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Heimatverein hat große Pläne
Comeback für Hotel Dilthey

So könnte es aussehen: Durch die Tür links soll das neue Treppenhaus zugänglich werden; am Ende des Eingangsbereichs trennt eine torähnliche Glasfront die Remise ab.
  • So könnte es aussehen: Durch die Tür links soll das neue Treppenhaus zugänglich werden; am Ende des Eingangsbereichs trennt eine torähnliche Glasfront die Remise ab.
  • Foto: Büro Halbach (Skizze)
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Burbach. Die Bürgerkneipe Burbach erhält eine Frischzellenkur. Der Heimatverein „Alte Vogtei“ plant als Eigentümer, das Erdgeschoss des ehemaligen „Gasthofs Am Römer“ zu renovieren. Coronabedingt bleibt der Zapfhahn für das beliebte Feierabendbier am Freitag zwar zugedreht, die Ehrenamtler haben mit Haus Dilthey, so der Name des schmucken Fachwerkhauses am Gassenweg, aber noch einiges vor. Mittelfristig soll ein „Haus der Gastlichkeit“ entwickelt werden. Die Aufwertung von Schankraum, Nebenräumen und Remise ist nur ein erster Schritt.

Ehrenamtskneipe wird renoviert
Im Zentrum der Ertüchtigung der Ehrenamtskneipe steht zunächst die Elektrik, die komplett erneuert werden muss. Charme und Ambiente sollen davon weitgehend unberührt bleiben. In der Remise wird mehr passieren.

tile Burbach. Die Bürgerkneipe Burbach erhält eine Frischzellenkur. Der Heimatverein „Alte Vogtei“ plant als Eigentümer, das Erdgeschoss des ehemaligen „Gasthofs Am Römer“ zu renovieren. Coronabedingt bleibt der Zapfhahn für das beliebte Feierabendbier am Freitag zwar zugedreht, die Ehrenamtler haben mit Haus Dilthey, so der Name des schmucken Fachwerkhauses am Gassenweg, aber noch einiges vor. Mittelfristig soll ein „Haus der Gastlichkeit“ entwickelt werden. Die Aufwertung von Schankraum, Nebenräumen und Remise ist nur ein erster Schritt.

Ehrenamtskneipe wird renoviert

Im Zentrum der Ertüchtigung der Ehrenamtskneipe steht zunächst die Elektrik, die komplett erneuert werden muss. Charme und Ambiente sollen davon weitgehend unberührt bleiben. In der Remise wird mehr passieren. Zum einen sollen dort neue Sanitäranlagen eingerichtet werden, zum anderen soll das bestehende Holztor auf Kellerniveau unterhalb der Freitreppe des Kneipeneingangs einer Glasfront mit Tür weichen. Hier betritt man den künftigen Eingangsbereich, von wo aus links das neue Treppenhaus zugänglich ist. Dies ersetzt die vorhandenen Treppenanlagen und optimiert die Infrastruktur des Gebäudes, indem nun alle Stockwerke zentral erschlossen werden. Im hinteren Bereich des hellen Foyers entsteht ein echter Augenöffner: Hier trennt eine weitere, torförmige Glaswand die rund 80 Quadratmeter große Remise ab.

Obergeschosse sollen entkernt werden

An den beiden oberen, derzeit ungenutzten Etagen wird ebenfalls Hand angelegt. Hier stehen die Entkernung und vorbereitende Maßnahmen zur Einrichtung von Gästezimmern auf dem Programm. „Da wir die neue Elektrik in der Ehrenamtskneipe über die Decke installieren, bietet es sich an, die oberen Etagen gleich mit anzupacken“, erklärt Volker Gürke. Gleichzeitig die geplanten acht Gästezimmer herzurichten, wäre jedoch ein finanzieller Kraftakt, den der Heimatverein aktuell nicht stemmen könnte. Schon für die erste Phase des Gesamtkonzepts, ist Hilfe „von außen“ notwendig.

LEADER-Förderung macht's möglich

Diese kommt in zweierlei Form. Für die Arbeiten in der Ehrenamtskneipe als Dorftreffpunkt und die Umgestaltung der Remise werden Fördermittel aus dem europäischen LEADER-Programm angezapft. Der hiesige Regionalverein „3-Länder-Eck“ hat das Projekt bereits abgesegnet, jetzt muss noch die Bezirksregierung in Arnsberg die Gelder bewilligen.

Sparkasse unterstützt weitere Maßnahme

Insgesamt will der Heimatverein 50.000 Euro in die erste Etage und Remise investieren, 65 Prozent (32 500 Euro) davon sollen aus dem Fördertopf kommen. Dieser bleibt für die Maßnahmen in den beiden Obergeschossen hingegen versiegelt. Für die Entkernung fallen Kosten von nochmals rund 50.000 Euro an. Hierfür habe die örtliche Sparkasse wegen des ortsbildprägenden und historischen Charakters des Gebäudes eine „sehr großzügige Spende zugesagt, mit der wir so nicht gerechnet haben“, sagt Volker Gürke. Über Details habe man Stillschweigen vereinbart.

Bereits im Frühjahr 2019 hatte der Vorstand die Pläne während der Mitgliederversammlung vorgestellt und breite Rückendeckung erhalten. Im Arbeitskreis „Hotel“ wurde das Konzept gemeinsam mit dem Architekturbüro Halbach aus Neunkirchen weiter ausgearbeitet.

Drei-Sterne-Zimmer für Monteure und Wanderer

Inzwischen steht fest, die Raumaufteilung in den oberen Geschossen soll erhalten bleiben. So bietet das erste OG Platz für drei Einzel- und ein Doppelzimmer sowie eine gemeinschaftliche Küche. Im Stockwerk darüber sind jeweils zwei Einzel- und Doppelzimmer und eine Küchenzeile vorgesehen. Alle Zimmer sollen eigene Bäder erhalten. Das Ausstattungsniveau soll mit maximal drei Sternen den Ansprüchen von Wanderern und Monteuren genügen.

Ehrenamtlicher Betrieb

Dem Heimatverein schwebt vor, den Hotelbetrieb ehrenamtlich zu betreiben, nachdem die Suche nach seriösen Pächtern für die Kneipe in den vergangenen Jahren schon scheiterte. Angedacht ist, dass sich die Gäste selbst versorgen.

Risiko mit Augenmaß

Demnächst stehen die Gespräche mit der Bauaufsichtsbehörde an. Einen straffen Zeitplan hat sich der Heimatverein nicht auferlegt. Leader gewähre für die Umsetzung des geförderten Projekts eineinhalb bis zwei Jahre Zeit, sagt Volker Gürke. Ziel sei es aber, schnellstmöglich zu beginnen und die Coronazeit zu nutzen. „Man muss mutig sein und etwas anpacken – aber mit Augenmaß“, so der Vereinsvorsitzende.

Eröffnung in drei bis fünf Jahren

Wann die ersten Gäste beherbergt werden sollen, ist noch unklar. Der Ausbau der Obergeschosse, so die aktuelle Einschätzung des Vereins, soll in den kommenden drei bis fünf Jahren erfolgen. Es wird also noch viel Wasser die Heller hinabfließen, bis im einstigen „Hotel Dilthey“ wieder Wanderer und Monteure einchecken können.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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