Feinblech am laufenden Band

Investition in neue Querteilanlage:

Burbacher Zuschnittprofis profitieren vom Stahlboom

ch Burbach. Burbach, gestern am späten Nachmittag, im Industriepark. Ein Testlauf: Langsam dreht sich der Coil, entlässt das 1600 Millimeter breite Band in die Anlage. Das lackierte Feinblech wird weiter geschoben. Stück für Stück, Zentimeter für Zentimeter. Zügig. 65 Meter weit über die gesamte Querteilanlage. Dann verlässt es sauber zugeschnitten die Produktionsstraße. Testlauf bestanden, Beifall der über 250 Gäste und Mitarbeiter der FBH Eko Feinblechhandel GmbH. Sie feierten gestern gemeinsam mit dem Mittelständler die neue Anlage – eine 2-Millionen-Euro-Investition, die das Unternehmen fit für die Zukunft machen soll.

»Spätestens zum Jahreswechsel werden wir die Anlage voll fahren«, freute sich FBH-Geschäftsführer Randolf Rath im Gespräch mit der SZ. Dann könne der Betrieb – er ist Teil der Arcelor-Mittel-Gruppe – noch schneller und noch mehr der Stahlbleche auf den Markt bringen. Und das tut auch Not. Die Nachfrage aus dem Industriebau wie von den Herstellern von Schaltschränken, Regalen, Lager- und Behältersystemen ist derzeit enorm. Sie allen wollen die Bleche, die das heimische Unternehmen im eigenen Konzernverbund einkauft, zuschneidet und dann deutschlandweit vertreibt. Die Spezialität der Burbacher: die »Schnelldreher« – Bleche in Losgrößen von 20 bis 2000 Kilogramm, die kurzfristig geordert werden, um Engpässe und Fertigungsausfälle zu vermeiden.

Und so produziert der 1993 gegründete Betrieb Bleche am laufenden Band. 50000 Tonnen der fertig konfektionierten Stahlwaren verlassen dieses Jahr die Burbacher Hallen. »Vor sechs Jahren waren es gerade einmal 14000 Tonnen«, erklärte Rath. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich bei anderen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen: So steigerte FBH in diesem Zeitraum den Bruttoumsatz von 6,5 auf 32 Mill. Euro. Und die Mitarbeiterzahl von 16 auf 34 (davon zwei Auszubildende).

Wegen des Booms in der Stahlbranche und jener anhaltenden Nachfrage bei den Kunden – Rath: »das wird sich auch im kommenden Jahr nicht wesentlich ändern« – hat das FBH-Team alle Hände voll zu tun. Die Fertigung ist voll ausgelastet, gearbeitet wird an sechs Tag und in drei Schichten.

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