Friedhof in Würgendorf verwüstet

Unbekannte rissen reihenweise Grabsteine um – Gemeinde setzt 1000 DM Belohnung aus

Würgendorf. Der Wind fegt eiskalt durchs Tal. Regentropfen prasseln auf die Schirme. Dunkle Wolken passen zur düsteren Stimmung, die über dem Würgendorfer Friedhof liegt. Kopfschüttelnd stehen einige Bürgerinnen und Bürger vor den letzten Ruhestätten ihrer Angehörigen. Wut macht sich breit. Wut auf jene Unbekannten, die vermutlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Dunkelheit ihr Unwesen auf dem Gottesacker getrieben haben. »So etwas haben wir hier noch nicht erlebt«, blickt Ortsvorsteher Ottmar Gontermann fragend auf die rund zwei Dutzend geschändeten Grabstätten. Fragen nach dem Hintergrund und dem Sinn einer für den Normaldenkenden nicht nachzuvollziehenden Tat machen sich breit. Eine Antwort darauf gibt es nicht. Noch nicht. Denn vielleicht haben ja Zeugen in der fraglichen Zeit irgendwelche Beobachtungen gemacht. Die sollten sie dann umgehend der Polizei mitteilen. Die Gemeinde Burbach, so erklärte Beigeordneter Karl-Hermann Schmidt gestern in den frühen Morgenstunden im Gespräch mit der SZ, hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei war vor Ort um die Beschädigungen zu protokollieren. Bauamtsleiter Hartmut Dielmann und Bauhofleiter Jürgen Lüling ließen die Verwüstungen ebenfalls aufnehmen. Eine Versicherung, so erklärte Karl-Hermann Schmidt gestern Mittag auf Nachfrage der SZ, trete seitens der Gemeinde für solche Schäden durch Vandalismus auf einem völlig unbewachten Gelände nicht ein. So müssen die Angehörigen wohl selbst für die Reparaturen zahlen. Da man aber auch im Rathaus sehr an der Feststellung der Übeltäter interessiert ist, setzte Bürgermeister Hermann-Josef Droege gestern Nachmittag seitens der Gemeinde spontan eine Belohnung in Höhe von 1000 DM für Hinweise aus, die zur Ermittlung der Täter führen. Der finanzielle Schaden dürfte beträchtlich sein. Denn die unbekannten Rowdies haben nicht nur reihenweise Grabsteine aus den Verankerungen gerissen. Auch Grabschmuck und Blumentöpfe wurden zertrümmert. Ja selbst vor dem Ehrenmal der Dynamit Nobel AG, das an die verstorbenen Mitarbeiter erinnern soll, machten sie bei ihrem unsinnigen Treiben nicht Halt. dibi

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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