Ein Bündnis für Menschlichkeit

DRK-Ortsverein Hickengrund blickte auf 75 Jahre Hilfe am Nächsten zurück

Niederdresselndorf. Seine Markenzeichen sind Hilfsbereitschaft, Neutralität und Bescheidenheit. Der DRK-Ortsverein Hickengrund hat sich die Idole des Gründers des Roten Kreuzes, Henri Dunant, zu eigen gemacht, sie inzwischen 75 Jahre lang praktiziert und sich um das »Bündnis für mehr Menschlichkeit« verdient gemacht. Am vergangenen Wochenende beging der DRK-Ortsverein seinen 75. Geburtstag, der in die Annalen der zahlenmäßig eher kleinen, aber um so rührigeren DRK-Bereitschaft eingehen wird.

Viele Gäste und Freunde des von Gemeinschaftssinn geprägten Jubelvereins konnte DRK-Ortsvereinsvorsitzender Donald Gerd Rämsch zum Festkommers in der Hickengrundhalle willkommen heißen, darunter u.a. Bürgermeister Hermann-Josef Droege, Schirmherr Hartmut Hering, DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Henze, Kreisrotkreuzleiter Friedrich Wenzelmann und Gemeindebrandmeister Rolf Lengenberg.

Praktische Nächstenliebe und ein breites Spektrum der Aufgabenbereiche der DRKler des Ortsvereins Hickengrund hätten das Lebensumfeld von Bewohnern, Vereinen und Gruppen in der Region in der Vergangenheit vielfältig beeinflusst und sich einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft erarbeitet, freute sich Schirmherr Hartmut Hering über den uneigennützigen Einsatz des DRK. Er erinnerte an die inzwischen 1445o registrierten Blutspenden, die das DRK Hickengrund bisher durchführte, an die Pionierarbeit in Sachen Kindergärten und Krankentransporte und die unzähligen Unfallwachen. Hans-Werner Harr, Ortsvereinsvorsitzender des DRK Burbach, beglückwünschte den Jubelverein zu seinem 75-jährigen Jubiläum und erinnerte an die ersprießliche Zusammenarbeit beider DRK-Ortsvereine auf manchen Gebieten.

Gute Kontakte attestierte auch Feuerwehrchef Rolf Lengenberg. Bei vielen Anlässen seien Feuerwehr und DRK in einem Boot für eine gute Sache an der Arbeit. Pastor Auner für die christlichen Gruppen des Hickengrundes und auch die örtlichen Vereine bedankten sich bei dem Jubilar für die verlässliche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten.#B2usammen mit der Feuerwehr und dem THW seien die Rotkreuzler die »Nothelfer vom Dienst«, stellte Bürgermeister Hermann-Josef Droege in seiner Grußadresse von Rat und Verwaltung der Gemeinde Burbach fest. »Wir brauchen sie auch in den nächsten 25 Jahren«, wünschte sich der Verwaltungschef eine weitere von den Festtagen ausgehende Motivation und erwähnte beispielhaft Hedwig Schardt und Walter Boller vom DRK-Hickengrund als Säulen gelebten Ehrenamtes.

75 Jahre ein lebendiger Baustein einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen in der internationalen Rotkreuzbewegung seien Zeichen der Menschlichkeit für das Leben und die Gesundheit, Wohlergehen und Schutz. Für diese Idole hätten sich im Hickengrund DRK-Leute über drei Generationen hinaus stark gemacht, lobte Kreisrotkreuzleiter Friedrich Wenzelmann aus Neunkirchen.

Höhepunkt des Kommersabends, der von den Jagdhornbläsern des Hickengrundes und dem MC »Mozart« Niederdresselndorf musikalisch und gesanglich umrahmt wurde, war die Ehrung langjähriger verdienter Rotkreuzler des Ortsverbandes. An der Sitze eine der Motoren des Jubelvereins, wurde Hedwig Schardt für 5o Jahre Rotkreuzarbeit, darunter viele Jahrzehnte im Vorstand, mit der Auszeichnungsborte des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe und der goldenen Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet.

Ferner geehrt wurden mit der Auszeichnungsborte: Viktor Schwarz und Josef Seibel (fünf Jahre), Markus Weber, Dr. Dietmar Werner und Donald- Gerd Rämsch (zehn Jahre), Reiner Arhelger, Gerold Schardt und Edelgard Weber (20 Jahre) sowie Paul-Gerhard Weber für 30 Jahre Rotkreuzarbeit im Hickengrund.

Wie die Zusammenarbeit der Hilfsdienste Feuerwehr, THW und DRK funktioniert, demonstrierte das Trio am Samstagnachmittag mit einer generalstabsmäßig funktionierenden Katastrophenübung an der Hickengrundhalle. Die angenommene Lage: Ein mit dicken Fichtenstämmen beladener Kurzholzzug des Sägewerkes Georg war verunglückt. Der Fahrer, wahrscheinlich übermüdet, war von der Fahrbahn abgekommen und hatte einen parkenden Pkw mit zwei Personen auf dem Parkplatz gerammt. Ein Teil der Baumstämme rutschte wegen ungenügender Sicherung ab und begrub den Pkw unter sich, der Lastzug rammte dann auch noch die Hauswand der Halle.

In den Gastronomieräumen gab es infolgedessen ebenfalls ein halbes Dutzend Verletzte, für einen Teil der Halle bestand Brandgefahr. Über 5o Feuerwehrleute des Löschrettungszuges 2 aus Nieder- und Oberdresselndorf, Holzhausen und Lützeln, zuzüglich wurde der Löschzug Würgendorf noch alarmiert, waren im Einsatz.

Das THW Siegen, mit dem das DRK Hickengrund schon zahlreiche Übungen simulierte, war mit einem Dutzend Einsatzkräften und ihren Fahrzeugen zur Stelle, Erste Hilfe für die rund zehn Verletzten leisteten die DRKler des DRK-Ortsvereins Hickengrund mit Unterstützung ihrer Burbacher Kameraden.

Viele Schaulustige verfolgten das attraktive Schauspiel. Der Jubelverein hatte sich eine großartige Demonstration des Zusammenspiels zwischen den Hilfskräften einfallen lassen, von der nicht nur die Experten begeistert waren, die sich anschließend in einer kleinen »Manöverkritik« entsprechend äußerten, sondern die auch die Bevölkerung in Atem hielt. Im Anschluss an die Übung informierte das DRK über seine Geräte und Einsatzfahrzeuge, bevor man mit einem Bunten Abend mit viel Musik mit den »Quattros« in der Hickengrundhalle erst so richtig zum Feiern kam.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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