Hering-Bau stärkt Spezialbereich und entlässt 40 Mitarbeiter

Talsohle zwingt zu umwälzender Strukturveränderung

Burbach. Die seit Jahren anhaltende konjunkturelle Talsohle auf dem Baumarkt zwingt in diesen Tagen die Firma Hering-Bau in Burbach-Holzhausen zu einer umwälzenden Strukturveränderung. Die zukünftige Unternehmensstrategie wird von einer Stärkung der Spezialbereiche bestimmt sein. Die Innovationsbestrebungen der vergangenen Jahre, mit denen die Hering-Bau Marktführerpositionen erreicht hat, erhalten in dieser notwendigen Umstrukturierung ihre besondere Bedeutung und werden aus dem Bauunternehmen der Vorgänger-Generationen mehr und mehr ein von technischen Systemen bestimmtes Dienstleistungsunternehmen entstehen lassen. Innovationen der Marke Hering-Bau sind z.B. Sanitäranlagen, Bahnsteig- und auch Fassadensysteme. Zudem hat man sich damit inzwischen einen respektablen Platz auf dem Auslandsmarkt erarbeitet.

Scheinbar ungehindert, so das Unternehmen, strömen osteuropäische Bauarbeiter ins Land und deren Dumping-Löhne bestimmten den gnadenlosen Wettbewerb. Konventionelle »Grauware«, z.B. Stützen, Binder, Wände, ernähre ein Bauunternehmen mit hiesigen Bauarbeitern nicht mehr. Jüngstes Beispiel, so Annette Hering, die Hering-Bau-Unternehmensleiterin: eine Holzmann-Tochter entlasse weitestgehend die deutschen Mitarbeiter ihres Fertigteilwerkes und ersetze sie durch osteuropäische Bauarbeiter. Man erinnere sich: Zur Stützung dieses Baukonzerns gewährte der Bundeskanzler höchst persönlich und unter dem Beifall der Holzmann-Behelmten millionenhohe Unterstützung, mit denen nun der Mittelstand geknebelt wird. Das Ergebnis solcher »Wirtschaftspolitik« ist für den Mittelstand, den zu fördern man vergisst, verheerend.

Ein Licht am Tunnel-Ende des Baumarktes sei nicht erkennbar; im Gegenteil. Die jüngsten sozialpolitischen Entscheidungen der Regierung engten den unternehmerischen Spielraum immer mehr ein.

Mitarbeiter-Entlassungen seien bei Hering-Bau seit eh und je mit höchster Sensibilität behandelt worden. Die sozialen Leitlinien des über 100 Jahre alten Familienbetriebes hätten dies bis zum heutigen Tage geboten.

Im Rahmen der Neuorientierung sei allerdings eine Reduzierung des Bereiches Hochbau unvermeidlich. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben nach gemeinsamer Beratung, auch mit Gewerkschaft und Bauverband, einvernehmlich einen großzügigen Sozialplan entwickelt, der die soziale Härte des zeitweiligen Arbeitsplatzverlustes mindern soll. Danach werden über 40 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.

Seitens der Unternehmensleitung wird viel Bereitschaft gezeigt, nun die Härte von Entlassungen zu mildern. So werden im Zuge dieser Reduzierung auch Umsetzungen in vertretbarem Rahmen in die erfolgreichen Bereiche des Unternehmens vorgenommen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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