubar) und B (eingeschränkt nutzbar) sollen jetzt in dem Fragebogen Auskunft geben über ihre Pläne mit dem eigenen Grund und Boden.Da geht es zum einen um die Nutzungsabsicht. Gefragt wird, ob sie das Grundstück kurzfristig selbst bebauen, als Reserve für Angehörige vorhalten oder eventuell verkaufen wollen. Wer an einer Vermarktung interessiert ist, kann ankreuzen, ob die Gemeinde entsprechende Daten für Interessenten etwa im Internetauftritt der Kommune veröffentlichen soll.„Wir erhoffen uns von dieser Befragung wichtige Erkenntnisse, die dann für das Baulückenkataster die Grundlage bilden. Es soll kontinuierlich aktualisiert werden, damit wir jederzeit einen detaillierten Überblick über die technischen und planungsrechtlichen Daten der Baulücken haben“, erhofft sich der Bürgermeister eine rege Teilnahme der Befragten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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