Freisprechungsfeier: Christoph Minor geehrt

Oberholzklau/Hagen. Bei der Freisprechungsfeier zur Gesellenprüfung der Kreishandwerkerschaft Hagen in der Stadthalle Hagen wurden kürzlich die Jahrgangsbesten besonders geehrt. Unter den vier besten Zahntechnikergesellen im gesamten Handwerkskammerbezirk Arnsberg war Christoph Minor aus Oberholzklau. Er erhielt für seine besonders guten Leistungen aus den Händen von Kreishandwerksmeister Heribert Kamm einen Geldpreis und einen Gutschein für ein Fachseminar. Insgesamt wurden laut Pressemitteilung 120 frisch gebackene Zahntechniker ins Berufsleben entlassen. Christoph Minor absolvierte seine dreieinhalbjährige Ausbildung im Dentallabor von Cornelius Döring in Freudenberg und setzt dort seine erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten auch weiterhin bei der Herstellung aller Arten von Zahnersatz ein.Niederdresselndorf. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Hermann-Josef Droege hat die Interessengemeinschaft der Anlieger »Vor dem Wald« in Niederdresselndorf erhoben. Die Bürger werfen dem Verwaltungschef in einem Schreiben an Landrat Elmar Schneider, das sie in Kopie auch dem Regierungspräsidenten geschickt haben, vor, er habe »eigene Zusagen uns gegenüber übergangen bzw. sich über unsere Interessen einfach hinweggesetzt«. Zudem habe Droege einen »ausdrücklichen Beschluss des Bauausschusses ignoriert«. Hintergrund der »Katerstimmung« in der Straße »Vor dem Wald« ist, so ein Vertreter der Interessengemeinschaft gegenüber der SZ, die Informationspolitik und die Vorgehensweise des Bürgermeisters bezüglich des Ausbaus der Straße.

Denn der war Anliegern deren Angabben zufolge von einem Rathausbediensteten ebenso wie vom stellv. Bürgermeister und Ortsvorsteher »frühestens in fünf bis zehn Jahren« avisiert worden. Daher war man verwundert, dass bereits Anfang 2000 im Amtsblatt der zweite Bauabschnitt des Straßenausbaus als Bestandteil des Haushaltsplans 2000 angekündigt wurde.

»Erhebliche sachliche Bedenken«

Die Anlieger haben grundsätzlich nichts gegen den Ausbau. Nur der Zeitpunkt erscheint aus ihrer Sicht nicht gut gewählt. »Ein Straßenbauingenieur aus unserer Mitte«, so heißt es in einer Mitteilung der Interessengemeinschaft, habe in einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung vom 23. März 2000 »erhebliche sachliche Bedenken und – für den Steuerzahler – auch in finanzieller Hinsicht vernünftige Gründe für einen späteren Ausbau« vorgebracht. Die im Jahr 1999 durchgeführten Ausbesserungs- und Entwässerungsmaßnahmen seien von den Anliegern so interpretiert worden, dass mit dem Endausbau in den nächsten Jahren noch nicht zu rechnen und er jetzt auch noch nicht notwendig sei. Zudem gab man zu bedenken, dass am Ende der Straße in Richtung Oberdresselndorf derzeit neue Häuser gebaut würden. Dies führe zu einer erhöhten Belastung durch Lastwagenverkehr, der letztlich auch an einer neuen Straße schnell wieder Schäden verursachen könnte. Denn gerade bei dem geplanten reduzierten Ausbauquerschnitt müssten Pkw und Lkw im Begegnungsverkehr auf die gepflasterten Gehwege ausweichen. Im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit den knappen Haushaltsmitteln baten die Anlieger um einen Anbau in etwa drei bis fünf Jahren.

In einem Antwortschreiben vom 11. Mai 2000 erklärte Hermann-Josef Droege, dass »mich die Aussage über den Endausbau der Straße in ca. fünf bis zehn Jahren erstaunt. Diese Feststellung wurde von Mitarbeitern der Verwaltung nicht getroffen.« Zudem ließen die Tiefbaumaßnahmen im Jahre 1999 nicht auf einen späteren Endausbau schließen: »Die Maßnahmen dienten vielmehr dazu, das Problem der Oberflächenentwässerung in den Griff zu bekommen.« Sobald die Planung vorliege, sollten die Anlieger zu einer Versammlung eingeladen werden. Dies, so die Bürger, habe auch der Vorsitzende des Bauausschusses, Ottmar Gontermann, im Bauausschuss am 15. Juni 2000 per Beschluss untermauert. Das Gespräch mit den Betroffenen solle frühzeitig erfolgen um – wie andernorts geschehen – Unmut zu vermeiden, weil Anlieger vor vollendete Tatsachen gestellt worden seien und »nur noch bezahlen durften«.

Vergabe und Information zeitgleich

Die Einladung erfolgte. Doch just zu der Zeit, als Kämmerer Bernd Schäfer am 15. Februar den Niederdresselndorfern in der Hickengrundhalle Rede und Antwort stand, fand im Burbacher Rathaus im Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung schon die Vergabe des Auftrags statt. Weil die Bürger davon Kenntnis bekommen hatten, ergab das Gespräch »nicht mehr viel«. Hinweise auf den Beschluss des Bauausschusses blieben fruchtlos. Ein Anlieger: »Der Kämmerer sagte wörtlich: Was der Gontermann sagt, interessiert micht nicht!«

Frustriert gingen die Anlieger nach Hause. Ihren Unmut brachten sie nun in der Dienstaufsichtsbeschwerde zu Papier. Sie bitten Landrat Elmar Schneider, »den Vorgang zu überprüfen und angemessene disziplinarrechtliche Schritte einzuleiten«.

»So etwas darf eigentlich nicht passieren«

Wie der Bürgermeister auf Anfrage der SZ erklärte, liege ihm die Dienstaufsichtsbeschwerde inzwischen vor. Er lasse derzeit von Kämmerei und Bauamt den Sachverhalt prüfen. Dass die Vergabe zeitgleich mit der Bürgerversammlung erfolgte, sei »optisch miserabel« gewesen: »So etwas darf eigentlich nicht passieren!« Er lasse derzeit in den Niederschriften von Verhandlungen prüfen, ob wirklich Zusagen gegenüber den Anliegern gemacht worden seien, die man später eventuell nicht entsprechend berücksichtigt habe.

dibi

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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