Ebbecke und Ewers sind sich näher gekommen

dibi Burbach. Der eine (Axel Ebbecke) wollte „eine Brücke bauen“, der andere (Christoph Ewers) die „Tür noch nicht ganz zuschlagen“. Am Dienstag sind sich beide wohl wieder einen Schritt näher gekommen. Dies könnte man nach dem Zusammentreffen von Eigentümern, Mietern und Verwaltungen im Burbacher Rathaus wohl so deuten. „Wir haben am Mittwoch die schriftliche Nachricht bekommen, dass Herr Ebbecke in Sachen Bebauungsplan für den Gewerbepark Siegerland den schon Anfang 2008 gemeinsam besprochenen Weg nun doch mitgehen will.“ Darüber zeigte sich der Bürgermeister erfreut und erleichtert zugleich. Denn dieses „Zeichen von Verlässlichkeit“ sei in der aktuellen Situation (SZ berichtete bereits ausführlich) immens wichtig für die weitere Entwicklung.

Wie Ewers gestern bei einem Pressetermin im Rathaus erläuterte, war der Saal mit rund 50 Personen am Dienstag gut gefüllt. Neben zahlreichen Mietern waren Axel Ebbecke und dessen Vater Raimund nebst einem „Stab an Beratern“ (Ewers) gekommen, um von Vertretern der Gemeinde und des Kreises (u. a. Baudezernentin Helge Klinkert) informiert zu werden.

Ewers: „Ich habe noch einmal deutlich gemacht, dass jede Nutzung und Bebauung eines rechtskräftigen Bebauungsplanes bedarf.“ Der zwischen Axel Ebbecke und dem Bund bestehende Mitbenutzervertrag sei laut seiner Einschätzung eine „wackelige Grundlage und kein Freifahrtschein für jede Form der Nutzung“. Aktuell sei daher auch nur ein Teil der Aktivitäten auf dem ehemaligen Kasernengelände genehmigt.

Dies habe man den Mietern ebenso klar zu verstehen gegeben wie die Tatsache, dass man nicht mehr lange darauf warten wolle, bis Ebbecke sich endlich an die getroffenen Vereinbarungen halte. Ewers: „Die Uhr tickt. Sonst werden wir die Nutzung mittelfristig beenden.“

Der Kreis Siegen-Wittgenstein werde in Kürze mit allen Betroffenen über individuelle Lösungen sprechen, sollte dieser Fall eintreten. Diese offenen Worte seien seines Erachtens bei den Mietern gut angekommen. Auch Axel Ebbecke und seine Berater hätten schon am Dienstag signalisiert, dass der grundsätzliche Wille bestehe, die Forderungen der Gemeinde nun doch zu erfüllen.Ewers: „Jetzt ist der Eigentümer am Zuge, die Planungen bezüglich der Abwasserversorgung abzuschließen und mit uns abzustimmen.“ Es gehe im Prinzip darum, die noch fehlende Ausführungsplanung zu erstellen. Die diene dann als Grundlage für Vereinbarungen, welche Teilabschnitte in welchem Zeitraum vom Investor zu sanieren seien. All dies müsse in einem städtebaulichen Rahmenvertrag aber auch finanziell abgesichert werden. Generell seien Kreis und Gemeinde weiterhin daran interessiert, an der Gambach einen florierenden Gewerbepark zu entwickeln.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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