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FeBa-Tochter und UKB siedeln an
Ein Viertel von Rübgarten II vermarktet

Die FeBa-Tochter Menk Metallbau und die Uwe Krumm GmbH erwerben zusammen rund 4,4 Hektar des 31 Hektar großen Gewerbegebiets Rübgarten II. Ein drittes Unternehmen möchte weitere rund 3,6 Hektar kaufen.
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  • Die FeBa-Tochter Menk Metallbau und die Uwe Krumm GmbH erwerben zusammen rund 4,4 Hektar des 31 Hektar großen Gewerbegebiets Rübgarten II. Ein drittes Unternehmen möchte weitere rund 3,6 Hektar kaufen.
  • Foto: Gemeinde Burbach (Karte)
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Lippe. Die Tinte unter dem Notarvertrag ist noch ganz frisch. Die Menk Metallbau GmbH, ein Tochterunternehmen der FeBa Fensterbau GmbH, hat die ersten 18.000 Quadratmeter im Gewerbegebiet Rübgarten II erworben. Dabei handelt es sich um das Eckgrundstück direkt am Kreisel der B 54 / Abzweig L 911 Richtung Lützeln. Den Aluminium-Bereich des bekannten Fensterbauers zieht es somit aus dem Industriepark Burbach auf die Lipper Höhe. An der Carl-Benz-Straße gab es für die Firma keine Möglichkeit, sich räumlich weiter zu entwickeln, erklärt Norman Menk von der Geschäftsleitung.

Durch die Umsiedlung könne man nun auf ein Dreifaches der vorhandenen Fläche expandieren. Geplant sei zunächst, ein Hallenschiff mit 4500 Quadratmetern zu bauen.

tile Lippe. Die Tinte unter dem Notarvertrag ist noch ganz frisch. Die Menk Metallbau GmbH, ein Tochterunternehmen der FeBa Fensterbau GmbH, hat die ersten 18.000 Quadratmeter im Gewerbegebiet Rübgarten II erworben. Dabei handelt es sich um das Eckgrundstück direkt am Kreisel der B 54 / Abzweig L 911 Richtung Lützeln. Den Aluminium-Bereich des bekannten Fensterbauers zieht es somit aus dem Industriepark Burbach auf die Lipper Höhe. An der Carl-Benz-Straße gab es für die Firma keine Möglichkeit, sich räumlich weiter zu entwickeln, erklärt Norman Menk von der Geschäftsleitung.

Durch die Umsiedlung könne man nun auf ein Dreifaches der vorhandenen Fläche expandieren. Geplant sei zunächst, ein Hallenschiff mit 4500 Quadratmetern zu bauen. Der neue Standort biete zudem die Perspektive, zwei weitere Hallen zu errichten. Man befinde sich aktuell in der Planungsphase, beabsichtigt sei, im Januar 2021 mit dem Betrieb einziehen zu können. Aktuell beschäftigt die FeBa-Tochter 22 Mitarbeiter, künftig sollen es 25 sein, so Menk. Was mit dem aktuellen Betriebsgelände passieren wird, sei noch unklar.

Vetter Group übernimmt UKB-Immobilie

Unterschriftsreif ist auch der Vertrag mit der UKB – Uwe Krumm GmbH, die ebenfalls vom Industriepark in die Nachbarschaft des Siegerland-Flughafens ziehen will. Aus den gleichen Gründen wie der künftige Nachbar FeBa: Die Kapazitätsgrenzen am jetzigen Firmensitz sind erreicht. Der Kaufabschluss über 2,6 Hektar im Januar ist laut den beiden Parteien – also der UKB und des Zweckverbands „Interkommunales Gewerbegebiet Rübgarten II“ bestehend aus den Gemeinden Burbach und Neunkirchen – nur noch Formsache. Eigentlich habe man eine Fläche im Haigerer Industriegebiet Kalteiche gesucht, räumt Inhaber Uwe Krumm ein. Nun aber verlagert der Hersteller von Abkant- und Sonderwerkzeugen mittelfristig seine Produktion innerhalb des Gemeindegebiets und leistet damit „Pionierarbeit“.

