Ingersoll Werkzeuge will kräftig expandieren

Personal wird am neuen Standort Kalteiche erheblich verstärkt / Rückenwind im IMC-Verbund

Burbach. Aufbruch zu neuen Ufern ist angesagt bei der Ingersoll Werkzeuge GmbH in Burbach. Derzeit laufen die Ausschreibungen für den künftigen neuen Firmensitz auf dem Gewerbegebiet Kalteiche innerhalb der Gemarkung der Stadt Haiger. Die Investitionspläne im Firmenverbund des neuen israelischen Mehrheitsgesellschafters Iscar sind darauf ausgelegt, dass die deutschen Werkzeughersteller in Haiger/Burbach und Vaihingen, Ingersoll Werkzeuge und Innotool, ihren Umsatz von rund 73 Mill. DM im Jahr 2000 auf 200 Mill. DM im Jahr 2005 steigern. Wie die Geschäftsführer Rolf Marxmeier und Armin Engelhardt in dieser Woche gegenüber der Presse in Burbach ausführten, weisen die Zahlen für die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres mit plus 18 Prozent bereits kräftig nach oben, und man geht davon aus, dass sich darin z. T. schon der Rückenwind des neuen Firmenverbunds niederschlägt.

Die Iscar Metalworking Company (IMC) stellt nur einen Teil der Iscar-Aktivitäten dar. Mit den Töchtern Ingersoll Cutting Tools in USA, Ingersoll Werkzeuge und Innotool in Deutschland sowie TaeguTec in Asien bildet IMC inzwischen eine Formation, die auf alle großen Märkte der Welt ausgerichtet ist. Forschung und Entwicklung werden dabei von Tefen in Galiläa aus gesteuert und in Entwicklungsgruppen mit Beteiligten aller Töchter ausgetauscht. Fertigung und Marketing sind Sache der Töchter.

Dank großzügiger Platzbemessung am neuen Standort werde man die Fertigungstiefe vergrößern können, skizzierte Marxmeier die Planungen. Werkzeuge der kleineren Abmessungen sollen bei Innotool in Vaihingen hergestellt werden, die größeren in Haiger. Die Marketingaktivitäten werden sich auf Deutschland und das deutschsprachige Ausland erstrecken, ansonsten wird man sich anderer IMC-Organisationen bedienen. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis 2005 auf 450 steigen, z. Z. sind es 250. Man ist schon auf der Suche nach zusätzlichen Kräften.

Wie schon im November letzten Jahres berichtet, verspricht sich das Unternehmen von dem neuen Standort an der Autobahn besondere Vorteile. Die Pläne für das Bauwerk mit zwei Fertigungshallen, die im stumpfen Winkel einer zentralen Einheit für Marketing und Verwaltung zugeordnet sind, stammen im Kern vom israelischen Architekten der Gruppe und sorgen für die nötige Corporate Identity. Ein Wilnsdorfer Architekt ist für die Anpassung an deutsche Bauvorschriften und Bauleitung zuständig. Die Bauplanung geht auch im Sinne der Haigerer Politiker möglichst sparsam mit der verfügbaren Fläche (insges. 66000 m2) um, wie der Haigerer Bürgermeister Dr. Zoubek berichtete. Die Fertigstellung ist für Mitte nächsten Jahres vorgesehen.

Zoubek wie auch die beiden Geschäftsführer zeigten sich zufrieden mit dem zügigen Fortschritt bei der Realisierung der Pläne. Der Bürgermeister hält Ausschau nach anderen Investoren mit vergleichbarer Dynamik. Es seien aber schon rund 40 Prozent des Gewerbegebiets vergeben.

Waren Werkzeuge bislang in Burbach ein kleiner, aber feiner Teil im Verbund der Werkzeugmaschinen-Produktion von Waldrich-Ingersoll, so spielen sie in der neuen Konfiguration nun die Hauptrolle. Die Beziehungen zur Waldrich-Ingersoll-Gruppe, die auch noch eine Minderheitsbeteiligung an Ingersoll Werkzeuge hält, sollen aber weiter gepflegt werden, wie Marxmeier darlegte. So soll die Ausbildung der Facharbeiter auch künftig bei Waldrich stattfinden. Dazu sei es nötig, dass die Lehrlinge auch weiterhin die Berufsschule in Siegen besuchen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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