»Hauptsache, die Kohle stimmt«

Gilsbacher »Concordia«-Schauspieler begeisterten wieder das Publikum

Gilsbach. Es hat sich längst herumgesprochen: Der MGV »Concordia« Gilsbach kann nicht nur gut singen, er hat auch ein hochkarätiges Schauspielerpotential in seinen Reihen. Bestätigt wurde dieser gute Ruf einmal mehr am Samstag, als beim Theaterabend das Dorfgemeinschaftshaus aus allen Nähten platzte. Bis unmittelbar vor der Bühne standen die Stühle. Es herrschte eine spannungsgeladene Atmosphäre wie selten zuvor. Die Zuschauer, darunter viele aus den umliegenden Dörfern, konnten kaum erwarten, was denn die Talente des MGV und des angeschlossenen Frauenchors diesmal zu bieten hatten. Die Sängerinnen und Sänger stimmten den Theaterabend mit einigen Adventsliedern ein, bevor Vorsitzender Herbert Jäppche mit einem lautstarken »Vorhang auf« den Startschuss zum heiteren Schwank von Wolfgang Krause in drei Akten geben konnte.

»Hauptsache, die Kohle stimmt« – so lautete der Titel des Dreiakters, den die »Concordia-Schauspieler« unter der Regie und Inszenierung von Hildegard Schöneberger einstudiert hatten. Der Schwank hatte Hugo Lümmel (Stefan Schönau) als unerträglich geizigen Familienvater zum Inhalt, der mit seinen altmodischen Ansichten die Familie oft in Rage brachte. Nur Tochter Gerlinde (Katja Neuser) verstand es, ihn häufig um ihren Finger zu wickeln.

Besonders bei ihrem 18. Geburtstag, der eine richtige Party werden sollte. Gerlinde musste auch oft die Vermittlerrolle für ihre Mutter Martha (Cornelia Oerter) übernehmen. Diplomatie war gefragt, um Papa Lümmel zurechtzubiegen. Dies hätte weitaus besser gelingen können, wenn da nicht die tratschhafte Nachbarin Schabulke (Ursula Herzbruch) gewesen wäre, die alles in den falschen Hals bekam, Gerlinde ein uneheliches Kind andichtete und Martha bei der Hausbesitzerin wegen illegaler Untervermietung des Hauses verpetzte.

Es bestand reichlich Klärungsbedarf, bevor letztlich doch die Geburtstagsparty starten konnte. Vater Hugos Befürchtungen, das alle zu lange bleiben, viel essen und trinken würden und er dieserhalb tief in die Tasche greifen müsse, bestätigten sich zwar, aber auch sein Wunsch, Tochter Gerlinde möge einen wohlbetuchten Mann finden, ging letztlich in Erfüllung.

Nur Thomas, Gerlindes Bruder (Markus Oerter), ist zum Schluss nicht wunschlos glücklich. Auch er hatte sich verliebt, aber die Frau seiner Träume sah die Sache einfach etwas anders. Die anderen beteiligten Darsteller, Sonja und Margret Däumer, Jan-Philip Leicht und Axel Weiß spielten ihre Rolle genauso profihaft wie die Hauptakteure. Die Zuhörer zollten zwischendurch laufend Beifall und wurden zwischen den Akten jeweils in Hochspannung gehalten. Und nach der Aufführung wurde noch eifrig getanzt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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