Das neue Domizil wird linker Hand der Hauptzufahrt des interkommunalen Gewerbegebiets am Kreisel L 911, der den Verkehr auch in das Schwestergebiet Rübgarten I leitet, aufgebaut. Vorgesehen ist ein 7500 Quadratmeter großer Bau (inklusive Büros). Zudem besteht die Aussicht, sich in Zukunft weiter zu vergrößern. Wann die rund 65 Mitarbeiter auf die Lipper Höhe umziehen können, steht noch nicht fest. Wohl aber die Nachnutzung der bestehenden Immobilie an der Carl-Benz-Straße, die die angrenzende Vetter Group GmbH erwerben wird, wie Christian Feigs, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Burbach, mitteilt.

Speditionen und Logistiger abgelehnt

„Unsere Strategie ist aufgegangen“, freut sich Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers über genau solche, „Ansiedlungen, die wir uns gewünscht haben.“ In den vergangenen Jahren hätte man die gesamte Fläche von 31 Hektar bereits an Speditionen oder Logistik-Unternehmen vermarkten können. Ausschlaggebend sei jedoch das „aus unserer Sicht günstige Verhältnis zwischen Grundfläche, Mitarbeiterzahl und Gewerbesteuer“, ergänzt Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann. Darüber herrsche Einigkeit im Zweckverband und in den Gemeinden, sodass die Ablehnungen in der Vergangenheit sowie die ausgesprochenen Verkaufszusagen einstimmig gewesen seien, betonen die beiden Verwaltungschefs.

Nachdem der Zweckverband einen langen Atem bewiesen hat (siehe Kasten), ist nun also ein Anfang gemacht. Die Erfahrung zeige, dass die Vermarktung eines Gewerbegebiets nach ersten Ankeransiedlungen einfacher sei, sagt Ewers. Für Rübgarten II scheint dieser Effekt bereits Gültigkeit zu haben, denn schon steht ein weiteres Unternehmen in den Startlöchern. Der Zweckverband habe einer dritten heimischen Firma die Verkaufszusage gegeben, teilen die Bürgermeister mit. Diese wolle das in der Verlängerung des neuen UKB-Areals Richtung Lützeln liegende Grundstück erwerben und eine große Halle bauen, um diese an einen anderen produzierenden Betrieb aus der Region zu vermieten.
Namen könne man in diesem frühen Stadium noch nicht preisgeben, bittet Christian Feigs um Nachsicht. Dieser zu erwartende Verkauf mit eingerechnet, bedeute, dass nunmehr ein Viertel (ca. 8 Hektar) der zur Verfügung stehenden Gesamtfläche erfolgreich vermarktet sei.

Kosten und Einnahmen aufgeteilt

Dass durch den Umzug der beiden Unternehmen die künftigen Gewerbesteuern nicht mehr allein an Burbach abgeführt werden, sondern zu gleichen Teilen in beide Gemeindekassen fließen, ist für Christoph Ewers kein Problem. Das könne man so sehen, aber man habe sich seinerzeit bewusst dazu entschieden, sowohl die Kosten als auch die Einnahmen hälftig aufzuteilen. „Wir wollten es einfach halten.“

Ausgehend von der Annahme, dass potenzielle Arbeitnehmer möglichst nah an ihrer Arbeitsstätte wohnen möchten, dürfe Burbach auf eine entsprechende Wohnbaubesiedlung hoffen, glaubt auch Bürgermeister Baumann an einen ausgleichenden Effekt. Er ordnet hier die interkommunale Zusammenarbeit auf höherer Ebene ein: Mit Rübgarten II kämen beide Kommunen ihrer „regionalen volkswirtschaftlichen Verantwortung nach“.

Die FeBa-Tochter Menk Metallbau und die Uwe Krumm GmbH erwerben zusammen rund 4,4 Hektar des 31 Hektar großen Gewerbegebiets Rübgarten II. Ein drittes Unternehmen möchte weitere rund 3,6 Hektar kaufen.
Wirtschaftsförderer Christian Feigs, Bürgermeister Christoph Ewers und Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann wähnen sich nach den ersten beiden fixen Ansiedlungen auf dem richtigen Weg bei der Vermarktung des interkommunalen Gewerbegebiets.
Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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