Ev. Kirche in Burbach mit neuem Uhrwerk
Jetzt setzen Motoren die Zeiger in Bewegung

Michael Diehl, Küster in der ev. Kirche in Burbach, hat sich jahrelang um die alte Turmuhr gekümmert und sie mit viel Muskelkraft zum Laufen gebracht.
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  • Michael Diehl, Küster in der ev. Kirche in Burbach, hat sich jahrelang um die alte Turmuhr gekümmert und sie mit viel Muskelkraft zum Laufen gebracht.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sp Burbach. Jetzt ist keine Muskelkraft mehr nötig, um die Zeiger der Uhr am Turm der evangelischen Kirche am Römer in Gang zu bringen und um die Glocken zur richtigen Zeit läuten zu lassen. Das mechanische Räderwerk, das sich im Turm des Burbacher Gotteshauses befindet und fast 140 Jahre auf dem Buckel hat, wurde vor einigen Wochen stillgelegt.
Das hat mehrere Gründe, wie Michael Diehl, Küster der Kirche, und Christoph Klein, Vorsitzender des Presbyteriums, erklären. „Die Lager waren ausgeschlagen, die Reparatur wäre teurer als eine neue Uhr“, fasst Diehl zusammen, der sich in den vergangenen Jahren mit viel Herzblut um die alte Turmuhr gekümmert hat.

6000 Euro für neues Uhrwerk

„Einige Teile hätten von Hand angefertigt werden müssen“, ergänzt Klein, ein Experte hätte gefunden und die gesamte Uhr hätte zerlegt werden müssen. Wie hoch die Kosten dafür gewesen wären, erfragte das Presbyterium erst gar nicht. Es entschied sich für eine neues motorbetriebenes Uhrwerk. Kosten: ca. 6000 Euro. „Ein Vielfaches hätten wir sonst bezahlen müssen“, ist sich Klein sicher. „Früher oder später hätte sie geklemmt“, sagt er zur alten Turmuhr: „Aber bei Bedarf kann sie wieder angestupst werden.“ Die Zeiger bewegt das historische Uhrwerk allerdings nicht mehr. Eine dafür notwendige Welle wurde abgeklemmt.

Funktioniert per Computer

Abgesehen von den Reparaturkosten war stets ein hoher Aufwand erforderlich, um die Uhr am Laufen zu halten. Einmal pro Woche musste Michael Diehl die Uhr aufziehen und dabei mit einer Kurbel schwere Gewichte bewegen. „Früher musste ich um 0 Uhr zu Silvester hier sein“, erklärt Diehl. Denn immer, wenn das Glockengeläut außerhalb der gewohnten Zeiten zu hören sein sollte, musste der Küster das vorbereiten und in die Kirche kommen. Mit der neuen motorbetriebenen Uhr ist das nicht mehr notwendig. Sie kann per Computer jederzeit und einfach programmiert werden. „Von zu Hause aus kann ich darauf zugreifen“, sagt Diehl.

Stundenschlag nachts ausschalten?

„Was wir jetzt können: Wir werden darüber reden, den Stundenschlag nachts auszuschalten“, sagt Klein stellvertretend für das Presbyterium. Ob das den Burbachern gefällt? Sie können sich dazu äußern und bis Mitte August Anregungen geben (info@kirche-burbach.de).
Übrigens: Während das alte Uhrwerk aufgrund der umfassenden Größe Platz in einem Kleiderschrank gefunden hat, hat der neue Motor die Größe eines kleinen Kästchens, das an der Wand hängt und ohne Treppensteigen erreichbar ist. Eine Leitung verbindet Motor und Zifferblatt.

Michael Diehl, Küster in der ev. Kirche in Burbach, hat sich jahrelang um die alte Turmuhr gekümmert und sie mit viel Muskelkraft zum Laufen gebracht.
Christoph Klein, Vorsitzender des Presbyteriums, zeigt, wie klein das neue motorbetriebene Uhrwerk ist.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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