»Denkt mal an unser Denkmal!«

Würgendorfs Ortsvorsteher Ottmar Gontermann richtet einen Appell an die Mitbürger

dibi Würgendorf. Würgendorfs Ortsvorsteher Ottmar Gontermann appelliert an die Bevölkerung, sich mit vereinten Kräften für die Pflege des Denkmals zu engagieren. Gontermann: »Wie überall nachzulesen, werden vor dem Volkstrauertag die Gedenkstätten in den Gemeinden durch ehrenamtliche Dorfbewohner gärtnerisch gestaltet und die baulichen Anlagen den Sicherheitsbestimmungen entsprechend saniert und repariert. Vor dem gleichen Problem standen wir jetzt auch in Würgendorf. Da sich das ehrenamtliche Engagement in Grenzen hielt, hat sich die Gemeinde erfreulicherweise durch ihren aktiven Bauhof engagiert. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank.«

Die würdige Gedenkstätte, mit ihrer monumentalen Größe einmalig im weiten Umkreis, solle auch, wie schon vor Monaten auch der Heimatverein als Reaktion auf eine Diskussion in den politischen Gremien verlauten ließ, keine zentrale Gedenkstätte werden. Der Ortsvorsteher: »Wie der Kölner Dom unverrückbar nach Köln gehört und dort bleibt, bleibt unsere schöne Gedenkstätte Würgendorfer Eigentum. Unser Ehrenmal ist nachweislich und ausnahmslos von den Dorfbewohnern Würgendorfs unentgeltlich in ihrer knappen Freizeit von 1924 bis 1927 errichtet worden. Alle Dorfbewohner müssten sich darüber im Klaren sein, dass daraus eine Verpflichtung entstanden ist, die Gedenkstätte in Ordnung zu halten.«

Man wisse, dass zur würdigen Instandsetzung und Unterhaltung erhebliche Geldmittel erforderlich seien und die Gemeinde mit ihrem Bauhof die Würgendorfer auch weiterhin nicht im Stich lasse. Man wolle und müsse aber das Denkmal wieder – wie früher geschehen – in Eigenregie pflegen. Gontermann: »Es muss uns eine Ehrenpflicht sein, für einen würdigen Unterhalt des Ehrenmals zu sorgen. Dies sind wir Würgendorfer unseren Toten und Vermissten beider Weltkriege schuldig.«

Bei seinen Nachforschungen in alten Unterlagen hat der Ortsvorsteher herausgefunden, dass der frühere Bürgermeister Erich Krumm und der ehemalige 1. Vorsitzende des Heimatvereins, Paul Schepp, im April 1964 vertraglich festgelegt haben, dass der Heimatverein die Instandsetzung und Pflege des Ehrenmals und der dazu gehörigen Anlage übernimmt. Gontermann: »Aus diesem Grunde fordere ich den Heimatverein auf, vertragskonform die jährliche Pflege am Denkmal zu organisieren.« Selbstverständlich sei jedermann im Dorf aufgefordert, sich an den Arbeiten zu beteiligen. Der Ortsvorsteher weiter: »Dies würde bestimmt Gemeinsinn und das Gefühl des Miteinanders in unserem Dorf weiter fördern. Ich unterstütze jegliche Anregung, um unsere dörfliche Qualität und unser Miteinander zu verbessern und würde mich freuen, wenn die Möglichkeit genutzt würde, unser Dorf positiv in die Schlagzeilen zu bringen. Ich bitte auch die Jugend höflichst, sich für Würgendorf zu engagieren. Es ist es wert, dass wir uns alle für seine Belange einsetzen. Denn nur gemeinsam sind wir stark.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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