Bessere Bedingungen für Obdachlose

Neues Schlichtwohnhaus in Würgendorf bezugsfertig/Immer mehr Familien geraten in Not

sz Würgendorf. Das frühere Schlichtwohnhaus in Würgendorf war durch bauliche Mängel und größere Frostschäden, die im Winter 2004/05 entstanden waren, nicht mehr bewohnbar. Der Ausschuss für Schulen, Kultur, Sport und Soziales beschloss daher am 25. April 2005, zur Unterbringung von obdachlosen Familien und Personen einen Neubau errichten zu lassen. Als Standort, an dem die Verwirklichung am günstigsten möglich war, wurde der bisherige im Bereich der Straße Hellerbach in Würgendorf festgelegt. Gründe dafür waren, dass sich das Grundstück bereits im Gemeindeeigentum befand, die Erschließung und Versorgungsanschlüsse vorhanden waren, eine Baugenehmigung unproblematisch erschien und Haltestellen für den Personennahverkehr in unmittelbarer Nähe liegen.

Festgelegt wurde, dass die Gemeinde eine Vorgabe zu der gewünschten Bauausführung und zu den zu schaffenden Räumlichkeiten erarbeitete und damit eine beschränkte Ausschreibung in Form eines »Investorenmodells« erfolgen sollte. Als günstigster Anbieter erhielt die Firma IMD Immobilien Management Dreiländereck GmbH im September 2005 den Auftrag zum Bau des Gebäudes. Die Gemeinde erwartete, dass es spätestens am 1. September 2006 nutzbar sein musste. Ende Oktober 2005 lag die Baugenehmigung vor; der Abriss des alten Gebäudes erfolgte umgehend. Mit den Bauarbeiten konnte im November begonnen werden, wobei allerdings zwei harte Wintermonate den Fortgang zu verzögern drohten. Trotzdem hat es der Investor geschafft, das Gebäude vorzeitig zum 1. Juni fertig zu stellen.

Entstanden ist ein zweigeschossiges Gebäude in Massivbauweise mit einseitiger Dachneigung und einer ansprechenden äußeren Gestaltung. Im Haus befinden sich vier Wohnungen für Paare und Familien in unterschiedlicher Größe (40 bis 55 qm) sowie fünf Einzelzimmer mit den erforderlichen Gemeinschaftseinrichtungen. Die Wohnungen sind für Familien und Personen vorgesehen, denen aufgrund eines Räumungsurteils Obdachlosigkeit droht oder die auf andere Weise obdachlos geworden sind und daher vom Ordnungsamt in einer so genannten »Notunterkunft« untergebracht werden müssen. Gerade Familien mit Kindern sind laut Gemeinde Burbach vermehrt von Räumungsklagen betroffen, da es diesen meist durch Arbeitslosigkeit und Kürzung von Sozialleistungen immer schwerer fällt, Miet- und Nebenkosten für einen angemessenen Wohnraum zu tragen. Daher ist die Gemeinde verpflichtet, eine angemessene Zahl von »Notwohnungen« vorzuhalten. Mit der Belegung der Wohnungen wird in Kürze begonnen, während die Ausstattung der Gemeinschaftseinrichtungen für eine Nutzung durch Einzelpersonen noch erfolgen muss.

Die Gemeinde geht davon aus, für den betroffenen Personenkreis nun wieder über eine Einrichtung zu verfügen, die den Anforderungen an eine menschenwürdige Unterbringung entspricht, andererseits durch diesen Neubau aber auch das gesamte Umfeld verbessert wurde und den benachbarten Anwohnern keinen Anlass mehr zu Klagen bietet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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