„Karlsson vom Dach“

Nach der Vorstellung sahen sich Liv Heigl (Lillebror) und Manuel Jerabeck (Karlsson) das Märchenbuch „Die arme Prinzessin Sieglinde“ an, das Katrin Mehlich (l.) geschrieben und Elisabeth Gräbener illustriert hat. Foto: la
  • Nach der Vorstellung sahen sich Liv Heigl (Lillebror) und Manuel Jerabeck (Karlsson) das Märchenbuch „Die arme Prinzessin Sieglinde“ an, das Katrin Mehlich (l.) geschrieben und Elisabeth Gräbener illustriert hat. Foto: la
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la Burbach. Die Figuren waren für die Kinder keine Unbekannten: Frau Bock, Lillebror, der sich nichts sehnlicher als einen kleinen Hund wünscht, und Karlsson, der nichts anderes im Kopf hat als Unsinn. Und Papa Svantesson, der es mit seinem Filius und der Tochter Betty nicht so ganz einfach hat, schließlich liegt seine Frau im Krankenhaus, und ihm obliegt die Erziehung ganz alleine. Und dann maulen seine Kinder auch noch ewig, wenn es zum Mittagessen wieder eine Tütensuppe gibt.

Die Buchautorin Astrid Lindgren hat die Figuren unsterblich gemacht, und so hatte es das Ensemble des Wittener Kindertheaters am Sonntag nicht schwer, die kleinen und großen Besucher im gut besuchten Bürgerhaus für eine Stunde zu fesseln. Dafür ist die Geschichte von „Karlsson vom Dach“ auch zu goldig. Lillebror Svantesson bekommt nämlich von einem sonderbaren Burschen Besuch, der auf dem Hausdach wohnt und mit Hilfe eines Propellers fliegen kann. Karlsson heißt das forsche Kerlchen, das nicht nur der beste Nachhausebringer ist, sondern auch ein kluges Köpfchen, wenn es darum geht, den neuen Verehrer von Betty zu verschrecken oder die Einbrecher Fille und Rulle zu verjagen. Und auch Frau Bock, genannt der „Hausbock“ mit den eisernen Händen, die eigentlich auf Lillebror aufpassen soll, bekommt einen gehörigen Schreck, wenn Karlsson sich wieder mal als Gespenst verkleidet. Karlsson ist eben der beste „Schabernacken“, wie er selbst sagt. Doch Ende gut, alles gut, jedenfalls für den achtjährigen Knirps Lillebror, der zum Geburtstag einen Hund geschenkt bekommt und dem Karlsson eine Klingel überreicht, mit der er ihn jederzeit auf dem Dach rufen kann.

Das Wittener Kinder- und Jugendtheater, das seit 1979 besteht, setzte die Kinderbuch-Geschichte in der Inszenierung von Markus Jakovljevic um. Annette Hessel (Betty/Frau Bock), Liv Heigl (Lillebror), Manuel Jerabeck (Karlsson) und Andreas Richter (Papa Svantesson/Peter, Verehrer von Betty/ Fille/Rulle) nahmen die Kinder mit ins Fantasieland, wo man noch über Dächer spazieren kann.

„Karlsson vom Dach“ – eine Kooperation von Kulturbüro und der Sparkasse Burbach-Neunkirchen – war die letzte Kindervorstellung im Bürgerhaus. In der neuen Spielzeit wird sich der Vorhang im renovierten Heimhoftheater heben. Erste Knax-Club-Veranstaltung ist am 28. November mit „Der kleine König“, einer poetischen und humorvollen Interaktionsgeschichte in farbigen Bildern.

An guten Geschichten für Kinder sind die Wittener immer interessiert. Deshalb schauten sich Lillebror und Karlsson auch nach der Vorstellung das Märchenbuch „Die arme Prinzessin Sieglinde – oder wie die Kartoffel ins Siegerland kam“ an, das Katrin Mehlich geschrieben und Elisabeth Gräbener illustriert hat. Erhältlich ist das Buch in allen Geschäftsstellen der Siegener Zeitung und im Buchhandel. Und Karlsson (Manuel Jerabeck) nahm das Buch gleich mit nach Hause für seine kleine Tochter. Sein Kommentar: „Die wird sich freuen.“

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