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Jugendtreffs in Burbach, Holzhausen und "Checkpoint"
Jugendwerk Förderband übernimmt Trägerschaft

Die Jugendtreffs im ehemaligen Konfirmandenhaus Burbach (im Bild) und in der Grundschule Holzhausen stehen bald unter neuer Trägerschaft.
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  • Die Jugendtreffs im ehemaligen Konfirmandenhaus Burbach (im Bild) und in der Grundschule Holzhausen stehen bald unter neuer Trägerschaft.
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tile Burbach/Netphen. Das kath. Jugendwerk Förderband in Siegen übernimmt die Trägerschaft der Jugendtreffs in Burbach und Holzhausen sowie den „Checkpoint“ in Netphen. Ende vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass die Christliche Arbeiterjugend im Diözesanverband Paderborn die Jugendarbeit an den drei Standorten einstellen wird (die SZ berichtete). Förderband wird die Arbeit nun ab 1. März bzw. zu April fortsetzen.
In Burbach könnte es jetzt ganz schnell gehen, in Netphen steht noch eine Entscheidung der Politik aus. Die wichtigste Nachricht für die Jugendlichen: Ihre Bezugspersonen, die Jugendarbeiter, bleiben ihnen höchstwahrscheinlich erhalten. Eine personelle Veränderung ist jedenfalls nicht geplant.

tile Burbach/Netphen. Das kath. Jugendwerk Förderband in Siegen übernimmt die Trägerschaft der Jugendtreffs in Burbach und Holzhausen sowie den „Checkpoint“ in Netphen. Ende vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass die Christliche Arbeiterjugend im Diözesanverband Paderborn die Jugendarbeit an den drei Standorten einstellen wird (die SZ berichtete). Förderband wird die Arbeit nun ab 1. März bzw. zu April fortsetzen.
In Burbach könnte es jetzt ganz schnell gehen, in Netphen steht noch eine Entscheidung der Politik aus. Die wichtigste Nachricht für die Jugendlichen: Ihre Bezugspersonen, die Jugendarbeiter, bleiben ihnen höchstwahrscheinlich erhalten. Eine personelle Veränderung ist jedenfalls nicht geplant. Allen Mitarbeitern der Einrichtungen seien Angebote gemacht worden, sie zu übernehmen, erklärt Dietmar Vitt vom Förderband Siegen. Das sei auch ein Wunsch der Jugendförderung des Kreises Siegen-Wittgenstein gewesen. „Das war eines der Ziele in den Gesprächen mit der CAJ. Im Moment gehen wir davon aus, dass alle Mitarbeiter zu uns wechseln.“ Insgesamt drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, eine Mitarbeiterin in Elternzeit und zwei Honorarkräfte arbeiten an den drei Standorten. Die Gemeinde Burbach ist froh, dass sich ein neuer Träger gefunden hat, mit dem bereits „ein gutes Gespräch“ über die künftige Ausrichtung der Jugendtreffs stattgefunden habe, sagt Jochen Becker, der zuständige Fachleiter im Burbacher Rathaus. Neben Förderband habe es einen weiteren Interessenten für die beiden Standorte in der Gemeinde gegeben.

Förderband ist mit den Strukturen vor Ort vertraut

Durch seine Jugendarbeit an den Burbacher und Netphener Schulen ist der neue Träger mit den Strukturen in den Kommunen vertraut. „Wir kennen die Sozialräume“, sagt Dietmar Vitt. Zunächst wird Förderband die bewährte Arbeit fortsetzen, die wegen des Lockdowns aktuell nur eingeschränkt online erfolgen kann. „Es wird keinen Bruch geben“, verspricht Dietmar Vitt. Sobald es die Corona-Schutzmaßnahmen erlauben, werden die Einrichtungen im ehemaligen Konfirmandenhaus in Burbach, an der Grundschule in Holzhausen und im Keller des Netphener Rathauses zu den üblichen Zeiten öffnen. Perspektivisch wird sich Förderband mit einer anderen Herausforderung auseinandersetzen: „Es wird darum gehen, wie im ländlichen Raum Angebote weiterentwickelt werden können“, kündigt Dietmar Vitt an.

Zeit der Ungewissheit für Jugendliche vorüber

Für Holzhausen etwa sei das schwieriger zu leisten als im Kernort Burbach. Vorstellbar sei beispielsweise, in weitere Dörfer zu gehen. Aktuell sind Mitarbeiter und Jugendliche erst einmal froh, dass die Zeit der Ungewissheit vorüber ist. „Wir sind eher an die Jugendtreffs gebunden als an den Träger“, sagt die Burbacher Jugendtreffleiterin und Kunstpädagogin Marie Düber. Auch wenn die Zusammenarbeit mit der CAJ immer gut gewesen sei. Das Team bleibe zusammen. „Für die Jugendlichen hat sich die Frage, ob wir dann noch da sein werden, aber gar nicht gestellt.“ Derzeit schalteten sich etwa zehn Jugendliche zu den rund zweistündigen Online-Treffen dazu. Vor dem Lockdown besuchten im Schnitt 60 bis 70 Zwölf- bis 16-jährige den Jugendtreff Burbach zu den angebotenen Zeiten, in Holzhausen waren es mit 15 bis 20 Jugendlichen deutlich weniger.

"Checkpoint" in Netphen bleibt bestehen

Rund 20 Jugendliche waren es auch im „Checkpoint“ in Netphen. „Ich arbeite seit fünf Jahren hier, da wird wirklich Beziehungsarbeit geleistet“, sagt Leiterin Carina Boller. „Für die Jugendlichen war es sehr wichtig, dass der Jugendtreff bestehen bleibt.“ Dafür hätten sich in Netphen viele Verantwortliche eingesetzt. Die Kontinuität in der Jugendarbeit ist also gewährleistet, ebenso in der Kooperation mit den Jugendtreffs in Dreis-Tiefenbach, Irmgarteichen und Salchendorf, die unter anderer Trägerschaft stehen. „Wir verstehen uns als ein Team“, betont Carina Boller.

Die Jugendtreffs im ehemaligen Konfirmandenhaus Burbach (im Bild) und in der Grundschule Holzhausen stehen bald unter neuer Trägerschaft.
Die Jugendtreffs im ehemaligen Konfirmandenhaus Burbach und in der Grundschule Holzhausen (im Bild) stehen bald unter neuer Trägerschaft.
Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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