Lippe will Mehrgenerationenspielplatz
Hoffnung auf Impuls für den ganzen Ort

Neue Spielgeräte, eine Seilbahn, Bänke und ein Multifunktionsfeld sollen der Fläche neues Leben einhauchen.
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  • Neue Spielgeräte, eine Seilbahn, Bänke und ein Multifunktionsfeld sollen der Fläche neues Leben einhauchen.
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tile Lippe. Ihren Unmut über den Zustand des Spielplatzes an der Hofgartenstraße hatten Eltern in Lippe Anfang des Jahres sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Bei einer Ortsbesichtigung des Ausschusses für Schulen, Kultur, Sport und Soziales fielen damals Attribute wie „unattraktiv“, „hässlich“ und sogar „lebensgefährlich“ (die SZ berichtete). Die Bürgerschaft sehne sich nach einem Mehrgenerationenspielplatz, hatte Ortsvorsteher und Ratsmitglied Sebastian Schoeppner (UWGB) den Wunsch von der Lippe in die Politik getragen. Man wolle nicht mit einem Aufhübschen auf Sparflamme abgespeist werden. Die Rufe nach einer kompletten Neugestaltung würden im Ort immer lauter werden, so die dringende Botschaft des Dorfsprechers.
Eine Großinvestition auf Kosten der Gemeinde komme nicht in Frage, stellten die Verwaltung sowie die große Mehrheit des Ausschusses vor fünf Monaten klar. Auch in anderen Orten seien zuletzt Spielplätze entweder peu a peu oder mittels hoher Eigenleistungen attraktiviert worden, hieß es. Das Gremium gab dem südlichsten Dorf Westfalens „Hausaufgaben“ auf: die Gründung eines Fördervereins sowie die Erstellung eines Konzepts für die Neugestaltung. In der kommenden Sitzung des Fachausschusses (24. Juni) steht das Thema erneut auf der Agenda.

Zusätzlicher weicher Standortfaktor

Die Hausaufgaben sind mittlerweile abgearbeitet, erklärt Sebastian Schoeppner. Ein Förderverein wurde beim Amtsgericht Siegen am 30. April eingetragen, die Projektplanung ist konkretisiert worden. Neben Ideen für die Ausgestaltung des bestehenden Spielplatzes sowie des angrenzenden Bolzplatzes (vorgeschlagen werden u. a. zwei altersdifferenzierte Spiel- und Kletteranlagen, eine Seilbahn und ein Multifunktionsfeld) hebt der Förderverein die Bedeutung des Projekts für die Ortsentwicklung hervor. Ziele der Neuplanung seien etwa eine Verbesserung der Infrastruktur, Anreize für junge Familien und einen Kommunikationstreffpunkt zu schaffen sowie die Work-Life-Balance zu fördern. Dadurch erhofft sich die Dorfgemeinschaft sogar, der heimischen Wirtschaft weitere Argumente im Werben um Fachkräfte an die Hand zu geben. Stichwort weiche Standortfaktoren. Der potenzielle Mehrgenerationenspielplatz sei im Übrigen als Ergänzung zum geplanten Leuchtturmprojekt „Alte Mühle“ zu betrachten.

Rückenwind von der Dorfgemeinschaft

Laut Verwaltungsvorlage erfährt das ganze Unternehmen starken Rückenwind im Dorf. Alle Vereine seien im Rahmen eines runden Tischs bei den Überlegungen involviert gewesen, auf einer Bürgerversammlung habe es eine Abstimmung pro Neugestaltung gegeben. Überdies hätten mehr als 25 Bürgerinnen und Bürger ihre verbindliche Unterstützung zugesagt – sowohl für die Erstellung als auch für die anschließende Pflege der Anlage.

LEADER-Förderung angestrebt

Für die Finanzierung wollen die Lipper auf der Zielgerade noch auf den LEADER-Zug aufspringen. Sollte der Regionalverein „3-Länder-Eck“ eine Förderung beschließen, könnten 65 Prozent der Projektkosten mit EU-Mitteln bezahlt werden. Sofern der Topf noch ausreichend gefüllt ist. 130 000 Euro stehen nur noch zur Verfügung, wobei die lokale Arbeitsgruppe (LAG) künftig bis zu 200 000 Euro pro Jahr an Fördergelder zur Entwicklung des ländlichen Raums bei der in Anspruch nehmen will. Allerdings werden Projekte dann nur mit maximal 20 000 Euro unterstützt. Dass die Vision der Lipper nicht ganz günstig zu bekommen sein wird, zeigten erste Angebote, die eingeholt wurden. Schoeppner rechnete noch im Februar vor: Die notwendigen Erdarbeiten für ein Multifunktionsfeld schlügen mit ca. 30 000 Euro zu Buche, das Feld selbst bezifferte er damals mit rund 40 000 Euro. Unterm Strich, so verriet der Ortsvorsteher jetzt auf Nachfrage, werde man mit den Gesamtkosten unter 100 000 Euro bleiben.

Unterstützung in Aussicht gestellt

Die Verwaltung empfiehlt der Politik nun ihrerseits, das Vorhaben der Lipper zu unterstützen. „Der Rat der Gemeinde Burbach befürwortet das Projekt, insbesondere vor dem Hintergrund der qualitativen Aufwertung des Spiel- und Bolzplatzes in Lippe ausdrücklich“, heißt es im Beschlussvorschlag des Rathauses wörtlich. Zudem soll der Gemeinderat die entsprechende Fläche formal für das Projekt zur Verfügung stellen.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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