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BNE-Tage 2022
Ein Fisch verhungert nicht so schnell

Fütterung am Forellenteich. Die Fische in seiner Zucht bekommen nicht jeden Tag etwas zu essen, sagt Volker Winkler.
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  • Fütterung am Forellenteich. Die Fische in seiner Zucht bekommen nicht jeden Tag etwas zu essen, sagt Volker Winkler.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

tin Holzhausen.  Wie viele Fische in seiner Fischzuchtanlage schwimmen, das kann Fischereiwirt Volker Winkel gar nicht genau sagen. Er rechnet eher in Tonnen. 6,5 Tonnen Forellen, 3,5 Tonnen Karpfen. Vereinzelt Hecht, Stör oder Saibling. In den Teichen auf dem Gelände der ehemaligen „Krafts Mühle" finden Angler jedenfalls genug. Ab 6 Uhr morgens können sie kommen, eine Gebühr bezahlen, und so viele Fische aus den Teichen holen, wie sie möchten. Forelle oder Karpfen, je nach Präferenz. „Der leckerste Fisch ist der, für den man das beste Rezept hat", sagt Winkler. 

Am vergangenen Freitag besuchten jedoch keine geübten Angler die Fischzucht. Stattdessen kamen junge Naturdetektive vorbei, um etwas über die Wasserbewohner zu lernen.

tin Holzhausen.  Wie viele Fische in seiner Fischzuchtanlage schwimmen, das kann Fischereiwirt Volker Winkel gar nicht genau sagen. Er rechnet eher in Tonnen. 6,5 Tonnen Forellen, 3,5 Tonnen Karpfen. Vereinzelt Hecht, Stör oder Saibling. In den Teichen auf dem Gelände der ehemaligen „Krafts Mühle" finden Angler jedenfalls genug. Ab 6 Uhr morgens können sie kommen, eine Gebühr bezahlen, und so viele Fische aus den Teichen holen, wie sie möchten. Forelle oder Karpfen, je nach Präferenz. „Der leckerste Fisch ist der, für den man das beste Rezept hat", sagt Winkler. 

Am vergangenen Freitag besuchten jedoch keine geübten Angler die Fischzucht. Stattdessen kamen junge Naturdetektive vorbei, um etwas über die Wasserbewohner zu lernen. Und natürlich auch mal selbst die Angel in die Hand zu nehmen. Die Exkursion war die Auftaktveranstaltung der BNE-Tage 2022 im Kreis Siegen-Wittgenstein. BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bei der Reihe geht darum Kinder mit Flora und Fauna in Kontakt zu bringen und sie für Umweltfragen zu sensibilisieren.

Fauna gibt es auf Winkels Anlage reichlich. Auf den knapp 8000 Quadratmetern Wasserfläche tummeln sich hunderte Blauflügellibellen. Enten schwimmen den Besuchern entgegen. Gänse spazieren mit ausgestrecktem Hals, in den Himmel schnatternd, zwischen den einzelnen Teichen hin und her. Die volle Aufmerksamkeit der Kinder liegt aber – mit Ausnahme einer durchs Wasser schlängelnden Ringelnatter – voll bei den Fischen. Einzelne Forellen machen regelrecht Sprünge im Wasser. Warum? „Einfach aus Lebensfreude", sagt Fischwirt Winkler. 

Das Wasser für die Anlage wird aus dem benachbarten Wetterbach zugeleitet, erklärt Ulrich Krumm, vom Heimatverein Holzhausen, der die Exkursion organisiert hat. Das laufe alles nach bestimmten Kriterien. „Im Wetterbach muss immer eine Mindestmenge an Wasser drin sein", sagt Krumm. Fischwirt Winkler füttert die Fische zunächst vor den Augen der Kinder. Sagt aber: „Ein Fisch verhungert nicht so schnell." Eine größere Aufgabe als das Füttern sei es, das Wasser zu reinigen. Alle drei Tage sei das nötig. Gerade wenn es so heiß ist. 

Viel mehr Geduld haben die rund zehn Kinder, die mit ihren Eltern angereist sind aber nicht. „Können wir jetzt angeln?", fragt der siebenjährige Mattes. Aus seinem Schuppen holt Winkler drei Fangwerkzeuge. Als Köder nimmt er pralle Wachsmottenmaden. „Die kriegt man gut auf dem Haken befestigt", sagt der Fischwirt. Mattes bekommt am Karpfenteich als Erstes eine Angel in die Hand. Dann ist sein Freund Lennart dran. Wird ein großer Fisch anbeißen?

Nicht zum ersten Mal angelt am Freitag der zwölfjährige Maximilian. „Eigentlich mag er gar keinen Fisch", sagt seine Mutter. Doch vom Angeln sei er fasziniert. „Der Moment, wenn ein Fisch anbeißt, ist total aufregend", sagt Maximilian. Vor zwei Jahren habe er bei einer ähnlichen Veranstaltung schon mal was gefangen. Beim ersten und auch beim zweiten Versuch klappt es diesmal nicht. Schmeckt den Karpfen etwa die frische Made nicht? Doch Maximilian kennt die wichtigste – und schwerste – Regel beim Angeln bereits. Geduld ist das A und O.

Darauf weist auch Winkler die Kinder immer wieder hin. Geangelt wird am Freitag, bis jedes Kind einen Fisch gefangen hat. Die gefangenen Karpfen befreit der Fischwirt dann postwendend vom Haken und lässt sie zurück in den Teich. „Das sind Lebewesen wie ihr – und die sollen nicht unnötig leiden", sagt Winkler.

Autor:

Nico Tielke

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