»Es war ein großartiger Abend«

Kulturkreis um die Wasserscheide verspricht auch im 50. Jahr eine ereignisreiche Saison

sz Würgendorf. Es herrschte Aufbruchstimmung im Deutschland der beginnenden 50er Jahre. Wirtschaftlich, politisch und kulturell. Zu erleben war das auch im Landstrich um die Wasserscheide, wo Menschen mit Weitsicht nach Wegen suchten, »kulturelle Errungenschaften zu pflegen und zu fördern und dieses wertvolle Gut allen Bevölkerungskreisen zugänglich zu machen«, wie es im Protokoll der allerersten Besprechung – am 20. September 1951, 20 Uhr, im Würgendorfer Hotel Wasserscheide – stand.

Rund vier Wochen später schon gründeten die Verantwortlichen aus Burbacher und Haigerer Politik und aus der Wirtschaft (hier in erster Linie die Firma Dynamit Nobel, die eigens für die Kultur den Pferdestall des Heimhofs zum »Musentempel« umbauen ließ) den Kulturkreis um die Wasserscheide. Das war am 25. Oktober 1951. Weitere vier Wochen später stand das erste Ensemble auf der Bühne des Heimhoftheaters: Die Österreichische Landesbühne Wien gab Goldonis »Diener zweier Herren« in einer Inszenierung von Max Reinhardt »Es war ein großartiger Abend. Alle empfanden das, alle spürten, dass in diesem Raum um die Wasserscheide etwas Neues geschehen war.« (Kulturspiegel 1951/1976)

In diesem Jahr nun jährt sich der Gründungstag des Kulturkreises zum 50. Mal. Ein halbes Jahrhundert hat den Verbund wachsen lassen: Zu Haiger und Burbach gesellten sich Neunkirchen und Wilnsdorf; die vier Städte/Gemeinden gestalten bis heute ihr Programm gemeinsam, ohne allerdings das jeweils eigene Profil preiszugeben. Schaut man ins »Gästebuch« des Kulturkreises, dann liest sich das wie ein »Who is Who« der deutschen Theater- und Musikszene. So gastierten rund um die Wasserscheide etwa: Chris Barber, Ivan Rebroff, Günter Strack, Katja Ebstein, Nadja Tiller, Heidi Kabel, Inge Meysel, und, und, und. Die nun anstehende 50. Spielzeit steht selbstverständlich ganz im Zeichen des Jubiläums. Neben der Vorbereitung des Festabends am 25. Oktober mit den Mitgliedern und mit geladenen Gästen gilt die Aufmerksamkeit der Programmmacher dem Publikum, das eine Saison mit durchweg sehr renommierten Inszenierungen erwartet (siehe nebenstehende Artikel). »Es lohnt sich«, unterstrich Kulturkreis-Vorsitzender Wolfgang Kasper. Schließlich habe man sich aus dem Angebot des Gastspielmarktes »die wirklich guten Sachen rausgepickt«.

Um das aktuelle Programm noch attraktiver und wirkungsvoller zu vermarkten, wagt der Kulturkreis im 50. Jahr neue Wege. Gibt dem Kulturspiegel ein größeres Format, »packt« ihn in eine lesenswerte Festschrift zum Jubiläum und reicht dazu eine handliche Faltübersicht. Zudem präsentiert sich der Kulturkreis jetzt auch mit aller Macht im Internet. Unter »www.kulturkreis-wasserscheide.de« finden sich sämtliche Informationen zur neuen Spielzeit und (demnächst) auch zum runden Geburtstag. Und wer dem Kulturkreis seine E-mail-Adresse meldet, kann gewinnen. Neugierig? Dann nichts wie rein ins World Wide Web!

ciu

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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