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Wehre im Wetterbach abgebaut
Glückliche Fische im Hickengrund

Ulrich Krumm (l.) und Arno Dielmann schauen sich die Stelle 
an, an der sich das letzte der sieben Stauwehre befand. Sie sind zufrieden und freuen sich, dass der Bach wieder ungestört fließen kann.
  • Ulrich Krumm (l.) und Arno Dielmann schauen sich die Stelle
    an, an der sich das letzte der sieben Stauwehre befand. Sie sind zufrieden und freuen sich, dass der Bach wieder ungestört fließen kann.
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  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

sp Burbach-Holzhausen. Geschafft! Nach fünf Jahren Arbeit ist der Wetterbach bei Burbach-Holzhausen wieder für Fische und andere Wasserlebewesen barrierefrei. „Das ist jetzt ein durchgängiger Mittelgebirgsbach“, sagt Ulrich Krumm vom Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen Burbach stolz. Der Verein hatte das jetzt abgeschlossene Projekt in Kooperation mit der Fischereigenossenschaft in Burbach durchgeführt. Gemeinsam mit deren Vorsitzendem Arno Dielmann schaute sich Krumm jetzt die Stelle an, wo das Wehr der Asslerschen Mühle das Wasser im Bach staute.
Mit der Mühle wurde bis 1935 Mehl gemahlen und bis 2012 Strom erzeugt.

sp Burbach-Holzhausen. Geschafft! Nach fünf Jahren Arbeit ist der Wetterbach bei Burbach-Holzhausen wieder für Fische und andere Wasserlebewesen barrierefrei. „Das ist jetzt ein durchgängiger Mittelgebirgsbach“, sagt Ulrich Krumm vom Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen Burbach stolz. Der Verein hatte das jetzt abgeschlossene Projekt in Kooperation mit der Fischereigenossenschaft in Burbach durchgeführt. Gemeinsam mit deren Vorsitzendem Arno Dielmann schaute sich Krumm jetzt die Stelle an, wo das Wehr der Asslerschen Mühle das Wasser im Bach staute.
Mit der Mühle wurde bis 1935 Mehl gemahlen und bis 2012 Strom erzeugt. „Als die Mühle kaputt gegangen ist, haben die Erben auf ihr Wasserrecht verzichtet“, sagt Krumm, der weiß, dass es immer einen Zwiespalt zwischen dem Wiederherstellen des ursprünglichen Zustandes der Landschaft und dem Erhalt historischer Relikte gibt.

Wehre im Hickengrund sind Geschichte

Ursprünglich genutzt wurden die Barrieren, um die Mühlen der umliegenden Orte zu betreiben und die Wiesen zu bewässern. Für die Tiere im Wasser waren die Querbauwerke allerdings nicht passierbar. Das Wehr der Asslerschen Mühle ist das letzte von insgesamt sieben, das zurückgebaut wurde. Die Baggerspuren vom Abriss sind noch erkennbar, die Basaltsteine, die das Wehr bildeten, liegen jetzt verteilt im Bach. Es sieht wüst aus, aber das darf und soll es auch.
„Das wird jetzt sich selbst überlassen“, erklärt Krumm. Der Bach kann nun auf einer Länge von acht Kilometern wieder frei fließen und sich in einem weiten Bett ausbreiten. „Die Fische haben jetzt freie Fahrt zu ihren Laichplätzen“ – die bachaufwärts liegen.
2015 begannen die Vereine damit, den Wetterbach wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen und die Wasserqualität zu verbessern – gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Das Ziel eines „guten ökologischen Zustandes“ ist erreicht worden. Allerdings: Die Nährstoff-Belastung sei noch etwas hoch, erklärt Krumm, das liege vermutlich an der Abwasserentsorgung und der Kläranlage Liebenscheid. Dieses Problem wolle man noch angehen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf ca. 150.000 Euro, 80 Prozent werden vom NRW-Landesprogramm „Lebendige Gewässer“ gefördert. Die restlichen 30 000 Euro übernimmt die Fischereigenossenschaft, die für das Projekt sogenannte Öko-Punkte gutgeschrieben bekommt. Die Genossenschaft kann diese beispielsweise an einen Investor verkaufen, der eine Grünlandfläche bebauen will. Um einen ökologischen Ausgleich zu schaffen, muss der Investor Öko-Punkte kaufen.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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