DRK servierte eine Extraportion

25 Jahre »Essen auf Rädern«:

Edwin Krumm (85) war erster Besteller des Ortsvereins

dibi Gilsbach. Wenn Edwin Krumm heute sein Mittagessen zubereitet, dann hat er gleich zwei Gründe zum Feiern. Zum einen wird der Gilsbacher heute 85 Jahre alt (Gratulanten sind ab 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus willkommen), zum anderen war er vor rund 25 Jahren der erste Kunde des DRK-Ortsvereins Burbach, der den Service »Essen auf Rädern« in Anspruch nahm. Für die Betreuerinnen des DRK Anlass, dem Jubilar auch für die weiteren Jahren alles Gute zu wünschen. Zum Dank gab es eine Extraportion Essen.

Lotte Durth (71) und Hedel Bechtel (69) erinnern sich noch gerne an die Anfänge dieses neuen Servicebereiches. »Wenn wir Onkel Edwin beliefern, dann muss auch immer Zeit für ein kleines Schwätzchen sein«, beschreibt das Duo den über die vielen Jahre gewachsenen freundschaftlichen Kontakt zu dem Gilsbacher. Der Jubilar freut sich immer auf die Lieferung: »Ich habe das Essen 25 Jahre überlebt«, lacht er im Gespräch mit der SZ. Als seine Frau schwer erkrankte, kam ihm das neue Serviceangebot des DRK gerade recht. Schon bald gesellten sich auch Tochter Marianne und deren Ehemann Richard Heydt gerne zu den Eltern. »Wir freuen uns immer, wenn Papa wieder gekocht hat«, gesteht die Tochter ein. Am liebsten, so Edwin Krumm, esse er Schweinebraten mit Soße und Kartoffeln, generell schmecke ihm aber das Essen immer. »Und ich muss mich nicht groß um den Einkauf kümmern«, nennt er einen weiteren Vorteil von »Essen auf Rädern«.

18 Kunden, so erklärte Sonja Reimann im Gespräch mit der SZ, werden derzeit in der Gemeinde Burbach mit Mahlzeiten versorgt. Auch die Kunden des DRK-Ortsvereins Neunkirchen erhalten ihr Essen aus Burbach. Dort werden die tiefgefrorenen Mahlzeiten zwischengelagert, bevor sie aus der Kühltruhe von Neunkirchener Helferinnen direkt an die rund zwei Dutzend Bezieher ausgeliefert werden.

Einmal pro Woche drehen beispielsweise die Burbacherinnen ihre Runde im blauen Renault-Kombi. Jeweils für eine Woche reicht der zuvor aus einem Katalog von den Kunden ausgewählte Essensvorrat. Wurde in den Anfangsjahren das Essen meist noch in Plastikbeuteln per Wasserbad erwärmt, geht es heute komfortabler zu. Sonja Reimann: »Die Mahlzeiten werden von der Firma Apetito in Portionsschalen angeliefert. Im Backofen, in der Mikrowelle oder auf Wunsch in einem speziellen Gerät kann man sie dann erhitzen.«

Dieser Service des DRK-Ortsvereins stehe übrigens nicht, wie offenbar immer noch fälschlicherweise von vielen Mitbürgern vermutet werde, nur Kranken zur Verfügung. »Wir bieten diesen Service eigentlich für Jedermann an, der sich auf diese einfache Art und Weise selbst verpflegen möchte.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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