Im Burbacher Etat fehlen jetzt schon 2,65 Mill. Euro

Nachtragsetat bietet keinen Grund zur Freude

dibi Burbach. »Wenn nicht bald eine Finanzreform kommt, können wir unseren Finanzausschuss umbenennen in Kreditausschuss!« Mit diesen Worten beschrieb Achim Sahm (CDU) gestern Abend die aktuelle Finanzlage der Gemeinde Burbach. In Zahlen drückte der Vorsitzende es so aus: »Von den Investitionen in Höhe von 6 Mill. Euro müssen wir 3,2 Mill. Euro über Kredite finanzieren.«

Kämmerer Bernd Schäfer erläuterte das aktualisierte Zahlenwerk der kommunalen Einnahmen und Ausgaben: »Die Lage hat sich weiter verschärft.« Und wie! Alleine bei der Gewerbesteuer, die vor wenigen Jahren noch über 8 Mill. Euro ins Gemeindesäckel brachte, musste der Kämmerer den Etatansatz erneut um 1 Mill. auf nur noch 4,5 Mill. Euro korrigieren. Bei der Einkommensteuer stehen 300000 Euro weniger zu Buche. Unterm Strich stehen im Nachtragsetat Verbesserungen in Höhe von 467000 Euro Verschlechterungen von 1,9 Mill. Euro gegenüber. Der Fehlbetrag steigt um 1,43 Mill. auf satte 2,65 Mill. Euro. Die Folge: Der Kreditbedarf klettert um eine runde Million auf nunmehr fast 3,3 Mill. Euro.

Diese Lücke kann selbst der kreativste Kämmerer oder Rat aus eigener Kraft nicht mehr schließen. Achim Sahm: »Ich habe einmal die freiwilligen Leistungen addiert und bin auf 339000 Euro gekommen. Selbst wenn wir die komplett streichen, reicht dies nicht zum Ausgleich der Mehrausgaben.« Einziger Trost für die Burbacher, die ja über viele Jahre stolz auf einen ausgeglichenen Etat sein konnten, ist die Tatsache, dass man das Schicksal mit allen Kommunen teilen muss. Und so stimmten die Fraktionen dem Zahlenwerk denn auch einmütig als Empfehlung an den Rat zu.

Wolfgang Kasper (SPD) sprach sich dafür aus, alle begonnen Investitionen planmäßig durchzuziehen, um die Rahmenbedingungen für Bürger und Wirtschaft weiter zu attraktivieren. Darin pflichtete ihm CDU-Fraktionschef Thomas Helmkampf bei, in der Hoffnung, in den nächsten Jahren in ein ruhigeres Fahrwasser steuern zu können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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