Energie effizient einsetzen

Beate Schlabach und Bürgermeister Christoph Ewers stellten gestern die Ergebnisse der Untersuchungen in Sachen Energieeffizienz vor.  Foto: dibi
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dibi Burbach. Klimaschutz ist eine große Herausforderung. Mit einem großen Betätigungsfeld. Zumal, wenn man wie die Gemeinde Burbach, im Besitz von 64 Gebäuden ist. In Sachen Heizungsanlagen sind die Südsiegerländer bereits seit einigen Jahren auf dem „Holzweg“. Pellets und Hackschnitzel sorgen in einigen Schulen für wohlige Wärme. Damit die möglichst auch sinnvoll und effektiv genutzt werden kann, müssen aber noch einige Investitionen in die energetische Aufwertung der Gebäude erfolgen.

Um sinnvoll zu investieren, bedarf es zuvor natürlich einer eingehenden Analyse, wo Schwachstellen sind und wie diese möglichst optimal und preisgünstig zu beheben sind. Für drei Gebäudekomplexe hat man solche Daten und Fakten jetzt vorliegen. Gestern stellten Bürgermeister Christoph Ewers und Beate Schlabach, im Bauamt für die Gebäudeunterhaltung zuständig, die entsprechenden Energieausweise in einem Pressegespräch vor.

Im Rahmen des vom Versorger RWE finanziell unterstützten „5000-Rathäuser-Programms“ wurden das Rathaus, die Grundschule Holzhausen und die Mehrzweckhalle Wahlbach von Experten unter die Lupe genommen.

„Es sind drei typische Gebäude mit völlig unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen“, erklärte Ewers. Das 1905 erbaute Rathaus etwa schneidet in Sachen Gesamtenergieeffizienz erwartungsgemäß nur mittelmäßig ab. „Weil es unter Denkmalschutz steht, hat man bei der Fassadendämmung kaum Spielraum“, so Beate Schlabach. Dennoch gibt es noch Einsparungsmöglichkeiten. Die sehen die Fachleute in ihrem Maßnahmenkatalog beispielsweise in der Dämmung des Dachbodens und bei der Optimierung der Heizungsanlage.

In Holzhausen ist der bereits sanierte Altbau (Baujahr 1928) voll im „grünen Bereich“. Der 42 Jahre alte Neubau indes könnte durch eine Fassadendämmung aufgewertet werden. Positiv in der Energiebilanz schlägt sich die Hackschnitzelheizung ebenso nieder wie die energiesparende Beleuchtung.Die 1978 gebaute Mehrzweckhalle in Wahlbach könnte nach Ansicht der Experten sowohl durch den Austausch der Fenster als auch durch Dämmungen an Fassade und Dach energiesparender ausgestattet werden. Alleine die Fassadendämmung würde laut grober Schätzung von Beate Schlabach bis zu 150 000 Euro kosten. Eine Summe, die sich kaum amortisieren dürfte. Daher steht die Kosten-Nutzen-Analyse stets auch im Mittelpunkt der überlegungen.Ohne Kosten hingegen lassen sich Änderungen im sogenannten Nutzerverhalten umsetzen. „Da steckt noch großes Potenzial drin“, ist sich der Bürgermeister sicher. In der Grundschule Burbach beispielsweise seien erste Erfolge bereits kurz nach der umfassenden Sanierung im Sommer absehbar. Durch die neue Einzelraumsteuerung können die Räume jetzt vom Hausmeister je nach Bedarf beheizt werden.Zug um Zug muss die Verwaltung nun für alle öffentlichen Gebäude Energieausweise erstellen lassen. Deren Ergebnisse dienen dann mit als Grundlage für die Sanierungen in den kommenden Jahren.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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