Hitzige JHV im Kulturkreis

Kulturkreis um die Wasserscheide

Fazit: Neue Satzung muss her / Beratung im September

gmz Würgendorf. Es war eine Jahreshauptversammlung, die es in sich hatte. Am Freitagabend trafen sich die Mitglieder des Kulturkreises um die Wasserscheide, um die Formalien zu erledigen, die in jedem Verein so anfallen. Doch die scheinbar harmlos klingenden Tagesordnungspunke bargen »Sprengstoff«: Es ging um die Art und Weise, wie Geld ausgegeben wird.

Entsprechend engagiert, manchmal sogar hitzig, bis ins Persönliche abgleitend wurde die von vielen Missverständnissen »verkomplizierte« Diskussion auch geführt – allerdings fasste am Ende der Versammlung Dr. Ulf Richter, der ehemalige Vorsitzende des Kulturkreises, die Intention aller zukunftsweisend zusammen: Er dankte Wolfgang Kasper, dem jetzigen Vorsitzenden, für seinen Einsatz, den er unzweifelhaft (trotz aller Kritik) geleistet habe und hoffte, dass nach der Klärung aller offenen Fragen ein neuer Anfang für die Kultur gemacht werden könne.

Diese offenen Fragen verbanden sich für die Vertreter der vier dem Kulturkreis angeschlossenen Kommunen, das sind Burbach, Haiger, Neunkirchen und Wilnsdorf, vor allem mit dem Vorgehen des Vorsitzenden Kasper. Der, so ihre Sicht der Dinge, verfahre eigenmächtig und habe Gelder für die Feier des 50-jährigen Bestehens des Kulturkreises genehmigt, die er nicht ohne Absprache mit dem Vorstand (in dem auch die das jährliche Defizit ausgleichenden Kommunen vertreten sind) hätte genehmigen dürfen (über diese Problematik hat die SZ bereits berichtet). Dieser Darstellung widersprach Wolfgang Kasper: Der Vorstand sei zu jeder Zeit informiert gewesen – was die Vertreter der Kommunen bestritten.

Eine vom Vorstand veranlasste Sonderprüfung der Kassen, die angeregt worden sei, um Geldbewegungen und Entscheidungswege nachzuvollziehen, habe, so der weitere Vorwurf der Kommunen, nicht zu Ende gebracht werden können, da Wolfgang Kasper die entsprechenden Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt habe. Die Auftrags-Vergabepraxis werfe ebenfalls Fragen auf, die geklärt werden müssten.

Befremden lösten diese »Fragen« bei einigen Mitgliedern aus, die sich darüber wunderten, dass für die entsprechenden Jahre 2001 und 2002 die Jahresabschlussrechnung bzw. der Kassenbericht bereits erledigt sei bzw. vorliege. Ihnen gehe es, so die Vertreter der Kommunen, bei ihren Fragen, die nach eigenem Bekunden seit einem Jahr auf Beantwortung warten, darum, dass sie informiert würden und in ihren kommunalen Gremien erläutern könnten, was mit Steuergeldern (und Mitgliedsbeiträgen und Spenden) geschehen sei.

Im Laufe der Diskussion, bei der es, das betonten die Vertreter der »kritischen Kommunen« immer wieder, keineswegs um Personalien ging, kristallisierte sich als allgemeiner Konsens heraus, dass die Satzung von 1981/82, die vor allem dem Vorsitzenden große Handlungsfreiheit gibt, revidiert werden müsse, damit die Verantwortungen klar verteilt werden könnten und mehr Transparenz in die »Wege des Geldes« kommen könne. Die vier Kommunen haben eine solche Satzung ausgearbeitet, die in einem kleinen Gremium bis zur nächsten Mitgliederversammlung am 25. September beraten und der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt wird. Auch soll die vom Vorstand veranlasste Kassensonderprüfung zu Ende geführt werden. – Im September werden also die Weichen für die Zukunft des Kulturkreises um die Waserscheide endgültig gestellt!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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